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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 67. Friedewald

Weitere Informationen

Unterneurode

Ortsteil · 286 m über NN
Gemeinde Philippsthal (Werra), Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

14,5 km östlich von Bad Hersfeld

Lage und Verkehrslage:

Kleines Dorf mit einfachem regellosem Grundriss und lockerer Gehöftanordnung am Stärkelsbach, einem linken Zufluss der Werra. Am Rande des Orts verläuft parallel zum Bach die Bundesstraße 62.

Ersterwähnung:

1329

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1329)
  • Hof (1553, 1747)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Umlegung der Flur:

1905

Älteste Gemarkungskarte:

1710

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3564299, 5636780
UTM: 32 U 564199 5634965
WGS84: 50.862804° N, 9.912235° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

632016060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 78, davon 55 Acker (= 70.51 %), 14 Wiesen (= 17.95 %), 0 Holzungen
  • 1961 (Hektar): 110, davon 0 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1673: 3 Hausgesesse
  • 1747: 9 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1775: 10 Häuser mit 55 Menschen
  • 1885: 101, davon 73 evangelisch (= 72.28 %), 0 katholisch, 28 andere Christen (= 27.72 %)
  • 1961: 179, davon 157 evangelisch (= 87.71 %), 19 katholisch (= 10.61 %)
  • 1970: 175

Diagramme:

Unterneurode: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1553/1585: Landgrafschaft Hessen, Amt Friedwald, Gerichtsstuhl Friedewald
  • 1651: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Vogtei Creuzberg
  • 1747: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Vogtei Creuzberg
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Fürstentum Hersfeld, Vogtei Creuzberg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Vogtei Creuzberg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Friedewald
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hersfeld, Vogtei Creuzberg (zuletzt Amt Friedewald)
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hersfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hersfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hersfeld-Rotenburg

Altkreis:

Hersfeld

Gericht:

  • vor 1822: Amt Landeck
  • 1822: Justizamt Friedewald
  • 1832: Justizamt Friedewald
  • 1833: Justizamt Schenklengsfeld
  • 1879: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • vor 1945: Amtsgericht Schenklengsfeld
  • 1945: Amtsgericht Bad Hersfeld

Herrschaft:

1553 hat der Landgraf von Hessen die hohe Obrigkeit in beiden Höfen Neurode inne, zuständig ist das Gericht Friedewald. Die Einkünfte gingen an das Kloster Creuzberg. Mitte des 17. Jahrhunderts werden die Höfe der hessischen Vogtei Creuzberg eingegliedert.

Gemeindeentwicklung:

Bei der Bildung der Gemeinde Unterneurode im Jahre 1943 wurde Oberneurode eingegliedert, das bis dahin zu Lautenhausen gehörte. Am 1.8.1972 wurde Unterneurode im Zuge der hessischen Gebietsreform neben anderen Gemeinden als Ortsteil der Gemeinde Philippsthal (Werra) eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Kloster Kreuzberg als Tochterkloster der Reichsabtei Hersfeld
  • 1329 bekennen Abt Ludwig, Dekan Meinhard und der Konvent in Hersfeld, dass sie auf Bitten ihrer Burgmänner, der Brüder Ludwig und Albrecht von Krayenberg (Creyginberg), ihre sämtlichen vom Stift Hersfeld zu Lehen gehenden Güter u.a. im Dorf Neuenrode den Nonnen in Kreuzberg übereignet haben.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1775 nach Ausbach im Amt Landeck eingepfarrt, das 1872 Filial von Ransbach ist. In den 1920er Jahren kommt Unterneurode zu Ransbach, 1958 zum neu errichteten Kirchspiel Heimboldshausen

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Unterneurode, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3291> (Stand: 16.6.2026)