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KDR 100, TK25 1900 ff.
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Herzogtum Nassau 1819 – 31. Idstein

Bermbach

Ortsteil · 290 m über NN
Gemeinde Waldems, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

20,4 km nordöstlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Geschlossenes Dorf mit regelhaften Grundrissmerkmalen am Bermbach mit Ausdehnung entlang der Haupt- und Nebenstraße

Historische Namensformen:

  • Barenbach (772) [Zuordnung umstritten]
  • Berinbach (1276)
  • Berinbach (1309)
  • superiori Berenbach (um 1300)
  • Bernbach (1463)
  • Berbach (1512)
  • Bermbach (1569)
  • Perrenbach (um 1580)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3450919, 5566850
UTM: 32 U 450864 5565063
WGS84: 50.235689° N, 8.311005° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439016010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 418, davon 177 Acker (= 42.34 %), 36 Wiesen (= 8.61 %), 191 Holzungen (= 45.69 %)
  • 1961 (Hektar): 426, davon 191 Wald (= 44.84 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1566: 24 nassauische Haushalte
  • 1885: 365, davon 364 evangelisch (= 99.73 %), 1 katholisch (= 0.27 %)
  • 1961: 663, davon 530 evangelisch (= 79.94 %), 132 katholisch (= 19.91 %)
  • 1970: 819 Einwohner

Diagramme:

Bermbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1566: Amt Idstein
  • 1787: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt oder Herrschaft Idstein
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Idstein
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VII (Kreisamt Idstein)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Idstein
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • Ursprünglich zum Gericht Heftrich, im 18. Jahrhundert eigenes Gericht
  • bis 1816: Oberamt Idstein
  • 1816: Amt Idstein
  • 1849: Justizamt Idstein
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Idstein
  • 1867: Amtsgericht Idstein

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 zur neu gegründeten Gemeinde Waldems

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 1300 werden Zinsen an das Klosters Arnstein entrichtet. 1359 tritt Kloster Walsdorf seinen Hof an Graf Adolf von Nassau-Idstein ab. 1476 verpfändet Graf Johann von Nassau-Idstein den Ort an Walther von Reifenberg. 1702 ist es eine Pfandschaft des Fürsten Alexander vonThurn und Taxis.
  • 1522 verpfänden Graf Philipp II. von Nassau-Wiesbaden-Idstein und seine Frau Adriane dem Stift Idstein ihren Hof in Bermbach. Gefälle des Stifts Idstein.
  • 1781/82 stehen Kurmainz und seinen Stiftern 20 Morgen Land zu.

Zehntverhältnisse:

1393 bewilligt Graf Adolf von Nassau-Idstein dem Stift St. Martin in Idstein den halben Zehnten zu Bermbach. 1427 kauft das Stift dort einen Zehntteil.

Ortsadel:

1293-1554

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1594 zum Kirchspiel Heftrich gehörig

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Heftrich, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Heftricher Pfarrer Johann Schmuck um 1534.

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Bermbach, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10753> (Stand: 16.10.2018)