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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 28. Michelstadt

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Seckmauern

Ortsteil · 160 m über NN
Gemeinde Lützelbach, Odenwaldkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

17 km nordöstlich von Erbach

Lage und Verkehrslage:

Offenes Dorf mit regellosem Grundriss am Steinbach im Buntsandsteingebiet bei getrennter doppelseitiger Tallage.

Ersterwähnung:

1247

Siedlungsentwicklung:

Römerkastell 1 km nördlich des Ortskerns auf einer Anhöhe

Historische Namensformen:

  • Sickinmuren (1247)
  • Seckenmuren (1366)
  • Seckmuren (1408)
  • Seckmauren (16. Jahrhundert)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3508686, 5516874
UTM: 32 U 508608 5515107
WGS84: 49.788359° N, 9.11958° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

437010050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 1978, davon 851 Acker, 101 Wiesen, 934 Wald
  • 1961 (Hektar): 591, davon 257 Wald (= 43.49 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1829: 649 Einwohner
  • 1961: 1350, davon 564 evangelisch (= 41.78 %), 775 katholisch (= 57.41 %)
  • 1970: 1488 Einwohner

Diagramme:

Seckmauern: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Erbach-Schönberg, Herrschaft Breuberg (halb), die andere Hälfte gehörte zum Fürstentum zu Löwenstein-Wertheim-Rochefort, Cent Lützelbach
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Breuberg (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Breuberg (zur Standesherrschaft Löwenstein-Wertheim gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Breuberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Neustadt
  • 1874: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis

Altkreis:

Erbach

Gericht:

  • Zentgericht Lützelbach
  • 1820: standesherrliches Amt Breuberg
  • 1822: Landgericht Höchst
  • 1879: Amtsgericht Höchst

Gemeindeentwicklung:

Am 1.2.1971 zur Gemeinde Steinbachtal

Am 1.8.1972 zur Gemeinde Lützelwiebelsbach

Am 1.7.1973 zur umbenannten Gemeinde Lützelbach

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Im 13. Jahrhundert Mainzische Güter. 1366 gehört das Dorf den Grafen von Wertheim. 1408 hat Henne Starkerad Güter von Graf Johann von Wertheim zu Lehen.
  • 1806 gelangt der Ort mit der Breubergischen Zent Lützelbach an das Großherzogtum Hessen.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1455: Kapelle mit regelmäßigem Gottesdienst

Patrozinien:

  • Margaretha

Pfarrzugehörigkeit:

Mutterkirche ist Wörth, seit der Reformation Vielbrunn. Eigene Pfarrei seit 1621 mit den Filialen Haingrund, Lützelbach und Breitenbrunn.

Patronat:

Patronatsherren waren die Herren von Erbach-Schönberg und von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg.

Diakonische Einrichtung:

Umbau der alten Pfarrscheune 1925 in ein Gemeindehaus mit Schwesternstation und Kindergarten; Aufgabe „im Laufe der Zeit“. 750 Jahre Seckmauern, S. 54; nach Röschen, Beschreibung der evangelischen Pfarreien des Großherzogtum Hessen von 1928 eine Gemeindepflegestation mit zwei Schwestern für Krankenpflege und die Kleinkinderschule; das 1924 umgebaute Gemeindehaus beherbergt neben der Schwesternwohnung, den Kindergarten und einen Ambulanzraum; nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1, in Lützel-Wibelsbach, Teil von Seckmauern, eine Schwesternstation mit 1 und ein Kindergarten mit 2 Kräften

Bekenntniswechsel:

Da bis 1621 Filial von Vielbrunn, Einführung der Reformation vermutlich unter den Grafen von Wertheim ab 1526.

Erster eigener evangelischer Pfarrer: Philipp Enlin 1621-1634

Kirchliche Mittelbehörden:

Archidiakonat St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, Landkapitel Montat

Kultur

Schulen:

1910 Volksshule mit drei Klassen, Schulhaus aus den 1890er Jahren

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Seckmauern, Odenwaldkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/14037> (Stand: 27.3.2026)