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Historisches Ortslexikon

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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 6. Gladenbach

Römershausen

Stadtteil · 320 m über NN
Gemeinde Gladenbach, Landkreis Marburg-Biedenkopf 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

3,5 km nordwestlich Gladenbach.

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit regellosem Grundriss in Talmündungslage auf einem nach Süden auslaufenden Bergrücken.

Straßenverbindung nach Weidenhausen beziehungsweise Bad Endbach und nach Rachelshausen beziehungsweise Runzhausen.

Ersterwähnung:

1334

Historische Namensformen:

  • Reymershusen, van (1340)
  • Rameshaußen (1344)
  • Remmerßhaußen (1630)

Umlegung der Flur:

1952/1956

Älteste Gemarkungskarte:

1828

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3467104, 5626741
UTM: 32 U 467043 5624930
WGS84: 50.775195° N, 8.532574° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

534010100

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2462, davon 1063 Acker (= 43.18 %), 317 Wiesen (= 12.88 %), 1028 Wald. (= 41.75 %)
  • 1885 (Hektar): 617, davon 169 Ackert. (= 27.39 %), 84 Wiesen (= 13.61 %), 313 Holz. (= 50.73 %)
  • 1961 (Hektar): 617, davon 319 Wald (= 51.70 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1502: 17 Männer. 1577: 39 Hausgesesse 1630: 35 Untertanen. 1677: keine Angaben. 1742: 11 Haushalte 1834: 253, 1885: 260, 1925: 337, 1939: 359, 1950: 498, 1961: 365 Einwohner. 1830: 243 evangelische Einwohner. 1961: 317 evangelische, 25 römisch-katholische Einwohner. 1630: 8 zweispännige, 7 einspännige Ackerländer, 20 Einläufige. 1867 (Erwerbspersonen): 80 Landwirtschaft, 4 Bergbau und Hüttenwesen, 16 Gewerbe und Industrie, 1 Handel, 1 Erziehung und Unterricht. 1961 (Erwerbspersonen): 99 Land- und Forstwirtschaft, 88 produzierendes Gewerbe, 9 Handel- und Verkehr, 13 Dienstleistungen und sonstiges.
  • 1885: 256 evangelisch, 4 katholisch
  • 1961: 365, davon 317 evangelisch (= 86.85 %), 25 katholisch (= 6.85 %)

Diagramme:

Römershausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Um 1400: Gericht, 1586 und später: Untergericht Gladenbach
  • 1821-1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Gladenbach
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Biedenkopf
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Biedenkopf
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf (Umbenennung)
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Dillenburg
  • 1933: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Biedenkopf
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Biedenkopf
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Marburg-Biedenkopf

Altkreis:

Biedenkopf

Gericht:

  • 1821: Landgericht Gladenbach
  • 1867: Amtsgericht Gladenbach

Gemeindeentwicklung:

Am 1.7.1974 wurde Römershausen im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Stadtgemeinde Gladenbach als Stadtteil eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1344 ist der Zehnte falkensteinisches Lehen der von Bicken. 1577 gehört der Zehnte zur Hälfte den von Heydwolf, 3 Viertel der anderen Hälfte Wigand Happels Witwe; das restliche Viertel steht dem Hofmeister Johann von Linsingen zu. 1577 haben der Deutsche Orden Marburg und die von Dernbach Güterbesitz in Römershausen, der jeweils von 5 Beständern bewirtschaftet wird. Begütert sind 1577 ferner: die Ganerbengemeinschaft der von Rollshausen und von Schwalbach, die Universität Marburg und die Rode (jeweils l Beständer)
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kirche 1354 genannt (Baur I Nr. 786 Anm.)

Pfarrzugehörigkeit:

Filialkirche, die 1577 und später nach Gladenbach eingepfarrt ist. Seit 1900 Filiale von Weidenhausen

Seit 1839: Entstehen einer Freien Evangelischen Gemeinde; Anschluss an Weidenhausen nach dem Zweiten Weltkrieg

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Gladenbach, Einführung der Reformation vermutlich ab 1526.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1606, 1624 wieder lutherisch

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Sendbezirk Gladenbach

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Wirtschaft:

1703 befand sich am nordwestlich Ortsrand eine Mahlmühle im Besitz des Johann Adam Hans. 1830 und 1854: Einwohner. verfertigen viel Strickwaren

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Römershausen, Landkreis Marburg-Biedenkopf“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/9536> (Stand: 29.4.2024)