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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 27. Erbach

Weitere Informationen

Reichenbach

Ortsteil · 200 m über NN
Gemeinde Lautertal (Odenwald), Landkreis Bergstraße 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

6 km nordöstlich von Bensheim

Historische Namensformen:

  • Reonga (773, 795)
  • Richinbach (1012)
  • Richenbach in Bercstracia (1194-1198)
  • Rechenbach (1588)
  • Reichenbach (1714)

Ortsteile:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3477917, 5508451
UTM: 32 U 477851 5506687
WGS84: 49.712285° N, 8.69277° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

431014070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2981, davon 1202 Acker, 396 Wiesen, 1237 Wald
  • 1961 (Hektar): 785, davon 275 Wald (= 35.03 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1717: 29 Centmänner, 11 Beisassen
  • 1829: 830 Einwohner
  • 1961: 2442, davon 2056 evangelisch (= 84.19 %), 345 katholisch (= 14.13 %)
  • 1970: 2613 Einwohner

Diagramme:

Reichenbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Erbach-Schönberg, Anteil an der Grafschaft Erbach, Amt Schönberg
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Schönberg (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Schönberg (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Lindenfels
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Heppenheim (Umbenennung)
  • 1840: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Bensheim
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Heppenheim
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Bensheim
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Bensheim
  • 1938: Deutsches Reich, Land Hessen, Landkreis Bergstraße (Umbenennung)
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Bergstraße
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Bergstraße

Altkreis:

Bergstraße

Gericht:

  • 1820: Standesherrliches Amt Schönberg
  • 1822: Landgericht Schönberg
  • 1826: Landgericht Fürth
  • 1839: Landgericht Zwingenberg
  • 1879: Amtsgericht Zwingenberg
  • 1902: Amtsgericht Bensheim

Gemeindeentwicklung:

1.4.1953 Eingliederung der Flurstücke der aufgelösten Gemarkung Hohenstein in die Gemarkungen Reichenbach und Knoden.

Am 31.12.1971 mit Eingliederung der Gemeinde Beedenkirchen zur Gemeinde Lautertal

Besitz

Ortsadel:

von Reichenbach

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Gadernheim, Hohenstein, Knoden, Lautern und Raidelbach als Filialen.

Diakonische Einrichtung:

Diakonissen in Kindergarten 1950 – 1951, Gemeindepflege 1905 – 1963 (Angaben basieren auf Mitteilungen des Zentralarchivs der EKHNZA in Darmstadt vom 01.07.2021); nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 1, ein Kindergarten mit 1 Kraft, ebenso eine Schwesternstation in Gadernheim (1)

Bekenntniswechsel:

Da bis 1561 zur Kurpfalz gehörig, Einführung der Reformation vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts.

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: "Herr" Adam von Schriesheim 1556-1558

Juden:

1830: 52, 1905: 49, 1932: 46 Juden

Synagoge

Kultur

Schulen:

1609 Errichtung einer Schule; 1910 Volksschule mit sieben Klassen, drei Schulhäuser erbaut 1845, 1863, 1901

Wirtschaft

Mühlen:

1406: Belehnung mit einer Mühle

1617: Verkauf der Kreismühle

Heinz Reitz (s. Literatur) hat5 Mühlen verzeichnet, die Ehem. Pappenfabrik Brücher, die Dorfmühle, Darmstädtersmühle, Deutsche Steinindustrie und Ehem. Rauschenmühle

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Reichenbach, Landkreis Bergstraße“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/13151> (Stand: 27.3.2026)