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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 96. Schlüchtern

Hutten

Stadtteil · 455 m über NN
Gemeinde Schlüchtern, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7 km nordöstlich von Schlüchtern

Lage und Verkehrslage:

Am Elmbach gelegen

Siedlungsentwicklung:

1928 erfolgt die Eingemeindung von Teilen des aufgelösten Gutsbezirks Forst Sterbfritz/Mottgers-Süd.

Historische Namensformen:

  • Hutten (um 1137)
  • Huten (um 1150)
  • Hoten (1278)
  • Huthen (1311)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3543527, 5582449
UTM: 32 U 543435 5580655
WGS84: 50.376357° N, 9.610851° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435025070

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 902, davon 448 Acker (= 49.67 %), 306 Wiesen (= 33.92 %), 45 Holzungen (= 4.99 %)
  • 1961 (Hektar): 908, davon 106 Wald (= 11.67 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1587: 42 Schützen, 21 Spießer
  • 1632: 64 Dienstpflichtige
  • 1747: 52 Haushaltungen
  • 1812: 60 Feuerstellen, 614 Einwohner
  • 1885: 768, davon 768 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 738, davon 661 evangelisch (= 89.57 %), 59 katholisch (= 7.99 %)
  • 1970: 760

Diagramme:

Hutten: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • im 16. Jahrhundert: Amt Brandenstein
  • 1787: Landgrafschaft Hessen, Grafschaft Hanau-Münzenberg, Amt Brandenstein
  • 1806/7-10: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Hanau, Amt Brandenstein (Militärverwaltung)
  • 1810-1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Hanau, Distrikt Altengronau
  • 1816: Kurfürstentum Hessen, Fürstentum Hanau, Amt Schwarzenfels
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Schlüchtern
  • 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Schlüchtern
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Schlüchtern
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Schlüchtern
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Schlüchtern
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Schlüchtern

Gericht:

  • 1453 Gericht Schwarzenfels,
  • Amtsgericht Schlüchtern
  • 1822: Justizamt Steinau / Assistenzamt Schlüchtern
  • 1832: Justizamt Schlüchtern
  • 1867: Amtsgericht Schlüchtern

Gemeindeentwicklung:

Seit 01.12.1969 Ortsteil der Stadt Schlüchtern.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Das Dorf gehört 1496 denen von Hutten.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

Bis 1537 zur Pfarrei Oberkalbach, dann bis 1764 eingepfarrt nach Gundhelm, seitdem Filial

Diakonische Einrichtung:

1923 - 1972 Diakoniestation (Landeskirchliches Archiv Kassel, Findbuch G 2.6. Kurhessisches Diakonissenhaus)

Bekenntniswechsel:

Da bis 1597 von Oberkalbach versehen, Einführung der Reformation vermutlich unter dem Oberkalbacher Pfarrer Valentin Kolb um 1549.

Reformierter Bekenntniswechsel

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit zwei Klassen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Hutten, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11424> (Stand: 31.3.2022)