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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 10. Grossenlinden
Gerichtsstätten
Kirch-Göns, Linde

Weitere Informationen

Kirch-Göns

Stadtteil · 236 m über NN
Gemeinde Butzbach, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

17 km nordwestlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Kassel - Frankfurt am Main ("Main-Weser-Bahn").

Ersterwähnung:

1145/53

Vorbemerkung Historische Namensformen:

Eine gesicherte Zuordnung der bei Lang-Göns aufgeführten frühmittelalterlichen Belege mit dem Grundwort Göns ist mangels Bestimmungswort und ergänzender Zusätze nicht möglich. Vgl. daher auch Ebersgöns (Stadt Butzbach) und Pohl-Göns (Stadt Butzbach).

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • predium (1145/53)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3475461, 5592916
UTM: 32 U 475396 5591119
WGS84: 50.471545° N, 8.65329° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440005080

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 2567, davon 1887 Acker, 222 Wiesen, 332 Wald
  • 1961 (Hektar): 642, davon 41 Wald (= 6.39 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 1285, davon 991 evangelisch (= 77.12 %), 273 katholisch (= 21.25 %)
  • 1970: 1335 Einwohner

Diagramme:

Kirch-Göns: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1017: Lahngau, Grafschaft des Grafen Gerlach (in pago Logenahi in comitatu Gerlachi comitis)
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (Anteil am Fürstentum Oberhessen), Amt Hüttenberg
  • 1820: Amt Hüttenberg
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Gießen
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Grünberg
  • 1837: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Gießen
  • 1840: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landkreis Friedberg
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Friedberg

Gericht:

Herrschaft:

1703 wurde durch einen Vertrag mit dem Grafen von Nassau-Saarbrücken die bis dahin bestehende Gemeinschaft des Hüttenbergs aufgehoben, so dass u.a. Kirch-Göns allein der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt verblieb

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 zur Stadt Butzbach

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Vermutlich 1015 schenkt Kaiser Heinrich II. dem St. Michaelskloser zu Bamberg zahlreiche königliche Höfe, u.a. einen Teil des Reichsgutes in Kirch-Göns
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1364: Kirche
  • 1541: Pfarrer

Patrozinien:

  • Petrus (1364)

Pfarrzugehörigkeit:

1492 ist vermutlich Pohlheim Tochterpfarrei

Patronat:

Die Kollatur stand ursprünglich den Grafen von Nassau zu, 1577 haben die von Göns die Patronatsrechte inne, bis 1594 die von Rodenhausen als Erben

Diakonische Einrichtung:

Nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 19541954 eine Schwesternstation mit 1, ein Kindergarten mit 2 Kräften

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: "Herr Ebert" 1541

Kirchliche Mittelbehörden:

15. Jahrhundert: Pfarrei im Archipresbyterat Wetzlar, Archidiakonat St. Lubentius in Dietkirchen, Erzdiözese Trier

Sendpflichtig nach Großen-Linden

Juden:

1830: 16, 1905: 16 Juden

Friedhof

angeschlossen an Langgöns

Kultur

Schulen:

um 1580 wird eine Schule gegründet; 1910 Volksschule mit zwei Klassen, Schulhaus von 1891

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Kirch-Göns, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12060> (Stand: 27.3.2026)