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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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Erdbeben in Hessen durch starken Gebirgsschlag in Thüringen, 13. März 1989

In weiten Teilen Hessens ist ein Erdbeben spürbar, das durch einen schweren Gebirgsschlag bei Völkershausen in Thüringen ausgelöst wird. Gegen 14:02 Uhr bricht bei einer planmäßigen Sprengung im Kalibergwerk „Ernst Thälmann“ in Thüringen großflächig ein Abbaufeld zusammen. An der Oberfläche löst es ein Erdbeben der Stärke 5.6 (Richterskala) aus und führt zu einer großflächigen Schädigung der Gemeinde Völkershausen (Rhön), die zu fast 80 Prozent zerstört wird. Es werden glücklicherweise nur sechs Menschen verletzt. Der Gebirgsschlag von Völkershausen gilt als eines der stärksten Beben weltweit, die durch Bergbautätigkeit verursacht wurden. Man geht davon aus, dass die Statik des Abbaufeldes durch eine falsche Berechnung auf einer Fläche von etwa 6,8 Quadratkilometer zusammengebrochen ist.

Die Erschütterungen des Bebens sind mehr als 300 Kilometer weit spürbar. In Offenbach am Main wird vorsorglich das Landratsamt evakuiert.
(OV)

Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Erdbeben in Hessen durch starken Gebirgsschlag in Thüringen, 13. März 1989“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/2907> (Stand: 13.8.2024)
Ereignisse im Februar 1989 | März 1989 | April 1989
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