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Historisches Ortslexikon

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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 83. Hünfeld

Mackenzell

Stadtteil · 280 m über NN
Gemeinde Hünfeld, Landkreis Fulda 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

2 km südöstlich von Hünfeld

Lage und Verkehrslage:

Im Tal am rechten Ufer der Nüst gelegen

Ersterwähnung:

1146

Siedlungsentwicklung:

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Mackenzell.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Burgen und Befestigungen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3555794, 5613984
UTM: 32 U 555697 5612178
WGS84: 50.658785° N, 9.787993° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

631015050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 844, davon 431 Acker (= 51.07 %), 106 Wiesen (= 12.56 %), 250 Holzungen (= 29.62 %)
  • 1961 (Hektar): 884, davon 290 Wald (= 32.81 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1812: 44 Feuerstellen, 479 Seelen
  • 1885: 417, davon 28 evangelisch (= 6.71 %), 389 katholisch (= 93.29 %)
  • 1961: 954, davon 45 evangelisch (= 4.72 %), 903 katholisch (= 94.65 %)
  • 1970: 1161

Diagramme:

Mackenzell: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1322: Fürstabtei Fulda, Amt Aschenbach
  • 1422: Fürstabtei Fulda, Amt Mackenzell
  • 1787: Fürstabtei Fulda, Oberamt Mackenzell (zum Umfang des Amtes s. Mittelpunkt)
  • 1803-1806: Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Hünfeld
  • 1806-1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Hünfeld
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Hünfeld
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda

Altkreis:

Hünfeld

Gericht:

  • 1822: Justizamt Hünfeld
  • 1867: Amtsgericht Hünfeld

Gemeindeentwicklung:

Am 1.2.1971 im Zuge der hessischen Gebietsreform neben anderen Gemeinden als Stadtteil der Stadtgemeinde Hünfeld eingegliedert.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Das Dorf gehörte um 1560 dem Abt von Fulda unmittelbar und war Sitz eines Amtes oder Gerichts (Fuld. Aemterrep. 1756, 174).
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Kapelle im 15. Jahrhundert vorhanden

Patrozinien:

  • Petrus (1495, Altar)

Pfarrzugehörigkeit:

1594 zur Pfarrei Hünfeld. 1812 Pfarrkirche

Patronat:

1495 war Simon von Schenkenwald Kollator.

Klöster:

Bekenntniswechsel:

Trotz großer Anhängerschaft innerhalb der Bevölkerung konnte sich die Reformation in der Fürstabtei Fulda nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch.

Juden:

gehört seit 1880er Jahren zur Gemeinde Hünfeld

1861: 39; 1899: 4 Juden

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mittelpunktfunktion:

Zum Amt oder Gericht Mackenzell gehörten um 1560 Großenbach, Hofaschenbach, Hünfeld außerhalb der Mauern, Mackenzell, Mittelaschenbach, Molzbach, Morles, Neunhards, Nüst, Oberaschenbach, Rimmels, Roßbach, Rückers, Sargenzell und Silges; 1789 außerdem noch Dammersbach, Hünhan, die Leimbachshöfe und Marbach (Reimer).

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Mackenzell, Landkreis Fulda“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6349> (Stand: 13.3.2026)