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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 1. Vöhl
Fürstentum Waldeck und Pyrmont 1866

Weitere Informationen

Marienhagen

Ortsteil · 390 m über NN
Gemeinde Vöhl, Landkreis Waldeck-Frankenberg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7,5 km südöstlich von Korbach

Lage und Verkehrslage:

Langgestrecktes, in vier Siedlungseinheiten unterteiltes Dorf mit regelhaften Grundrissmerkmalen auf der Höhe des Ittertales. Kirche in zentraler Lage. Anschluss über Verbindungsstrasse zur B 252 Frankenberg-Korbach.

Ersterwähnung:

1585

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Umlegung der Flur:

1885, 1889

Älteste Gemarkungskarte:

1841-1850

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3493827, 5675245
UTM: 32 U 493755 5673415
WGS84: 51.212096° N, 8.9106° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

635019090

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2608, davon 1434 Acker, 191 Wiesen, 984 Wald
  • 1885 (Hektar): 718, davon 375 Acker (= 52.23 %), 52 Wiesen (= 7.24 %), 246 Holzungen (= 34.26 %)
  • 1961 (Hektar): 717, davon 219 Wald (= 30.54 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1585: 25 Haushaltungen
  • 1742: 29 Haushaltungen
  • 1885: 297, davon 286 evangelisch (= 96.30 %), 2 katholisch (= 0.67 %), 9 Juden (= 3.03 %)
  • 1961: 388, davon 350 evangelisch (= 90.21 %), 36 katholisch (= 9.28 %)

Diagramme:

Marienhagen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 14./15. Jahrhundert: Herrschaft und Gericht Itter
  • 1567: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Herrschaft und Gericht Itter
  • 1585: Landgrafschaft Hessen-Marburg, Herrschaft und Gericht Itter
  • 1604: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Herrschaft und Gericht Itter
  • 1648/50: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Herrschaft Itter
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Herrschaft Itter
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Itter
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Herrschaft Itter
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Vöhl
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Biedenkopf
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Vöhl
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Frankenberg (bis 1886 noch als Amtsbezirk/Verwaltungsamt Vöhl)
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Frankenberg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Waldeck-Frankenberg

Altkreis:

Frankenberg

Gericht:

  • 1821: Landgericht Vöhl
  • 1867: Amtsgericht Vöhl
  • 1932: Amtsgericht Frankenberg
  • 1933: Amtsgericht Korbach

Herrschaft:

Dorf der Herrschaft Itter; vgl. Itterburg, Dorfitter und Thalitter

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1974 Eingliederung in die Gemeinde Vöhl.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • s. Herrschaft. Über die mittelalterlichen Besitzverhältnisse geben die Quellen keine Auskunft.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Marienkapelle aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Vorgängerbau der heutigen evangelischen Kirche. Kleiner, heute flach gedeckter Burchsteinsaal mit eingezogenem fast quadratischem Chor. Umgestaltungen 1681/82 und 1964-66

Pfarrzugehörigkeit:

1585 und später stets als Filial zur Pfarrei Vöhl gehörig.

Bekenntniswechsel:

Da Filial von Vöhl, Einführung der Reformation vermutlich ab 1526.

Reformierter Bekenntniswechsel: 1606, 1624 wieder lutherisch

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Erzbistum Mainz, Archidiakonat St. Stephan, Dekanat Christenberg, Sendbezirk Vöhl

Juden:

1830: 13 Juden; 1905: 11 Juden

Die Gemeinde ist Vöhl angeschlossen. 1895 wird eine Haushaltung als Gemeindemitglied aufgeführt. 1863 besuchten die Kinder des Ortes die Israelitische Elementarschule in Vöhl.

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Marienhagen, Landkreis Waldeck-Frankenberg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/1317> (Stand: 29.4.2024)