Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
6319 Erbach
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 27. Erbach

Weitere Informationen

Unter-Mossau

Ortsteil · 317 m über NN
Gemeinde Mossautal, Odenwaldkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

5 km westlich von Erbach

Lage und Verkehrslage:

Offenes Dorf mit regellosem Grundriss entlang des Mussaubaches bei einseitiger Tallage.

Ersterwähnung:

1426

Siedlungsentwicklung:

Der Ort gilt 1650 als ausgestorben.

Historische Namensformen:

  • Nyddern Mossauwe (1426)
  • Unter Mosaue (16. Jahrhundert)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3495020, 5501515
UTM: 32 U 494947 5499754
WGS84: 49.650309° N, 8.929997° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

437012060

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 4002, davon 1441 Acker, 356 Wiesen, 2137 Wald
  • 1961 (Hektar): 1000, davon 467 Wald (= 46.70 %)

Einwohnerstatistik:

  • 16. Jahrhundert: 21 wehrfähige Männer
  • 1650: ausgestorben
  • 1829: 415 Einwohner
  • 1961: 482, davon 423 evangelisch (= 87.76 %), 46 katholisch (= 9.54 %)
  • 1970: 530 Einwohner

Diagramme:

Unter-Mossau: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Erbach-Fürstenau, Amt Fürstenau
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Fürstenau (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Fürstenau (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Erbach
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis

Altkreis:

Erbach

Gericht:

  • Zentgericht Michelstadt
  • 1820: standesherrliches Amt Fürstenau
  • Mai 1822: Landgericht Beerfelden
  • September 1822 bis 1853: Landgericht Freienstein in Beerfelden
  • 1853: Landgericht Michelstadt
  • 1879: Amtsgericht Michelstadt

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur Gemeinde Mossautal

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1806 gelangt Unter-Mossau mit dem Erbachisch-Fürstenauischen Amt Fürstenau an das Großherzogtum Hessen.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Im 16. Jahrhundert gehört Unter-Mossau zunächst zu Ober-Mossau. 1557 kommt es nach Aufhebung der Pfarrei Ober-Mossau an Güttersbach.

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Ober-Mossau, Einführung der Reformation vermutlich 1542 durch die Grafen von Erbach.

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Klassen, zwei Schulhäuser von 1831 und 1881

Wirtschaft

Mühlen:

Abgaben eines Müllers im 16. Jahrhundert erwähnt. Papiermühle und Daum-Mühle im Bereich des Ortes.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Unter-Mossau, Odenwaldkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/14042> (Stand: 29.4.2024)