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Herzogtum Nassau 1819 – 38. Nastätten

Martenroth

Ortsteil · 390 m über NN
Gemeinde Heidenrod, Rheingau-Taunus-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

12,5 km nordwestlich von Bad Schwalbach

Lage und Verkehrslage:

Siedlung an Wegekreuzung

Ersterwähnung:

um 1250

Siedlungsentwicklung:

Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf entvölkert.

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3423094, 5563517
UTM: 32 U 423050 5561732
WGS84: 50.202765° N, 7.921729° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

439005110

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 147, davon 77 Acker (= 52.38 %), 18 Wiesen (= 12.24 %), 44 Holzungen (= 29.93 %)
  • 1961 (Hektar): 147, davon 45 Wald (= 30.61 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1587: 9 Hausgesesse
  • 1809: 82 Einwohner
  • 1827: 81
  • 1885: 72, davon 63 evangelisch (= 87.50 %), 9 katholisch (= 12.50 %)
  • 1961: 69, davon 56 evangelisch (= 81.16 %), 10 katholisch (= 14.49 %)
  • 1970: 59

Diagramme:

Martenroth: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Um 1520: Vierherrisch, Gericht Altenberg
  • Bis 1778: Vierherrisch, Kirchspiel Altenberg
  • 1806-1813: Kaiserreich Frankreich, Niedergrafschaft Katzenelnbogen (sog. pays reservés unter dem vom Departement Donnersberg beauftragten Präfekten Balthasar Balthasar Pietsch; Verwaltung in Langenschwalbach)
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1849: Herzogtum Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VI (Kreisamt Langen-Schwalbach)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Langenschwalbach
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden,Untertaunuskreis
  • 1968: Regierungsbezirk Darmstadt, Untertaunuskreis
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Rheingau-Taunus-Kreis

Altkreis:

Untertaunuskreis

Gericht:

  • 1494: "Gericht auf dem Altenberge
  • 1816: Amt Nastätten
  • 1817: Amt Langenschwalbach
  • 1849: Justizamt Langenschwalbach
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Langenschwalbach
  • 1867: Amtsgericht Langenschwalbach

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 zur neugebildeten Gemeinde Heidenrod.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 1260 besitzten die Grafen von Katzenelbogen Eigenleute in Martenroth. Die Herren von Hohenstein hatten ihren Hof einer ewigen Messe in der Kirche zu Lierschied gewidmet.

Zehntverhältnisse:

Um 1250 haben Wigand von Bulingin und sein Sohn Rorich den Zehnten zu 4 Malter Hafer als bolandisches Lehen inne.

Ortsadel:

1283 und 1306: Burgmannen von Martenroth auf Burg Hohenstein.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1555 zur Pfarrei Altenberg gehörig.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation ab 1527

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Martenroth, Rheingau-Taunus-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10797> (Stand: 25.5.2021)