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Historisches Ortslexikon

Stierstadt

Stadtteil · 173 m über NN
Gemeinde Oberursel (Taunus), Hochtaunuskreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

Stierstadt liegt 5,6 km südwestlich von Bad Homburg.

Lage und Verkehrslage:

Der Ort liegt 2,1 km südlich von Oberursel.

Ersterwähnung:

791

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (791)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3470244, 5560897
UTM: 32 U 470181 5559113
WGS84: 50.183461° N, 8.582332° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

434008030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 534, davon 269 Acker (= 50.37 %), 66 Wiesen (= 12.36 %), 159 Holzungen (= 29.78 %)
  • 1961 (Hektar): 534, davon 172 Wald (= 32.21 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 778, davon 39 evangelisch (= 5.01 %), 739 katholisch (= 94.99 %)
  • 1961: 2612, davon 789 evangelisch (= 30.21 %), 1686 katholisch (= 64.55 %)
  • 1970: 3528

Diagramme:

Stierstadt: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 791: Niddagau (in pago Nitachgouue)
  • 798: Wettereiba (in pago Wetereiba)
  • 800: Niddagau (in pago Nitachgouue)
  • 821: Niddagau (in pago Nitachgouue)
  • 1787: Kurfürstentum Mainz, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Oberursel
  • 1803: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt Höchst und Königstein, Amtsvogtei Oberursel
  • 1806: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk IX (Kreisamt Höchst)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Königstein
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis
  • 1919: Hilfskreis Königstein in der französischen Besatzungszone
  • 1928: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Obertaunuskreis
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Hochtaunuskreis

Altkreis:

Obertaunuskreis

Gericht:

  • 1816: Amt Königstein
  • 1849: Justizamt Königstein
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Königstein
  • 1867: Amtsgericht Königstein
  • 1879: Amtsgericht Bad Homburg v. d. Höhe

Gemeindeentwicklung:

Am 1.4.1972 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingliederung von Oberstedten, Oberursel (Taunus), Stierstadt und Weißkirchen in die neu gebildeten Stadtgemeinde Oberursel.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1191 nimmt Erzbischof Konrad von Mainz das Kloster Retters nach dem Vorbild Erzbischof Heinrichs in seinen Schutz und bestätigt seinen Besitz u.a. in Stierstadt
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Ab 1351 zur Pfarrei Oberursel gehörig.

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Oberursel, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Oberurseler Pfarrer Dietrich Sartorius um 1525.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1563 mit der Einführung der Pfalz-Zweibrücker Kirchenordnung

Katholischer Bekenntniswechsel: 1604

Kultur

Schulen:

1700 Lehrer Johann Jodocus Wiegand; begründer der Lehrerdynastie im Ort; 1703 Errichtung eines neuen Schulhauses in Stierstadt; 1819 Industrielehrerin für Mädchen (Unterricht in Hauswirtschaft und Handarbeiten); 1846 Bau einer neuen Schule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mühlen:

Wiesenmühle (im nordwestlichen Stadtgebiet in Richtung Weißkirchen gelegen)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Stierstadt, Hochtaunuskreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11486> (Stand: 13.7.2022)