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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 7. Allendorf

Weitere Informationen

Stangenrod

Stadtteil · 327 m über NN
Gemeinde Grünberg, Landkreis Gießen 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

3 km nördlich von Grünberg

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriß am West-Hang eines nach Norden ziehenden Bergrückens. Im Nordosten, auf kleiner Kuppe ('Alte Warte') Kirche.

Straßenverbindung nach Weitershain, Lehnheim, Grünberg und Beltershain

Ersterwähnung:

1320

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

  • In der Gemarkung: Flurname Galgenberg

Älteste Gemarkungskarte:

1928

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3497758, 5609063
UTM: 32 U 497684 5607259
WGS84: 50.617211° N, 8.967269° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

531006110

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1674, davon 1092 Acker, 278 Wiesen, 128 Wald
  • 1961 (ha): 418, davon 38 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1577: 21 Hausg.
  • 1630: 11 zweispänn., 10 einspänn. Ackerl., 3 Einl.
  • 1677: 22 Hausg., davon 3 freie
  • 1742: 1 Geistl./Beamte, 41 Untert., 12 Junge Mannsch, 7
  • 1804: 260 Einwohner
  • 1834: 314 Einwohner
  • 1885: 306 Einwohner
  • 1925: 346 Einwohner
  • 1939: 374 Einwohner
  • 1950: 534 Einwohner
  • 1961: 447 Einwohner
  • 1830: 326 evangelische Einwohner 1961: 364 evangelische, 58 römischkatholische Einwohner
  • 1961 (Erwerbspers.): 97 Land- u. Forstwirtsch., 82 Prod. Gewerbe, 22 Handel, Verkehr u. Nachrichtenübermittlung, 15 Dienstl. u. Sonstige

Diagramme:

Stangenrod: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1391 und später: Landgrafschaft Hessen, Landgericht Grünberg
  • 1567-1604: Landgrafschaft Hessen-Marburg; Amt Grünberg; 1604 an Hessen-Darmstadt
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Grünberg, Landgericht Grünberg
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Grünberg
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Grünberg
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Grünberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Gießen
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Grünberg
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gießen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Gießen
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis
  • 1979: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen

Altkreis:

Gießen

Gericht:

  • 1821: Landgericht, seit 1879: Amtsgericht Grünberg

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1970 Eingemeindung zur Stadt Grünberg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1320 überlassen die Witwe Irmengard Kremers und ihre Söhne dem Deutschen Haus bei Marburg einen Hof vor dem Stangenroder Tor.
  • Mitte 14. Jahrhundert hat das Stift St. Johann zu Mainz Einkünfte von 21 Morgen Ackerland und 1 Morgen Wiesen zu Stangenrod (Würdtwein, Dioecesis Moguntina 3 S. 365).
  • Ende des 15. Jahrhunderts hat Kloster Wirberg ein Gut in Rüddingshausen (Eckhardt, Die oberhessischen Klöster 3, 1 Nr. 1244, 1248).
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Nach kopialer Überlieferung (XVIII. Jahrhundert) 1220 Weihe der Kirche [Chronik Grünberg, S. 204]

Patrozinien:

  • Maria; Katharina; Jacobus

Pfarrzugehörigkeit:

1525 Filiale von Flensungen [Eckhardt, Die oberhessischen Klöster 3, 1 Nr. 838].

1577 und später bei Grünberg eingepfarrt

1900: Filiale von Grünberg

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Grünberg, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Grünberger Pfarrer Johannes Mengel ab 1526.

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule, Schulhaus von 1901

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Stangenrod, Landkreis Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10479> (Stand: 29.4.2024)