Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 1986-1990: In Kassel erscheinen acht Ausgaben des Rechtsrock-/Skinhead-Fanzines „Spaß & Froide“
    In Kassel erscheinen von 1986 bis 1990 insgesamt acht Ausgaben des rechtsextremen Skinhead-Fanzines („Skinzines“) „Spaß & Froide“. ... »Details
  2. 25. Januar 1989: Hessische Kulturstiftung kauft Beuys-Block für Landesmuseum Darmstadt
    Die neu errichtete Hessische Kulturstiftung kauft den „Beuys-Block“ für das Landesmuseum Darmstadt an. ... »Details
  3. 17. Februar 1989: Absage des „Tags der offenen Tür“ auf der Rhein Main Air Base
    Der alljährlich von den amerikanischen Streitkräften auf der Rhein Main Air Base in Frankfurt am Main ausgerichtete „Tag der offenen Tür“ wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Eine Sprecher der Militäreinrichtung erwidert eine entsprechende Anfrage der Presse mit dem Hinweis, dass sich die Rhein Main Air Base einer Entscheidung des Oberkommandierenden der US-Luftstreitkräfte in Europa ... »Details
  4. 24. Februar 1989: Verleihung des Hessischen Kulturpreises an Adolf Dresen und Judith Rosenbauer
    Die Verleihung des Hessischen Kulturpreises auf Schloss Biebrich in Wiesbaden durch den Hessischen Ministerpräsidenten Walter Wallmann (1932–2013; CDU) ehrt in diesem Jahr den Theater- und Opernregisseur Adolf Dresen (1935–2001). Dresen war vor seiner Ausreise an verschiedenen Theatern der DDR tätig, wo er unter anderem die skandalträchtige Inszenierung von „Faust I“ gemeinsam mit ... »Details
  5. 12. März 1989: Hohe Stimmenverluste der CDU bei hessischen Kommunalwahlen
    Die Kommunalwahlen in Hessen markieren einen deutlichen politischen Umschwung: Die CDU verliert in allen Landkreisen und Städten Stimmen, besonders gravierend fällt das Ergebnis in Frankfurt am Main aus, wo die CDU seit 1977 als stärkste Partei regiert.0=Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.3.1989, S. 1: Gespannte Blicke richten sich auf Frankfurt. Hier fällt der Stimmenanteil für die CDU von ... »Details
  6. 12. März 1989: Rechtsextreme Parteien verzeichnen hohe Gewinne bei Kommunalwahlen
    Die hessischen Kommunalwahlen zeigen neben den drastischen Stimmenverlusten bei der CDU in allen Wahlbezirken vor allem den zunehmenden Wähler*innenzufluss in den rechtsextremen Parteien NPD und Republikanern auf.  ... »Details
  7. 13. März 1989: Erdbeben in Hessen durch starken Gebirgsschlag in Thüringen
    In weiten Teilen Hessens ist ein Erdbeben spürbar, das durch einen schweren Gebirgsschlag bei Völkershausen in Thüringen ausgelöst wird. Gegen 14:02 Uhr bricht bei einer planmäßigen Sprengung im Kalibergwerk „Ernst Thälmann“ in Thüringen großflächig ein Abbaufeld zusammen. An der Oberfläche löst es ein Erdbeben der Stärke 5.6 (Richterskala) aus und führt zu einer großflächigen ... »Details
  8. 21. April 1989: Eröffnung des Deutschen Hugenotten-Zentrums in Bad Karlshafen
    In Bad Karlshafen wird das Deutsche Hugenotten-Zentrum eröffnet. ... »Details
  9. 27. Mai 1989: Kassel und Arnstadt vereinbaren Städtepartnerschaft in Arnstadt
    Die im Arnstädter Rathaussaal durch Paraphierung festgelegte Verbindung zwischen der hessischen und der thüringischen Stadt0=Vgl. Informationsportal Mitteldeutschland, Stand: 10.7.2014. wird am 27. Juni 1989 vom Arnstädter Bürgermeister Bernd Markert und dem Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Hans Eichel (geb. 1941; SPD), unterzeichnet.0=Vgl. Webpräsenz der Stadt Arnstadt, Stand: 9.7.2014; ... »Details
  10. 12. Juni 1989: Räuber erbeuten Schmuck und Juwelen in Hanau
    Bei einem Raubüberfall in Hanau erbeuten drei Männer Schmuck und Juwelen im Wert von rund sieben Millionen DM. ... »Details
  11. 18. Juni 1989: Wahlen zum Europäischen Parlament
    An den Wahlen beteiligen sich in Hessen 60,2 % der Wahlberechtigten (gegenüber 1984: +1,3 Prozentpunkte). Von den gültigen Stimmen entfallen auf die SPD 40,5 % (-1,3 Prozentpunkte), auf die CDU 33,3 % (-8,1 Prozentpunkte), auf die Grünen 9,9 % (+2,1 Prozentpunkte), auf die Republikaner 6,5 % (+6,5 Prozentpunkte) und auf die FDP 5,5 % (+0,5 Prozentpunkte). 4,4 % der Stimmen werden für sonstige ... »Details
  12. 20. Juni 1989: Hessen an der Spitze der Geberländer im Länderfinanzausgleich
    Nach Angaben des hessischen Finanzministers Manfred Kanther (geb. 1939; CDU) muss Hessen erstmals mehr als Baden-Württemberg in den Länderfinanzausgleich einzahlen und steht damit an der Spitze der „Geberländer“ in der Bundesrepublik.(OV) ... »Details
  13. 14. Juli 1989: „Dantons Tod“ auf der Burgruine Münzenberg
    Aus Anlass des 200. Jahrestages der Französischen Revolution findet mit Georg Büchners (1813–1837) Schauspiel „Dantons Tod“ erstmals die Aufführung einer Theaterinszenierung in der historischen Kulisse der Burgruine Münzenberg statt. Veranstalter ist der Verein „Münzenberger Burgtheater-Festspiele“, ein Zusammenschluss von professionellen Theaterleuten und Kulturfreunden aus ... »Details
  14. 14. Juli 1989: Zwangsabstieg der Offenbacher Kickers in die Oberliga Hessen
    Wegen einer nicht nachgewiesenen Bankbürgschaft von 800.000 DM wird der Fußballverein FC Kickers Offenbach vom Deutschen Fußballbund zu einem Zwangsabstieg aus der 2. Fußballbundesliga in die Oberliga Hessen verurteilt.(OV) ... »Details
  15. 10. August 1989: Aufnahme der Flugverbindung Frankfurt - Leipzig
    Zwischen dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt am Main und dem Flughafen Leipzig wird von der Deutschen Lufthansa 44 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges die erste Fluglinie zwischen BRD und DDR eingerichtet. Unter den Augen von Frankfurts Oberbürgermeister Volker Hauff (geb. 1940; SPD) und dem Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa Heinz Ruhnau (1929–2020) startet um 9:20 eine Boeing 737-300 ... »Details
  16. 22. August 1989: Stellungnahme der Stadt Frankfurt zur Erweiterung der Sondermüllverbrennungsanlage der Hoechst AG
    Der Antrag der Hoechst AG auf Erweiterung ihrer bereits bestehenden Sondermüllverbrennungsanlage im Frankfurt am Mainer Stammwerk um zwei weitere Brennstraßen ruft bürgerschaftliche und politische Kritik hervor.1=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.10.1989, S. 56: Grüne: „Billiggenehmigung“ für die Hoechst AG; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.10.1989, S. 42: Gegner fordern ... »Details
  17. 5. September 1989: ZDF-Serie „Mit Leib und Seele“ mit Günter Strack in Südhessen
    Das ZDF startet die Fernsehserie „Mit Leib und Seele“ mit dem aus Darmstadt stammenden Schauspieler Günter Strack (1929–1999) in der Hauptrolle. ... »Details
  18. 18. September 1989: Sanierungskonzept für Handelskonzern CO OP
    Die Gläubigerbanken des hochverschuldeten Handelskonzerns co op mit Hauptsitz in Frankfurt am Main einigen sich auf ein Sanierungskonzept. ... »Details
  19. 15. Oktober 1989: Enttäuschende Besucherzahlen am Ende der 20. Bundesgartenschau in Frankfurt
    In Frankfurt am Main geht die am 27. April eröffnete 20. Bundesgartenschau (BUGA) in den Nidda-Auen mit einer für die Veranstalter enttäuschenden Besucherbilanz zu Ende. Die Stadt Frankfurt und der Zentralverband Gartenbau hatten als Ausrichter im Vorfeld der bedeutendsten deutschen Ausstellung zum Gartenbau mit bis zu acht Millionen Besuchern gerechnet, nachdem die vorangegangene BUGA 1987 in ... »Details
  20. 20. Oktober 1989: Freispruch für pazifistischen Arzt in Frankfurt
    Das Landgericht in Frankfurt am Main spricht den Arzt Peter Augst, der am 31. August 1984 bei einer Podiumsdiskussion zur Aufstellung atomarer Waffensysteme in Europa (sogenannte Nachrüstungsdebatte aufgrund des Doppelbeschlusses der NATO vom 12. Dezember 1979) in der Frankfurter Friedrich-Ebert-Schule gegenüber einem anwesenden Jugendoffizier die Ansicht geäußert hatte, jeder Soldat sei ein ... »Details
  21. 21. Oktober 1989: Georg-Büchner-Preis an Botho Strauß
    Der Dramatiker Botho Strauß (geb. 1944) erhält den Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Der Literaturpreis, der in diesem Jahr erstmals mit 60.000 DM statt den bisher üblichen 30.000 DM dotiert ist, wird traditionell in Darmstadt als feierlicher Höhepunkt der jährlichen Herbsttagung der Akademie verliehen.0=Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.5.1989, S. 25: ... »Details
  22. November 1989: Austritt der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz Hessen aus der Naturlandstiftung Hessen
    Nach nur dreijähriger Mitgliedschaft tritt die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) Hessen e. V. Ende 1989 aus der Naturlandstiftung Hessen e. V. aus. Als Gründe werden Unstimmigkeiten zwischen einzelnen Untergruppen und einer der Naturlandstiftung vorgeworfenen Dominanz der Jägerschaft innerhalb der Vereinigung genannt.1=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, ... »Details
  23. 1. November 1989: Hessischer Verwaltungsgerichtshof legt Hanauer Atomfabrik still
    Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel verwirft die vom hessischen Minister für Umweltschutz und Reaktorsicherheit, Karlheinz Weimar (geb. 1950; CDU) erteilte vorläufige Teilgenehmigung für die Produktion von Kernreaktor-Brennelementen in der Siemens Brennelementefabrik in Hanau (früher Alpha-Chemie und Metallurgie GmbH ALKEM). Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts sind die von Minister ... »Details
  24. 9. November 1989: DDR öffnet die Grenzen zur Bundesrepublik
    Auf einer live vom DDR-Rundfunk übertragenen internationalen Pressekonferenz, unterläuft dem Sekretär des Zentralkomitees (ZK) der SED für Informationswesen Günter Schabowski (1929–2015) ein folgenschwerer Irrtum, als er bekanntgibt, dass die neue, weitgehend unbeschränkte Reisefreiheit für DDR-Bürger mit „sofortiger“ Wirkung in Kraft tritt. Diese Reiseregelung war ursprünglich in ... »Details
  25. 10. November 1989: Freudenszenen beim Besuch von DDR-Bürgern in Berlin und in grenznahen Städten auch in Hessen
    Nach Öffnung der innerdeutschen Grenzen besuchen Millionen von Bürgern der DDR die grenznahen Städte der Bundesrepublik und West-Berlin. Es kommt zu überschwänglichen Freudenszenen; fremde Menschen umarmen sich, singen, tanzen und jubeln. Bundeskanzler Helmut Kohl (1930–2017; CDU) bricht seinen Polen-Besuch ab, um am Abend vor dem Schöneberger Rathaus in West-Berlin auf einer Kundgebung zu ... »Details
  26. 10.-12. November 1989: Millionen von DDR-Bürgern besuchen Berlin und die grenznahen Städte
    Die Grenzstellen an der ehemaligen Demarkationslinie zwischen der Bundesrepublik und der Deutschen Demokratischen Republik zählen etwa 3,5 Millionen Besucher, die zwischen dem 10. und dem 12. November nach Westdeutschland strömen. Die Grenze war in der Nacht von Donnerstag, den 9. November auf Freitag, den 10. November geöffnet worden. Der Ansturm der DDR-Bürger stellt eine Herausforderung ... »Details
  27. 15. November 1989: Radio FFH, der erste private Radiosender in Hessen, nimmt seinen Betrieb auf
    Radio FFH, das erste Privatradio in Hessen, nimmt mit einer um 4:55 Uhr ausgestrahlten Nachrichtensendung seinen Betrieb auf. Der Sender, der sein Programm zunächst über neun Sendestandorte ausstrahlt, ist rund um die Uhr und derzeit von ca. 85 % der hessischen Bevölkerung zu empfangen. ... »Details
  28. 23. November 1989: Eröffnung eines neuen Grenzübergangs zwischen Heringen-Leimbach und Dippach
    Zwischen dem hessischen Heringen-Leimbach und dem etwa vier Kilometer nordöstlich davon gelegenen Dippach in Thüringen wird ein neuer Grenzübergang geöffnet. Es ist der insgesamt 14. Grenzübergang an der mehr als 270 Kilometer langen innerdeutschen Grenze zwischen den Ländern Hessen und Thüringen. Bereits in den ersten Tagen nach der Grenzöffnung am 9. November („Mauerfall“) entstanden ... »Details
  29. 24. November 1989: Gespräch über die Durchführung von Regionalpartnerschaften zwischen Hessen und Thüringen
    Am 24. November 1989 findet in Ost-Berlin ein Treffen zwischen dem hessischen Ministerpräsidenten Walter Wallmann (1932–2013; CDU) und DDR-Regierungschef Hans Modrow (1928–2023) statt, das unter anderem die Einrichtung von Regionalpartnerschaften zwischen Hessen und drei DDR-Bezirken in Thüringen thematisiert.0=Vgl. Fischbach, DDR-Almanach `90, S. 291. Die partnerschaftlichen Verbindungen ... »Details
  30. 30. November 1989: Bombenattentat auf Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen
    Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen (geb. 1930), fällt in Bad Homburg einem Bombenanschlag zum Opfer. Ein auf einem am Straßenrand abgestellten Fahrrad angebrachter Sprengkörper detoniert um 8:37 Uhr im Seedammweg nahe der 1980 eröffneten Taunustherme. Nur etwa einen Kilometer von Herrhausens Wohnhaus (Ellerhöhweg) entfernt tötet die Bombe den Bankmanager, der 1971 ... »Details