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Historisches Ortslexikon

Stockhausen

Stadtteil · 150 m über NN
Gemeinde Leun, Lahn-Dill-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13 km westlich von Wetzlar

Lage und Verkehrslage:

An der Mündung des Grundbaches in die Lahn gelegen. Kirche in zentraler Lage.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Wetzlar – Nassau ("Lahntalbahn III") seit 1862 (Inbetriebnahme der Strecke 10.1.1863).

Endbahnhof der Eisenbahnlinie Leun/Stockhausen – Greifenstein/Beilstein ("Ulmtalbahn") (Inbetriebnahme der Strecke 1.9.1921) bis zur Stilllegung der Strecke am 1.2.1988.

Ersterwähnung:

1245

Historische Namensformen:

  • Stockhausen (1245) [Abschrift 16. Jahrhundert, Fürst zu Solms-Braunfels'sches Archiv, Repertorium 1577 Johannes Hayl A1, S. 319]

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3452069, 5601152
UTM: 32 U 452014 5599352
WGS84: 50.544132° N, 8.322748° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

532016040

Flächennutzungsstatistik:

  • 1834 (Morgen): 1498, davon 731 Wald
  • 1885 (Hektar): 391, davon 128 Ackerland (= 32.74 %), 49 Wiesen (= 12.53 %), 178 Holzungen (= 45.52 %)
  • 1961 (Hektar): 748, davon 443 Wald (= 59.22 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 232 evangelische Einwohner
  • 1961: 645, davon 554 evangelisch (= 85.89 %), 79 katholisch (= 12.25 %)
  • 1970: 756 Einwohner

Diagramme:

Stockhausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Fürstentum Solms-Braunfels, Anteil der Grafschaft Solms, Amt Greifenstein
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Greifenstein
  • 1816: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Braunfels
  • 1822: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1815: standesherrliches Justizamt Greifenstein
  • 1849: Kreisgericht Wetzlar (Gerichtskommission Ehringshausen)
  • 1879: Amtsgericht Braunfels
  • 1968: Amtsgericht Wetzlar

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 wurde Biskirchen im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Stadtgemeinde Leun eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1245 verpfändet Wittekind von Merenberg seinen Verwandten, den Grafen Heinrich und Marquard von Solms, die Fischerei in Biskirchen und Eigenleute in Hofhausen und Stockhausen.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Sendbezirk Biskirchen

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Biskirchen, Einführung der Reformation vermutlich um 1550.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Stockhausen, Lahn-Dill-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/7953> (Stand: 29.4.2024)