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Historisches Ortslexikon

Walldorf

Stadtteil · 107 m über NN
Gemeinde Mörfelden-Walldorf, Landkreis Groß-Gerau 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11,2 km nordöstlich von Groß-Gerau

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Frankfurt am Main/Sportfeld – (Darmstadt) – Worms ("Riedbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 24.11.1879).

Ersterwähnung:

1715

Siedlungsentwicklung:

1699 gegründet von vertriebenen Walldensern aus Piemont auf dem ehemaligen Isenburgischen Gundhof, der seit 1600 dem Landgraf von Hessen gehörte.

1962 Stadtrechtsverleihung

Am 1.1.1977 zur Gemeinde Waldfelden

Historische Namensformen:

  • Walldorf (1715)
  • Baldorff (1739)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

  • 1699 gegründet von vertriebenen Walldensern aus Piemont auf dem ehemaligen Isenburgischen Gundhof, der seit 1600 dem Landgraf von Hessen gehörte.
  • 1962 Stadtrechtsverleihung
  • Am 1.1.1977 zur Gemeinde Waldfelden

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3469742, 5540960
UTM: 32 U 469679 5539183
WGS84: 50.0042° N, 8.576883° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

433008020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 5562, davon 1381 Acker, 274 Wiesen, 3906 Wald
  • 1961 (Hektar): 1513, davon 958 Wald (= 63.32 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1829: 506 Einwohner
  • 1961: 9731, davon 6157 evangelisch (= 63.27 %), 2792 katholisch (= 28.69 %)
  • 1970: 12712 Einwohner

Diagramme:

Walldorf: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Obere Grafschaft Katzenelnbogen, Amt Kelsterbach
  • 1803: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Provinz Starkenburg, Amt Kelsterbach
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Kelsterbach
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Kelsterbach
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Langen
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Groß-Gerau
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Groß-Gerau
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Groß-Gerau
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Groß-Gerau
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Groß-Gerau
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Groß-Gerau

Altkreis:

Groß-Gerau

Gericht:

  • 1821: Landgericht Langen
  • 1879: Amtsgericht Langen
  • 1883: Amtsgericht Groß-Gerau

Gemeindeentwicklung:

1.4.1953: Umgemeindung der Wohnplätze Gundhof mit Gundwald (Teil) und Schlichter (4 Einw.) nach der Gemeinde Mörfelden

Kirche und Religion

Diakonische Einrichtung:

1946 – 1975 betreuen Diakonissen das Altersheim (Angaben basieren auf Mitteilungen des Zentralarchivs der EKHNZA in Darmstadt vom 01.07.2021); nach Röschen, Beschreibung der evangelischen Pfarreien des Großherzogtum Hessen von 1928 besteht seit 1923 eine kirchliche Schwesternstation mit einer Schwester, die von Frauenverein bezahlt wird; nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1, ein Kindergarten mit 3 Kräften

Bekenntniswechsel:

1699 Gründung einer französisch-reformierten Pfarrei.

Erster evangelischer Pfarrer: Jacques Papon 1699-1714

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit acht Klassen, drei Schulhäuser von 1863,1884, 1908

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Walldorf, Landkreis Groß-Gerau“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13747> (Stand: 27.3.2026)