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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 12. Schotten

Weitere Informationen

Busenborn

Stadtteil · 485 m über NN
Gemeinde Schotten, Vogelsbergkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

22 km südwestlich von Lauterbach

Lage und Verkehrslage:

Am Eichelbach gelegen

Ersterwähnung:

1523

Siedlungsentwicklung:

1523 verleiht Landgraf Philipp von Hessen (1504-1567) acht namentlich erwähnten Untertanen sowie deren Erben die Wüstung in Busenborn, um diese zu bewohnen, zu bebauen, aufzurichten und zu beziehen.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • wustenunge (1523)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3512984, 5596047
UTM: 32 U 512904 5594248
WGS84: 50.500063° N, 9.181953° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

535016040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1801, davon 503 Acker, 1013 Wiesen, 250 Wald
  • 1961 (Hektar): 451, davon 81 Wald (= 17.96 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 239, davon 227 evangelisch (= 94.98 %), 12 katholisch (= 5.02 %)
  • 1970: 247 Einwohner

Diagramme:

Busenborn: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Anteil am Fürstentum Oberhessen, Amt Nidda und Lißberg, Gericht Burkhards
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Nidda
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Lißberg
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Schotten
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Schotten
  • 1938: Deutsches Reich, Land Hessen, Landkreis Büdingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Vogelsbergkreis

Altkreis:

Büdingen

Gericht:

  • 1821: Landgericht Schotten
  • 1879: Amtsgericht Schotten
  • 1968: Amtsgericht Nidda

Gemeindeentwicklung:

Am 1.12.1970 im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Stadtgemeinde Schotten als Stadtteil eingegliedert.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1577 zum Kirchspiel Wingershausen gehörig. 1626 Abtrennung der Gemeinde Busenborn von der Pfarrei Wingershausen und Zuteilung zu Breungeshain. 1630 selbständige Pfarrei.

Bekenntniswechsel:

Da bis 1626 Filial von Wingershausen, Einführung der Reformation vermutlich in den 1530er Jahren.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Erzdiözese Mainz, Archidiakonat des Propstes von St. Mariengreden in Mainz, Dekanat Friedberg, Sendbezirkt Wingershausen

Kultur

Schulen:

1630 Unterhaltung einer Schule und Errichtung der Pfarrstelle; wird noch vor 1648 aufgehoben; 1769 Neugründung der Pfarrei und Unterricht durch die Pfarrer; 1869 Trennung von Schul- und Pfarramt; 1910 einklassige Volksschule

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Busenborn, Vogelsbergkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10095> (Stand: 4.6.2025)