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Historisches Ortslexikon

Sichertshausen

Ortsteil · 169 m über NN
Gemeinde Fronhausen, Landkreis Marburg-Biedenkopf 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13 km südlich von Marburg

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss auf nach Westen auslaufendem Hang am linken Ufer der Zwester Ohm. Kirche am Ost-Rand des Ortes. Lineare Bebauung im nördlichen und südlichen Ortsbereich entlang der B 3 sowie hangaufwärts nach Osten. Moderne Wohnsiedlung im Süden.

Durch den Ort führt die B 3 im Zuge der alten Landstraße Frankfurt-Bremen bzw. Kassel

Ersterwähnung:

1237

Historische Namensformen:

Umlegung der Flur:

1914/16

Älteste Gemarkungskarte:

1755/56

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3480408, 5617565
UTM: 32 U 480341 5615758
WGS84: 50.693313° N, 8.721672° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

534009070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1838 (Kasseler Acker): 55 stellbares Land, 103 Wiesen, 70 Triesche, 772 Wald, davon 762 gemeinsam mit Nordeck. 1885 (Hektar): 379, davon 134 Ackerl., 27 Wiesen, 193 Holz
  • 1885 (Hektar): 379, davon 134 Acker (= 35.36 %), 27 Wiesen (= 7.12 %), 193 Holzungen (= 50.92 %)
  • 1961 (Hektar): 379, davon 190 Wald (= 50.13 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1577: 22 hausgesessene 1681: 23 hausgesessene 1767: 179 Einwohner 1838: 293, 1885: 304, 1925: 345, 1939: 341, 1950: 481, 1961: 352 Einwohner - 1861: 310 evangelisch-lutherischEinwohner 1961: 328 evangelisch, 15 römisch-katholischEinwohner - 1767: 3 Wirte und Branntweinbrenner, 5 Bierbrauer, 2 Schmiede, 2 Wagner, 16 Weißbinder, 9 Korbmacher, 2 Dachdecker, 2 Spinnerinnen, 1 Druckern, 1 Tagelöhner. 1838 (Familien): 36 Ackerbau, 11 Gewerbe, 3 Tagelöhner 37 nutzungsberechtigte, 12 nicht nutzungsberechtigte Ortsbürger, 2 Beisitzer. 1961 (Erwerbspersonen): 84 Land- und Forstwirtschaft, 69 Produzierendes Gewerbe, 18 Handel und Verkehr, 11 Dienstl. und Sonstiges
  • 1885: 304, davon 296 evangelisch (= 97.37 %), 1 katholisch (= 0.33 %), 7 andere Christen (= 2.30 %)
  • 1961: 352, davon 328 evangelisch (= 93.18 %), 15 katholisch (= 4.26 %)

Diagramme:

Sichertshausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1237: Gfsch. Ruchesloh. 1577: Gericht Treis/L.; Gericht und Peinlichkeit haben die Schutzbar genannt Milchling. 1648 ist S. Allod der Frh. von Burgmilchling. Seit 1786: Gericht Ebsdorf
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Marburg, Kanton Ebsdorf
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Marburg
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Marburg
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Marburg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Marburg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg-Biedenkopf

Altkreis:

Marburg

Gericht:

  • 1821: Justizamt Fronhausen
  • 1867: Amtsgericht Fronhausen
  • 1948: Amtsgericht Marburg

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 als Ortsteil nach Fronhausen eingemeindet.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1577 und später: Filiale von Treis/L.; seit 1905: Filiale von Hassenhausen

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Treis/L., Einführung der Reformation vermutlich um 1530.

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Sendbezirk Treis/L.

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Sichertshausen, Landkreis Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9326> (Stand: 29.3.2022)