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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 27. Erbach

Weitere Informationen

Rehbach

Stadtteil · 280 m über NN
Gemeinde Michelstadt, Odenwaldkreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

6,5 km nordwestlich von Erbach

Siedlungsentwicklung:

Der Ort gilt 1650 als ausgestorben.

Historische Namensformen:

  • Rehbach (1095)
  • Rebac (1113)
  • Rebach (1257)
  • Repach (1395)
  • Repach (1398-1400)
  • Rypach (1443)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3496614, 5507902
UTM: 32 U 496540 5506138
WGS84: 49.707745° N, 8.952015° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

437011020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 4134, davon 796 Acker, 240 Wiesen, 3051 Wald
  • 1961 (Hektar): 1030, davon 472 Wald (= 45.83 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1623: 19 Häuser mit 90 Einwohnern
  • 1650: ausgestorben
  • 1829: 157 Einwohner
  • 1961: 264, davon 180 evangelisch (= 68.18 %), 79 katholisch (= 29.92 %)
  • 1970: 303 Einwohner

Diagramme:

Rehbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Grafschaft Erbach-Fürstenau, Amt Fürstenau
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Starkenburg, Amt Fürstenau (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Fürstenau (zur Standesherrschaft Erbach gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Erbach
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Erbach
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Kreis Erbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Erbach
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Odenwaldkreis

Altkreis:

Erbach

Gericht:

  • Centgericht Michelstadt
  • 1820: standesherrliches Amt Fürstenau
  • 1822: Landgericht Michelstadt
  • 1879: Amtsgericht Michelstadt

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur Stadt Michelstadt

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1095 erneuert der Abt von Lorsch die Rechte des Klosters Michelstadt (Steinbach) an den Güer zu Rehbach. 1113 bestätigt König Heinrich V. der Celle Michelstadt den Besitz von 5 Mansen in Rehbach. (1398-1400) hat Schenk Eberhard von Erbach Rehbach vom Pfalzgrafen zu Lehen. 1806 mit dem Amt Fürstenau an das Großherzogtum Hessen.

Zehntverhältnisse:

1257 verkauft Bernhard Eisenmann den Zehnten mit Willen der Lehnsherren, Schenk Eberhard und Konrad von Erbach an die Johanniter zu Ober-Mossau.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1253: parochia

Patrozinien:

  • Bartholomäus

Pfarrzugehörigkeit:

Mutterkirche ist zunächst Michelstadt, dann Ober-Mossau. 1557 kommt Rehbach nach Aufhebung der Pfarrei Ober-Mossau wieder an Michelstadt.

Patronat:

1253 hat die Johanniterkommende in Ober-Mossau das Patronatsrecht

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Michelstadt, Einführung der Reformation vermutlich um 1532.

Kirchliche Mittelbehörden:

Archidiakonat St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, Landkapitel Montat

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksshule, Schulhaus von 1883

Wirtschaft

Wirtschaft:

1576 wird ein gräflich-Erbachischer Hochofen bei Rehbach für die Erzgruben zu Mossau und Momart eingerichtet. 1578 wird dieser nach Zell verlegt.

Mühlen:

Im 16. Jahrhundert gibt der Müller zu Rehbach Abgaben an den Send in Ober-Mossau.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Rehbach, Odenwaldkreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/14028> (Stand: 29.4.2024)