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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 6. Gladenbach

Weitere Informationen

Bischoffen

Ortsteil · 265 m über NN
Gemeinde Bischoffen, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

12 km südöstlich von Dillenburg

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss in Talmündungslage. Kirche in Ortsmitte (Niederung). Moderne Bebauung hangaufwärts nach Osten und Südosten.

Die B 255, von Bischoffen bis Niederweidbach im Zuge der alten Köln - Leipziger Messestraße, führt am Südrand des Ortes vorbei (früher durch Ortsmitte); Abzweigung nach Günterod (Landesstraße L3049) und 500 m westlich des Orts Abzweigung der Kreisstraße K57 (nach Altenkirchen).

Bahnhof der Eisenbahnlinie Weimar/Niederwalgern – Herborn ("Aar-Salzböde-Bahn") (Inbetriebnahme der Strecke 1.8.1902).

Ersterwähnung:

1299

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Umlegung der Flur:

1871, 1886

Älteste Gemarkungskarte:

ca. 1830

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3461021, 5619009
UTM: 32 U 460962 5617202
WGS84: 50.705316° N, 8.447157° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532002010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1629: 12 einspännige Ackerländer, 2 Einläufige. (Hessen); 7 einspännige Ackerländer, 1 Einläufige. (Solms); 2 einspännige Ackerländer, 2 Einläufige. (Hessen und Solms gemeinsam). 1867 (Erwerbspersonen): 177 Landwirtschaft, 1 Forstwirtschaft, 6 Bergbau und Hüttenwesen, 32 Gewerbe und Industrie, 3 Verkehr, 1 Gesundheitspflege, 1 Erziehung und Unterricht, 2 Gemeindeverwaltung, 1 Personen ohne Berufsausübung.
  • 1854 (Morgen): 2673, davon 832 Acker, 357 Wiesen, 1399 Wald. 1885 (Hektar): 667, davon 338 Ackerländer, 59 Wiesen, 210 Holz. 1961 (Hektar): 667, davon 333 Wald (= 49.93 %)
  • 1885 (Hektar): 667, davon 338 Ackerland (= 50,67 %), 59 Wiesen (= 8,85 %), 210 Holzungen (= 31,48 %)
  • 1961 (Hektar): 667, davon 333 Wald (= 49.93 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1577: 27 Hausgesesse
  • 1629: 26 Hausgesesse (errechnet)
  • 1677: 24 Männer, 7 Beisassen, 6 Witwen, 9 Jungmannschaften
  • 1742: 83 Haushalte
  • 1830: 390 evangelische Einwohner
  • 1885: 449, davon 449 evangelisch (= 100 %), 0 katholisch
  • 1961: 1056, davon 864 evangelisch (= 81.82 %), 149 katholisch (= 14.11 %)
  • 1970: 1109 Einwohner
  • 1970: 2978 Einwohner

Diagramme:

Bischoffen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1356: Zent Altenkirchen
  • 1464: Amt Königsberg
  • 1569 und später: Gericht Altenkirchen, Amt Königsberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Königsberg
  • 1821-1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Gladenbach
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Biedenkopf
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf (Umbenennung)
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Dillenburg
  • 1933: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Biedenkopf
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Biedenkopf

Gericht:

  • vor 1821: Amt Königsberg
  • 1821: Landgericht Gladenbach
  • 1867: Amtsgericht Gladenbach
  • 1968: Amtsgericht Biedenkopf (Zweigstelle Gladenbach)

Herrschaft:

Im Zuge des solmsischen Teilungsvertrages des Jahres 1432 kommt Bischoffen an Graf Johann von Solms (Solmser Urkunden 1 Nr. 996).

Gemeindeentwicklung:

Zur Entwicklung der im Zuge der hessischen Gebietsreform neu gebildeten Gemeinde s. Bischoffen, Gemeinde. Sitz der Gemeindeverwaltung ist Bischoffen.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1465 verfügen die Landgrafen über 3, die Grafen von Solms ebenso über 3 dienstbare Pflüge in Bischoffen
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1577: nach Altenkirchen eingepfarrt

1618: Pfarrei Altenkirchen

Seit 1827: Filiale von Niederweidbach

1954: Hilfspredigerstelle der Pfarrei Niederweidbach in Bischoffen

Seit 1882: Entstehen einer Freien Evangelischen Gemeinde; 1926 Bau eines Gemeindehauses

Bekenntniswechsel:

Da bis 1817 Filial von Altenkirchen, Einführung der Reformation vermutlich ab 1526.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1606(?), 1624 wieder lutherisch.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Bischoffen, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/8018> (Stand: 29.4.2024)