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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 54. Ludwigseck

Nenterode

Ortsteil · 335 m über NN
Gemeinde Knüllwald, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung ↑

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

13,5 km westlich von Rotenburg an der Fulda

Ersterwähnung:

1353

Siedlungsentwicklung:

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Niederbeisheim.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3537493, 5650900
UTM: 32 U 537404 5649079
WGS84: 50.99208° N, 9.532961° O OpenLayers

Statistik ↑

Ortskennziffer:

634011070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 236, davon 118 Acker (= 50.00 %), 52 Wiesen (= 22.03 %), 14 Holzungen (= 5.93 %)
  • 1961 (Hektar): 1054, davon 800 Wald (= 75.90 %)

Einwohnerstatistik:

Diagramme:

Nenterode: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung ↑

Verwaltungsbezirk:

  • Anfang 15. Jahrhundert: Landgrafschaft Hessen, Amt Spangenberg
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg, Gericht Rengershausen
  • 1627-1834: Landgrafschaft Hessen-Rotenburg (sogenannte Rotenburger Quart), teilsouveränes Fürstentum unter reichsrechtlicher Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel bzw. des Kurfürstentums Hessen
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Rotenburg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Neumorschen
  • 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg, Fürstlich Rotenburgisches Justizamt
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Rotenburg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis:

Rotenburg

Gericht:

  • 1822: Fürstlich Rotenburgisches Unteramt Rotenburg
  • 1834: Justizamt Rotenburg III
  • 1837: Justizamt Rotenburg II
  • 1867: Amtsgericht Rotenburg
  • 1879: Amtsgericht Rotenburg a. d. Fulda

Herrschaft:

1419 ist Nenterode ein Dorf des Gerichts Rengshausen.

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform zunächst mit anderen Gemeinden zur neu gebildeten Gemeinde Rengshausen zusammengeschlossen, die am 01.01.1974 in der Gemeinde Knüllwald aufging. Seitdem ist Nenterode Ortsteil der Gemeinde Knüllwald.

Besitz ↑

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1353 verkaufen die von Löwenstein-Westerburg das, was sie in Nenterode besitzen, an Hessen.
Kirche und Religion ↑

Pfarrzugehörigkeit:

1585 und 1747 Filial von Rengshausen, später dorthin eingepfarrt

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation in der Landgrafschaft Hessen ab 1526.

Juden:

Friedhof in Binsförth wird nach 1858 immer noch von Nenterode genutzt.

Kultur ↑

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise ↑

Literatur:

Zitierweise ↑
„Nenterode, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4951> (Stand: 13.3.2025)