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Historisches Ortslexikon

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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 100. Hüttengesäß

Hüttengesäß

Ortsteil · 161 m über NN
Gemeinde Ronneburg, Main-Kinzig-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

11 km westlich von Gelnhausen

Lage und Verkehrslage:

Endbahnhof der Eisenbahnlinie Hanau – Langenselbold – Ronneburg/Hüttengesäß (Inbetriebnahme der Strecke 1.10.1896) bis zur Stilllegung der Teilstrecke ab Rückingen im Juli 1928.

Ersterwähnung:

1219

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3503047, 5564637
UTM: 32 U 502971 5562851
WGS84: 50.217825° N, 9.041645° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

435024020

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 817, davon 634 Acker (= 77.60 %), 62 Wiesen (= 7.59 %), 81 Holzungen (= 9.91 %)
  • 1961 (Hektar): 760, davon 63 Wald (= 8.29 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1650: 5 Zinspflichtige zum Amt Selbold, 63 hanauische Untertanen
  • 1885: 1015, davon 961 evangelisch (= 94.68 %), 4 katholisch (= 0.39 %), 50 Juden (= 4.93 %)
  • 1961: 1502, davon 1311 evangelisch (= 87.28 %), 117 katholisch (= 7.79 %)
  • 1970: 1638 Einwohner

Diagramme:

Hüttengesäß: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Dorf der Zent Selbold, 1313 nach Verkauf durch Gottfried von Brauneck an das Erzstift Mainz zur Ronneburg gehörig.
  • 1426 Märkergeding im Namen der Herren der Ronneburg abgehalten
  • 1787: Fürstentum Isenburg-Birstein, Amt Wenings, Gericht Selbold
  • 1816: Kurfüstentum Hessen, Amt Wenings, Gericht Selbold
  • 1821: Kurfüstentum Hessen, Kreis Gelnhausen
  • 1830: Kurfüstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Hanau
  • 1848: Kurfüstentum Hessen, Bezirk Hanau
  • 1851: Kurfüstentum Hessen, Provinz Hanau, Landkreis Hanau
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hanau
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Hanau
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Hanau
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Hanau
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis

Altkreis:

Hanau

Gericht:

  • Amtsgericht Langenselbold
  • 1822: Kurfürstlich-Hessisches Fürstlich-Isenburgisches Justizamt Langenselbold
  • 1850: Justizamt Langenselbold
  • 1867: Amtsgericht Langenselbold
  • 1968: Amtsgericht Hanau

Gemeindeentwicklung:

Seit 31.12.1971 Ortsteil der Gemeinde Ronneburg

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1236 im Besitz des Klosters Selbold
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1579 zur Pfarrei erhoben.

Pfarrzugehörigkeit:

1360 zum Kirchspiel von Langenselbold gehörig

1582 Diebach am Haag als Filial

1625-1700 Filial von Selbold, seitdem protestantische Pfarrei, Klasse Windecken. Eingepfarrt ist Neuwiedermus.

Patronat:

Kloster in Langenselbold, nach dessen Aufhebung die Grafen zu Ysenburg und Büdingen

Diakonische Einrichtung:

1922 - 1980 Diakoniestation (Landeskirchliches Archiv Kassel, Findbuch G 2.6. Kurhessisches Diakonissenhaus)

Bekenntniswechsel:

Erster nachweisbarer evangelischer Pfarrer: Valentin Winterstein 1579-1595

Reformierter Bekenntniswechsel

Seit 1818 unierte Pfarrei.

Juden:

Provinzial-Rabbinat Hanau

1835: 31; 1861: 38; 1905: 54; 1932/33: 46 Juden

Gemeinde entstand vermutlich erst Anfang des 19. Jahrhunderts

Berufe: Bäcker; Hausierer; Händler

Synagoge: altes Fachwerkhaus mit Betraum im Obergeschoß, Schulstraße 2

Friedhof in Langenselbold zuständig

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit drei Klassen

Sprachgeschichte (Quellenfaksimiles):

Wirtschaft

Mühlen:

Kleine Mühle Hüttengesäß am Fallbach südlich des Ortsbereichs

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Hüttengesäß, Main-Kinzig-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12404> (Stand: 29.4.2024)