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Historisches Ortslexikon

Wißmar

Ortsteil · 189 m über NN
Gemeinde Wettenberg, Landkreis Gießen 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

5,5 km nördlich von Gießen

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Lollar – Wetzlar („Kanonenbahn II“; „Lahntalbahn II“) (Inbetriebnahme der Strecke 18.10.1878) (bis Stilllegung der Strecke 1983).

Ersterwähnung:

778

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (780-802)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3477001, 5611209
UTM: 32 U 476936 5609404
WGS84: 50.636052° N, 8.673851° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

531018030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 5603, davon 2930 Wald
  • 1885 (Hektar): 1418, davon 488 Ackerland (= 34.41 %), 110 Wiesen (= 7.76 %), 713 Holzungen (= 50.28 %)
  • 1961 (Hektar): 1412, davon 735 Wald (= 52.05 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 150 Häuser, 728 Einwohner
  • 1836: 728 evangelische Einwohner
  • 1961: 3257, davon 2524 evangelisch (= 77.49 %), 657 katholisch (= 20.17 %)
  • 1970: 3741 Einwohner

Diagramme:

Wißmar: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 778: Lahngau (in pago Logenehe [...] in Widmare marca)
  • 1585: Grafschaft Nassau-Weilburg, Amt Gleiberg
  • 1787: Fürstentum Nassau-Weilburg, Grafschaft Nassau-Weilburg, Oberamt Atzbach, Amt Gleiberg
  • 1806-1815: Herzogtum Nassau, Amt Gleiberg
  • 1816: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar (Immediat-Gebiet)
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Wetzlar
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Wetzlar
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Wetzlar
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreisfreie Stadt Lahn
  • 1979: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1816: standesherrliches Justizamt Atzbach
  • 1849: Kreisgericht Wetzlar
  • 1879: Amtsgericht Wetzlar

Herrschaft:

1585: ganz zur Grafschaft Nassau-Weilburg

Gemeindeentwicklung:

1834 zur Bürgermeisterei Launsbach gehörig. Am 1.1.1977 zur neugegründeten Stadt Lahn, am 1. 8. 1979 Zusammenschluss mit Krofdorf-Gleiberg und Launsbach zur Gemeinde Wettenberg.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • (778) schenkt Erpo dem Kloster Lorsch 30 Morgen Land in Heuchelheim in der Wißmarer Mark. (788/789) schenkt Nitgoz fünf Morgen Acker in der Wißmarer Mark dem Kloster.
  • (780/802) schenken Dietrich und seine Frau Engiltrud dem Kloster Fulda Eigen zu Wißmar, ferner überträgt Altolf dem Kloster einen Bifang.
  • Stift Zelle (Schiffenberg) verfügt im 14. Jahrhundert über Pachteinnahmen (Römer, Einkünfteverzeichnisse).
Kirche und Religion

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation um 1526.

1548 von Wieseck versehen.

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Melchior Drappius vor 1571

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Wißmar, Landkreis Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10552> (Stand: 16.4.2025)