Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
5617 Usingen
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 14. Fauerbach

Langenhain

Ortsteil · 210 m über NN
Gemarkung Langenhain-Ziegenberg, Gemeinde Ober-Mörlen, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

8,5 km nordwestlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Am linken Ufer der Usa

Weitere Namen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3474434, 5581258
UTM: 32 U 474370 5579465
WGS84: 50.3667° N, 8.639619° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

44001801002

Flächennutzungsstatistik:

  • 1961 (Hektar): 1019, davon 645 Wald (= 63.30 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 775, davon 592 evangelisch (= 76.39 %), 99 katholisch (= 12.77 %)
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (Anteil am Fürstentum Oberhessen), Amt Butzbach und Philippseck
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Amt Butzbach mit Philippseck zum weiteren Fortgang Langenhain-Ziegenberg

Altkreis:

Friedberg

Gemeindeentwicklung:

Der Zusammenschluss der bis dahin noch selbständig geführten Ortsteile Langenhain und Ziegenberg zu Langenhain-Ziegenberg erfolgte um 1820.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1341 erwirbt Kloster Arnsburg Güter in Langenhain.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1341: Pfarrer

Pfarrzugehörigkeit:

Pfarrei Ober-Mörlen, Kirchspiel Langenhain: Ziegenberg und Langenhain

Patronat:

Herren von Eppstein

1433: Eppstein-Münzenberg

1478: Grafen von Katzenelnbogen

1479: Landgrafen von Hessen. Zur Zeit, da eine besondere Landgrafschaft Hessen-Butzbach bestand (1609-1643), sowie 1643-1658 und 1688-1709, galten dieselben Kollaturverhältnisse wie bei Butzbach.

Diakonische Einrichtung:

Nah Röschen, Beschreibung der evangelischen Pfarreien des Großherzogtum Hessen von 1900 hat der Johanniterorden in Ziegenberg aufgrund einer Stiftung der Freiherrn von Löw ein Siechenhaus und eine Kleinkinderschule errichtet; Röschen 1928 nennt die Angliederung einer Krankenpflegestation an den Kindergarten und eine Schwester, die im Stiftshaus wohnt; nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954 eine Schwesternstation mit 2, ein Kindergarten mit 1 Kraft

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Laurentius Rauschenberger vor 1530 bis nach 1560, ehemaliger katholischer Kaplan

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzbistum Mainz, Archidiakonat Mariengreden, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Ober-Mörlen

Kultur

Schulen:

Schule besteht schon vor dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges (1618); 1910 einklassige Volksschule, Schulhaus von 1896

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Langenhain, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/15021> (Stand: 27.3.2026)