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Historisches Ortslexikon

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4922 Homberg (Efze)
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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 42. Homberg

Roppershain

Stadtteil · 220 m über NN
Gemeinde Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

3,7 km westlich von Homberg (Efze).

Lage und Verkehrslage:

Regelloses Straßendorf auf leichtem, von Osten zum Jordanbach ziehenden Hang. Die Siedlung folgt einer Abzweigung von der Straße Verna - Lembach und einer von Caßdorf auf diese Abzweigung treffenden Straße. Hof im Nordosten außerhalb des Ortes an der Straße nach Lembach.

Abzweigung von der Straße Verna - Lembach und eine von Caßdorf auf diese Abzweigung treffende Straße.

Ersterwähnung:

1238

Siedlungsentwicklung:

1928 erfolgt die Eingemeindung des aufgelösten Gutsbezirks Lembach.

Ab 31.12.1971 Stadtteil von Homberg (Efze).

Historische Namensformen:

  • Ruprechteshagen (1238) (Klosterarchive 5: Kloster Haina, Band 1 Nr. 102)
  • Ruprachtishagen (1255)
  • Ruprechtishayn (1367)
  • Rupershain (1398)
  • Rupershagen (1431) (GR Freudenthal)
  • Ruppershayn, zcue (1474)
  • Ruppirßhayn, zu (1487)
  • Ruprachtishaine, im (1489)
  • Ruppershain (1528) (Lehenrev. v. Lehrbach)
  • Ruppershagen (1547)
  • Ruorechtishain (1562)
  • Roppershain (1575/85)

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1489: Hof.
  • 1547: Dorf.

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

  • Wüstung Grebendorf,
  • Wüstung Struth.

Burgen und Befestigungen:

Umlegung der Flur:

1873

Älteste Gemarkungskarte:

1756

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3524846, 5655255
UTM: 32 U 524762 5653433
WGS84: 51.031909° N, 9.353131° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

634009170

Flächennutzungsstatistik:

  • 1742 (Kasseler Acker): 368 Land, 89 Wiesen.
  • 1885 (Hektar): 146, davon 107 Acker (= 73.29 %), 26 Wiesen (= 17.81 %), 3 Holzungen (= 2.05 %)
  • 1961 (Hektar): 148, davon 0 Wald

Einwohnerstatistik:

  • 1575/85: 11 Hausgesesse.
  • 1742: 17 Häuser. 1747: 16 Hausgesesse. 1773: 94 Einwohner.
  • 1834: 343, 1885: 306 Einwohner.
  • 1861: alle Einwohner evangelisch-reformiert.
  • 1885: 158, davon 158 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1925: 362, 1939: 198, 1950: 264, 1961: 231 Einwohner.
  • 1961 (Erwerbspersonen): 42 Land- und Forstwirtschaft, 47 Produzierendes Gewerbe, 10 Handel und Verkehr, 6 Dienstleistungen und Sonstiges.
  • 1961: 231, davon 202 evangelisch (= 87.45 %), 29 katholisch (= 12.55 %)

Diagramme:

Roppershain: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1575/85: Amt Homberg
  • 1587: Gericht am Wald
  • 1735: Roppershain gehört zum Gericht von Major von Holwegen zu Gilserhof, dem Johann Friedrich von Brink folgt
  • 1742: Amt Homberg
  • 1807: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton und Friedensgericht Homberg
  • 1814: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Homberg
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Homberg
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fritzlar
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Homberg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Homberg
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis:

Fritzlar-Homberg

Gericht:

  • Zum Amtsgericht Borken gehörig.
  • vor 1822: Amt Homberg
  • 1822: Landgericht Homberg
  • 1832: Justizamt Borken
  • 1867: Amtsgericht Borken
  • 1968: Amtsgericht Fritzlar (Zweigstelle Borken)
  • 1970: Amtsgericht Fritzlar

Herrschaft:

1369 und kurz nach 1376: Die von Homberg haben die "iurisdictio inferior" zu Roppershain als hessisches Lehen.

1427: Nach Aussterben der von Homberg sind deren Erben, die von Baumbach und von Hornsberg, Inhaber des Lehens.

1431: Reinhard von Baumbach verschreibt Renten aus seinem Dorf Roppershain.

Vor 1445: Hermann von Hornsberg verkauft seinen Anteil an Roppershain an den Homberger Bürger Goswin, der ihn 1445 der Kartause Eppenberg überlässt.

1478: Kartause Eppenberg versetzt Roppershain dem Landgr

Gemeindeentwicklung:

1.1.1935: Umgemeindung eines Teils von Roppershain nach Lembach

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1238: Heinrich von Uttershausen ist Inhaber des Reichenbacher Lehen zu Roppershain.
  • 1255: Derselbe soll nach Tod seines Vaters Einkünfte zu Roppershain erhalten.
  • 1474: Johann Rückersfeld entrichtet der Anna Welter, Nonne zu Homberg, einen Zins vom Gut zu Roppershain.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kleine Kapelle Ende 18. Jahrhundert abgebrochen.

Patronat:

1569: nach Berge eingepfarrt.

1575/85: Filiale von Berge.

1747-1936: eingepfarrt nach Berge.

Seit 1936: als Filiale zu Caßdorf.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Roppershain, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4214> (Stand: 29.3.2022)