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Historisches Ortslexikon

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4625 Witzenhausen
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KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 18. Witzenhausen
Gerichtsstätten
Anger in Albshausen

Albshausen

Stadtteil · 213 m über NN
Gemeinde Witzenhausen, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

4 km nordwestlich Witzenhausen gelegen

Lage und Verkehrslage:

Kleines geschlossenes Dorf beiderseits des Dieffenbachs unmittelbar an der nach Hessen hineinwölbenden Landesgrenze zu Niedersachsen. Kirche auf dem Anger in zentraler Lage, umgeben von kreisförmig angeordneten Hofanlagen. Eine Kreisstraße führt nach Westen Richtung Gertenbach und trifft dort auf die L 3228

Ersterwähnung:

1188

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Dorf (1369)

Umlegung der Flur:

1872

Älteste Gemarkungskarte:

1872

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3558374, 5693857
UTM: 32 U 558277 5692019
WGS84: 51.376425° N, 9.837315° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

636016010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 172, davon 142 Acker (= 82.56 %), 7 Wiesen (= 4.07 %), 2 Holzungen (= 1.16 %)
  • 1961 (Hektar): 171, davon 4 Wald (= 2.34 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1575/85: 13 Hausgesesse
  • 1681: 14 Einwohenr
  • 1745: 91 Einwohner
  • 1747: 14 Mannschaften mit 16 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1830: 17 Häuser mit 95 Einwohnern
  • 1885: 80, davon 80 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1925: 90 (alle evangelisch)
  • 1961: 90, davon 69 evangelisch (= 76.67 %), 21 katholisch (= 23.33 %)
  • 1970: 72 Einwohner
  • Um 1880: 14 Häuser

Diagramme:

Albshausen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Um 1570: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Witzenhausen, Adelsdorf (von Berlepsch)
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Ludwigstein, Adelsdorf (von Berlepsch)
  • 1627-1834: Landgrafschaft Hessen-Rotenburg (sogenannte Rotenburger Quart), teilsouveränes Fürstentum unter reichsrechtlicher Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel bzw. des Kurfürstentums Hessen, Adelsdorf (von Berlepsch)
  • 1747: Amt Witzenhausen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Witzenhausen
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Witzenhausen
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Leine-Departement, Distrikt Göttingen, Kanton Friedland
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Witzenhausen
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Eschwege
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Witzenhausen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Witzenhausen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Witzenhausen
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis

Altkreis:

Witzenhausen

Gericht:

  • um 1570 und noch 1747: Niederes und peinliches Gericht von Berlepsch
  • 1807: Friedensgericht Friedland
  • 1814: Amt Witzenhausen
  • 1822: Justizamt Witzenhausen
  • 1834: Justizamt Witzenhausen II
  • 1837: Justizamt Witzenhausen
  • 1867: Amtsgericht Witzenhausen
  • 1879: Amtsgericht Witzenhausen

Herrschaft:

1188: Kaiser Friedrich I. kauft von Landgraf Ludwig III. unter anderem Güter zu Albshausen zur Ausstattung der Kapelle auf der Boyneburg.

1294: Landgraf Heinrich I. von Hessen überläßt dem Deutschordenshaus Marburg 4 Mansen zu Albshausen.

1369: Die von Berlepsch vom Landgraf mit Albshausen belehnt, seitdem Dorf der von Berlepsch.

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1974 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform die Eingemeindung in die Stadtgemeinde Witzenhausen, deren Stadtteil Albshausen wurde.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1326: Die von Plesse schenken mit Zustimmung Lupolds von Hanstein als Lehnsherrn dem Kloster Mariengarten den halben Zehnten zu Albshausen.
  • 1371: Walter von Hundelshausen vom Landgraf mit (halbem ?) Zehnten zu Albshausen belehnt.
  • 1539: Kloster Mariengarten erwirbt andere Hälfte des Zehnten.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kleine Saalkirche in Fachwerk 1766-68 erbaut, 1829 erneuert

Pfarrzugehörigkeit:

1569 der Kaplanei Witzenhausen zugeordnet

Um 1570, 1872 und 1994 Filiale von Gertenbach

Patronat:

1616: von Berlepsch

1745: Hessen-Rotenburg

1835: Hessen

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich um 1527.

Kirchliche Mittelbehörden:

Archpresbytariat Sieboldshausen

Archdiakonat Nörten

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Historische Ereignisse:

1623 eingeäschert

Wirtschaft

Wirtschaft:

1488: Gläsener zu Albshausen

Nachweise

Quellen:

  • Cal. Or. 100 Mariengarten Nr. 133f., 257
  • Cal. Br. 1 k Friedland Nr. 40

Literatur:

Zitierweise
„Albshausen, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/5218> (Stand: 27.3.2026)