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Historisches Ortslexikon

Launsbach

Ortsteil · 176 m über NN
Gemeinde Wettenberg, Landkreis Gießen 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

4 km nordwestlich von Gießen

Lage und Verkehrslage:

Am rechten Ufer der Lahn am Fuße des Wettenbergs gelegen.

Bahnhof der Eisenbahnlinie Lollar-Wetzlar ("Kanonenbahn (II)";"Lahntalbahn (II)").

Ersterwähnung:

1242

Historische Namensformen:

  • Liunspach, de, Lunspach, de (1242) [Urkundenbuch der Stadt Wetzlar 1, S. 11, Nr. 35 mit Nachträgen in Urkundenbuch der Stadt Wetzlar 2, S. 9, Nr. 18]
  • Lunsbach (1263)
  • Lunesbach (1265)
  • Lunysbach (1266)
  • Luonisbach (1271)
  • Lunisbach (1280)
  • Lonspach (1289) [zu den Belegen s. Kaminsky, Hans Heinrich: Die Ersterwähnung von Wettenberg-Launsbach im Jahre 1242, in: Launsbach an der Lahn, S. 5-6]
  • Lonspach, zů (14. Jh.)
  • Lansbach, zcu (1383)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3475869, 5609274
UTM: 32 U 475804 5607470
WGS84: 50.618612° N, 8.657976° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

531018020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1836 (Morgen): 1461, davon 176 Wald
  • 1885 (Hektar): 366, davon 197 Ackerland (= 53.83 %), 48 Wiesen (= 13.11 %), 65 Holzungen (= 17.76 %)
  • 1961 (Hektar): 364, davon 66 Wald (= 18.13 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1834: 359 evangelische Einwohner
  • 1834: 70 Häuser, 359 Einwohner
  • 1961: 1429, davon 1092 evangelisch (= 76.42 %), 293 katholisch (= 20.50 %)
  • 1970: 1776 Einwohner

Diagramme:

Launsbach: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1585: Grafschaft Nassau-Weilburg, Amt Gleiberg
  • 1787: Fürstentum Nassau-Weilburg, Grafschaft Nassau-Weilburg, Oberamt Atzbach, Amt Gleiberg
  • 1806-1815: Herzogtum Nassau, Amt Gleiberg
  • 1816: Königreich Preußen, Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, Kreis Wetzlar (Immediat-Gebiet)
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Wetzlar
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Wetzlar
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Wetzlar
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Wetzlar
  • 1977: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreisfreie Stadt Lahn
  • 1979: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen

Altkreis:

Wetzlar

Gericht:

  • 1816: standesherrliches Justizamt Atzbach
  • 1849: Kreisgericht Wetzlar
  • 1879: Amtsgericht Wetzlar

Herrschaft:

1585: ganz zur Grafschaft Nassau-Weilburg

Gemeindeentwicklung:

1834 gehörten zur Bürgermeisterei Launsbach die Orte Launsbach, Wißmar, Odenhausen und Salzböden.

Am 1.1.1977 zur neugegründeten Stadt Lahn, am 1.8.1979 Zusammenschluß mit Krofdorf-Gleiberg und Wißmar zur Gemeinde Wettenberg.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1280 wird die Kapelle von Krofdorf abgetrennt und zur Pfarrkirche erhoben

Sendpflichtig nach Großenlinden

Patronat:

1280 hat Kloster Altenberg den Patronat inne, 1568 der Pfarrer von Großenlinden

Bekenntniswechsel:

Der Ort war 1532 evangelisch.

Erster evangelischer Pfarrer: Justus Breul 1546-1560, Pfarrer in Krofdorf

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Pfarrei im Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Erzdiözese Trier

Sendpflichtig nach Großen-Linden

Kultur

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Launsbach, Landkreis Gießen“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/10551> (Stand: 29.4.2024)