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Historisches Ortslexikon

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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 83. Hünfeld

Marbach

Ortsteil · 316 m über NN
Gemeinde Petersberg, Landkreis Fulda 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7 km nordöstlich von Fulda

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Bebra – Hanau – Frankfurt am Main ("Bebraer Bahn";"Bebra-Hanauer-Bahn") (Inbetriebnahme der Strecke 1.10.1866).

Ersterwähnung:

1093

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Eine lange Zeit für Marbach bei Marburg als Ersterwähnungsbeleg reklamierte Urkunde zu 1272 wurde 2020 durch eine Veröffentlichung von Hans-Peter Lachmann (Marbacher Nachrichten 2020 Nr. 75) dem Ort Marbach nordöstlich von Fulda zugewiesen.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3551220, 5609569
UTM: 32 U 551125 5607765
WGS84: 50.619519° N, 9.722704° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

631020030

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 597, davon 335 Acker (= 56.11 %), 99 Wiesen (= 16.58 %), 112 Holzungen (= 18.76 %)
  • 1961 (Hektar): 594, davon 111 Wald (= 18.69 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1812: 59 Feuerstellen, 475 Seelen
  • 1885: 526, davon 8 evangelisch (= 1.52 %), 518 katholisch (= 98.48 %)
  • 1961: 1128, davon 40 evangelisch (= 3.55 %), 1083 katholisch (= 96.01 %)
  • 1970: 1343

Diagramme:

Marbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1738: Abtei Fulda, Amt Burghaun
  • 1787: Fürstabtei Fulda, Oberamt Mackenzell
  • 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Hünfeld
  • 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Hünfeld
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Fulda
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Fulda
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fulda
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda

Altkreis:

Fulda

Gericht:

  • 1822: Landgericht Fulda
  • 1850: Justizamt Fulda II
  • 1867: Amtsgericht Fulda

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform der neu gebildeten Gemeinde Petersberg als Ortsteil eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1388 erkauften die von Haun Marbach (Fuld. Akten, von Haun, Inventar der Briefschaften).
  • 1441 verkaufte Frowin von Haun an Fulda sein 1/4 des Gerichts zu Marbach mit seinem Besitz zu Marbach und Langenhaun (Fuldische Stiftsurkunden).
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1228: Pfarrei

Patrozinien:

  • Ägidius [1656]

Pfarrzugehörigkeit:

1228 wird die Pfarrei Marbach anläßlich ihrer Inkorporation in das Kollegiatstift Hünfeld erwähnt. 1419 gehörte Dammersbach als Filiale dazu. 1812 Pfarrkirche Marbach

Patronat:

1419 haben Dekan und Kapitel von Stift Hünfeld das Kollationsrecht inne.

Bekenntniswechsel:

Trotz großer Anhängerschaft innerhalb der Bevölkerung konnte sich die Reformation in der Fürstabtei Fulda nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.

Kirchliche Mittelbehörden:

1464/65: Bistum Würzburg, Archidiakonat Geisa-Mellrichstadt-Coburg, Landkapitel Geisa

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Stellen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Marbach, Landkreis Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6403> (Stand: 28.11.2022)