Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Historisches Ortslexikon
- Messtischblatt
- 4920 Armsfeld
- Moderne Karten
- Kartenangebot der Landesvermessung
- Topografische Karten
- KDR 100, TK25 1900 ff.
- Historische Karten
- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 40. Kellerwald
Brünchenhain
-
Gehöftgruppe · 314 m über NN
Gemarkung Jesberg, Gemeinde Jesberg, Schwalm-Eder-Kreis
- Siedlung ↑
-
Ortstyp:
Gehöftgruppe
-
Lagebezug:
16 km südwestlich von Fritzlar.
-
Lage und Verkehrslage:
Gutshof westlich des Haselborns am Rande des Staatsforstes Schönstein.
Zufahrt von der Straße Densberg - Jesberg.
-
Ersterwähnung:
1356
-
Siedlungsentwicklung:
1928 erfolgt die Auflösung des Gutsbezirks Brünchenhain und Eingemeindung des Grundstücks nach Jesberg.
-
Historische Namensformen:
- Brunechinhein, von (1356) [Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1I Nr. 630]
- Brunchenhain (1369)
- Brunichenhayn (1448)
- Brunchinheyn, zco (1453)
- Brünichenhayn (1477)
- Brunichenshagen (1537)
- Brungenhain (1540)
- Breunichenhain (um 1570)
- Brunchenhein (1576)
- Brennichenhain (1575/85)
- Brunichain (1575/85)
- Breunchenshain (1585)
- Brünchenhain (1613)
-
Bezeichnung der Siedlung:
- 1343: Höfe
- 1369, 1528: Hof
- 1575/85: Dorf
- 1626: Hof
- 1728: oberster und unterster Hof
-
Umlegung der Flur:
1883
-
Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3508122, 5652264
UTM: 32 U 508045 5650443
WGS84: 51.005502° N, 9.114659° O OpenLayers - Statistik ↑
-
Ortskennziffer:
63401004004
-
Flächennutzungsstatistik:
- 1885 (Hektar): 148, davon 76 Ackerland (= 51.35 %), 12 Wiesen (= 8.11 %), 49 Holz (= 33.11 %)
-
Einwohnerstatistik:
- Um 1570: 5 Hausgesesse
- 1731: 5 männliche, 5 weibliche Hausgesesse
- 1747: 4 Hausgesesse
- 1895: 19 Einwohner.
- Verfassung ↑
-
Verwaltungsbezirk:
- 1575/85: Amt Borken, niederes und peinliches Gericht von Löwenstein
- 1576: Gericht Schönstein
- 1731 und 1742: Amt Jesberg
- 1778: Amt Neukirchen
- 1807: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Marburg, Kanton und Friedensgericht Jesberg
- 1814: Kurfürstentum Hessen, Grafschaft Ziegenhain, Amt Neukirchen
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Homberg
- 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Homberg
- 1932: Kreis Fritzlar-Homberg
- 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis
-
Altkreis:
Fritzlar-Homberg
-
Gericht:
- 1821: Justizamt Homberg
- 1879: Amtsgericht Jesberg
- 1945: Amtsgericht Borken
- 1970: Amtsgericht Fritzlar
- Besitz ↑
-
Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- 1343 und 1350: Konrad von Linsingen verkauft die 2 Höfe Brünchenhain an die von Schomberg
- 1369: Die von Schomberg tragen Hof zu Brünchenhain den von Löwenstein zu Lehen auf; folgend Belehnungen bis 1532.
- 1486: Landgraf Wilhelm nimmt die von Schomberg auf Brünchenhain in Schutz.
- 1528: Kurt Schomberg Eigentümer des oberen Hofs, von ihm an den Homberger Patrizier Goßwin, dann an Johann Clauer gekommen.
- 1719: Erbauung des Herrenhauses; Mitte 19. Jahrhundert umgebaut.
- 1960: Rüstzeitenheim der kurhessischen evangelischen Kirche.
- Nach 30jährigem Krieg Neubegründung des unteren Hofs durch Dr. Jungmann.
- 1708: Besitzer Heinrich Dehn-Rothfelser, 1839 die Herren von Goddaeus.
- 1895: Verkauft an Freiherr Wilhelm von Minningerode, dann Dr. Benz, dann Dr. Wittern.
- Seit 1955 im Besitz von Karl August Korte (Stand 1980).
-
Zehntverhältnisse:
1448: Stift Fritzlar belehnt die von Linsingen mit Zehnten zu Brünchenhain, den vormals die von Schomberg hatten; folgend Belehnungen bis 1691.
- Kirche und Religion ↑
-
Pfarrzugehörigkeit:
1575/85: Brünchenhain Filiale von Jesberg.
1780 und später: Brünchenhain eingepfarrt nach Jesberg.
-
Bekenntniswechsel:
Da Filial von Jesberg, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Jesberger Pfarrer Johann Rode ab 1526.
- Nachweise ↑
-
Literatur:
- Zitierweise ↑
- „Brünchenhain, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4014> (Stand: 18.6.2019)

