Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. Mai-Juni 1934: Vertrauensratswahlen in den Betrieben nicht immer erfolgreich für die NSDAP
    Der Exilvorstand der SPD meldet Nachträge zu den Vertrauensratswahlen vom April/Mai in zahlreichen Betrieben im Reich, die öfter für die nationalsozialistischen Listen und Kandidaten nicht erfolgreich waren:Aus fast allen Landesteilen wird mitgeteilt, daß die Ergebnisse nicht veröffentlicht, zum Teil sogar nicht einmal den Belegschaften bekanntgegeben worden sind. Man hat auch stellenweise ... »Details
  2. Mai - Juni 1934: Rigorores Wohlgehen des Wohlfahrtsamts Frankfurt gegen erwerblose Frauen
    Im Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD für die Monate Mai und Juni wird das rigorose Vorgehen der Wohlfahrtsämter geschildert. So wird aus Frankfurt berichtet:Das städtische Wohlfahrtsamt hat die ledigen erwerbslosen Frauen bis zu 40 Jahren aufgefordert, in ein Erwerbslosenheim zu gehen. Als sich 15 Frauen weigerten, weil sie Kinder oder Angehörige zu versorgen haben, wurde ihnen ... »Details
  3. Mai-Juni 1934: Wachsende Ernüchterung bei den Bauern über nationalsozialistische Agrarpolitik
    Die Deutschland-Berichte des Exilvorstands der SPD schildern die Ernüchterung bäuerlicher Kreise in verschiedenen Teilen des Reiches über die Agrarpolitik der Nationalsozialisten:Die Berichte stimmen auch diesmal darin überein, daß der Stimmungsumschwung auch auf dem Lande sehr fühlbar ist. Als Grund werden nach wie vor das Erbhofgesetz und die Schwierigkeiten und Nachteile der neuen ... »Details
  4. Mai - Juni 1934: Misserfolge der sogenannten Miesmacher-Aktion der NSDAP auch in Hessen
    Nach Information des Exil-Vorstands der SPD, die im Deutschland-Bericht für die Monate Mai/Juni 1934 wiedergegeben werden, war die sogenannte Miesmacher-Aktion der NSDAP vielerorts ein Misserfolg: Unter der Überschrift „Entscheidungsschlacht gegen die Miesmacher und Kritikaster“ schrieb der „Völkische Beobachter“ am 4. Mai: „Beginnend mit den ersten Maitagen bis zum 30. Juni sollen ... »Details
  5. Juni - Juli 1934: Erneut Berichte über Unterschlagungen und Korruption
    Der Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD gibt wiederum Meldungen über eine Reihe von Korruptionsfällen in Behörden und NSDAP-Parteiorganisationen wieder, darunter zwei aus Frankfurt am Main: Vor einigen Tagen ist in Frankfurt der Vertrauensrat der Städt. Fuhrpark-Gesellschaft verhaftet worden. Es wird ihm vorgeworfen, die Gelder von „Kraft durch Freude“ unterschlagen zu haben. – ... »Details
  6. 1. Juni 1934: Heinrich Simon muss auf Leitung der „Frankfurter Zeitung“ verzichten
    Der Verleger der „Frankfurter Zeitung“, Heinrich Simon (1880–1941), muss aus der Redaktionskonferenz ausscheiden, um den Fortbestand seiner Zeitung zu ermöglichen. Simon war seit 1910 Prokurist und Vorsitzender der Redaktionskonferenz der „Frankfurter Zeitung“. Er stand in Kontakt mit zahlreichen Intellektuellen der Weimarer Republik und erwarb sich große Verdienste um das Frankfurter ... »Details
  7. 3. Juni 1934: Eröffnung des „Ersten Deutschen Tonkünstlerfests im Dritten Reich“ in Wiesbaden
    In Wiesbaden wird das jährliche veranstaltete Tonkünstlerfest des Allgemeinen Deutschen Musikvereins (ADMV) eröffnet. Das vom 3. bis 7. Juni stattfindende, auf eine lange Tradition zurückblickende Tonkünstlerfest firmiert diesmal unter dem Motto „Erstes Deutsches Tonkünstlerfest im Dritten Reich“0=Im Vorjahr fand jedoch bereits das 63. Tonkünstlerfest des Allgemeinen Deutschen ... »Details
  8. 5. Juni 1934: Deutsche Bischofskonferenz in Fulda
    In Fulda tritt die Deutsche Bischofskonferenz zu einer mehrtägigen Sitzung zusammen, auf der vor allem über die Ausführungsbestimmungen zum Reichskonkordat beraten wird. Zur Eröffnung sind 20.000 Katholiken nach Fulda gekommen.Siehe 7. Juni 1934(OV) ... »Details
  9. 6. Juni 1934: Gründung des Ständigen Rats für die internationale Zusammenarbeit der Komponisten in Wiesbaden
    In Wiesbaden findet vom 3. bis 7. Juli das 64. Deutsche Tonkünstlerfest des Allgemeinen Deutschen Musikvereins (ADMV) statt. Zu diesem Anlass wird am heutigen Tag ein „Ständiger Rat für die internationale Zusammenarbeit der Komponisten“ gegründet. Initiator der Gründung, die mit Zustimmung des Leiters der Reichskulturkammer, Reichsminister Joseph Goebbels (1897–1945) vollzogen wird, ist ... »Details
  10. 7. Juni 1934: Hirtenbrief der Fuldaer Bischofskonferenz beschlagnahmt
    Die Polizei beschlagnahmt den von der Fuldaer Bischofskonferenz beschlossenen Hirtenbrief gegen Strömungen und Bewegungen, welche sich gegen die Grundwahrheiten der katholischen Kirche richten, bevor er verteilt werden kann. Religion wird im Hirtenbrief als Kraft und wertvollstes Stück der sittlichen Persönlichkeit proklamiert. ... »Details
  11. 12. Juni 1934: Landeskirchentag in Hessen-Kassel
    Der Landeskirchentag in Hessen-Kassel fasst einstimmig den Beschluss zur Vereinigung der Landeskirchen von Hessen-Kassel und Waldeck zur neuen „Landeskirche von Kurhessen-Kassel und Waldeck“. Beschlüsse über das Bischofsgesetz und zur Unterstellung der neuen Landeskirche unter die Reichskirche scheitern am Widerstand einer Gruppe, die von Pfarrer Dr. Ritter aus Marburg geführt wird und sich ... »Details
  12. 16. Juni 1934: Missstimmung und Proteste in der Landwirtschaft gegen Zwangsbewirtschaftung
    Der Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD für die Monate Juni / Juli 1934 gibt Nachrichten über Mißstimmungen und Proteste in der Landwirtschaft in verschiedenen Teilen des Reiches wieder, darunter auch ein Beispiel aus Hessen: Die Mißstimmung, die sich seit einigen Monaten der Bauern bemächtigt hat, hält in unverminderter Schärfe an. [...] Die Mißstimmung der Bauern, die sich ... »Details
  13. 17. Juni 1934: Marburger Rede des Vizekanzlers von Papen
    Reichsvizekanzler Franz von Papen (1879–1969) hält im Auditorium maximum der Universität in Marburg auf der Jahresversammlung des Marburger Universitätsbunds eine später berühmt gewordene Rede. Das Konzept der Rede, in der von Papen die totalitäre Politik der NSDAP kritisiert, stammt von dem Juristen Edgar Jung (1894–1934), der als politischer Berater und Redenschreiber von Papens tätig ... »Details
  14. 30. Juni 1934: Hanauer Ereignisse während der Ausschaltung der SA (dem sogenannten Röhm-Putsch)
    Im Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD werden Informationen zum Verlauf der Aktionen zur Ausschaltung der SA (dem sogenannten Röhm-Putsch) veröffentlicht, darunter zu den Ereignissen in Hanau und Umgebung: ... »Details
  15. Juli - August 1934: Frankfurter Untergrund-SPD rechnet mit raschem Ende der Hitlerdiktatur
    Die Deutschland-Berichte des Exilvorstands der SPD beschreibt die allgemeine Stimmung in Deutschland im Sommer 1934: Die Berichte über die Abstimmung vom 19. August zeigen, daß die Wahlergebnisse keinen zuverlässigen Maßstab für die wirkliche Stimmung in Deutschland abgeben können. Wenn man ein Urteil darüber gewinnen will, in welchem Maße der Terror das Ergebnis beeinflußt hat, ist man ... »Details
  16. Juli - August 1934: Beschreibung der Stimmung im kirchlichen Bereich in Frankfurt
    In den Deutschland-Berichten des Exilvorstand der SPD wird die Stimmung in kirchlichen Kreisen, darunter auch in Frankfurt: Im Dom zu Frankfurt wurde ein Requiem für den Jugendkraft-Führer Probst abgehalten. Frühmorgens im 5 Uhr war die Kirche überfüllt. Ich selbst habe teilgenommen. Die Leute standen bis auf die Straße. In der Liturgie sagte der Pfarrer: „Jeder der seinen Bruder hasset, ... »Details
  17. Juli - August 1934: Berichte über Missstände und Verschwendung in der nationalsozialistischen Kommunalverwaltung
    Die Deutschland-Berichte des Exilvorstand der SPD geben Nachrichten über zahlreiche Mißstände und Verschwendungen in den nationalsozialistischen Kommunalverwaltungen wieder:In Frankfurt (Main) hat der ns.-Dezernent für das Stiftungswesen über 60.000,- Mk. unterschlagen und wurde zu 1 1/2 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Arbeitsämter in Wetzlar und Hanau hatten früher einen Wagen. Jetzt ... »Details
  18. Juli - August 1934: Verstärke Produktion der Rüstungsindustrie, auch in Offenbach
    Der Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstands für die Monate Juli / August 1934 berichtet aus vielen Städten des Reichs über eine verstärkte Einbeziehung zahlreicher Betriebe in die Rüstungsproduktion. Für Offenbach werden beispielsweise aufgezählt: Die Firma Jansen baut Maschinen für Krupp, die zur Herstellung schwerkalibriger Granaten dienen. Die Firma Maury & Co. hat einen Auftrag über ... »Details
  19. 1. Juli 1934: Eröffnung der 3. Römerberg-Festspiele in Frankfurt
    Mit einer Inszenierung von Schillers „Die Jungfrau von Orléans“ beginnen die diesjährigen Freilichtaufführungen der Städtischen Bühnen auf dem Römerberg, die seit 1932 als „Römerberg-Festspiele“ im Sommer Tausende von Besuchern ins Herz der Stadt Frankfurt am Main locken. Weiterhin werden ab 15. Juli bis zum Ende der vor den mittelalterlichen Kulissen des Römerbergs monumental ins ... »Details
  20. 3. Juli 1934: SA-Gruppenführer dankt der hessischen SA für die Mitwirkung an den Säuberungen
    Der SA-Gruppenführer (und Polizeipräsident) von Frankfurt am Main, Adolf Beckerle (1902–1976), richtet nach Abschluss der Säuberungsaktion im Zusammenhang mit dem sogenannten Röhm-Putsch einen vom Landespressedienst verbreiteten Aufruf an die SA-Gruppe Hessen: ... »Details
  21. 2. August 1934: Tod des Reichspräsidenten von Hindenburg, Hitler wird Staatsoberhaupt
    Auf Gut Neudeck in Ostpreußen stirbt Reichspräsident Paul von Hindenburg. „Nach einer halbstündigen Funkstille“ gibt Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels ein von der Reichsregierung beschlossenes Gesetz über das Staatsoberhaupt bekannt, nach dem das Amt des Reichspräsidenten mit dem des Reichskanzlers vereinigt wird und die bisherigen Befugnisse des Reichspräsidenten auf den ... »Details
  22. 2. August 1934: Landeskirchentag Kurhessen-Waldeck vollzieht Umwandlung der Landessynode
    Der Landeskirchentag Kurhessen-Waldeck vollzieht die Umwandlung der Landessynode, die durch die Eingliederung in die Reichskirche notwendig geworden ist. Zu diesem Anlass spricht Landesbischof Dr. Theys über das Verhältnis der Kirche zum Staat. „Der Staat müsse die Kirche und die Kirche das Evangelium schützen. Im Sinne Hitlers und des heimgegangenen Reichspräsidenten fordere er alle ... »Details
  23. 19. August 1934: Volksabstimmung über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches
    In einer Volksabstimmung wird das Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches zur Abstimmung vorgelegt, mit dem Adolf Hitler (1889–1945) nach dem Tod des bisherigen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg (1847–1934) auch dessen Amt übernimmt. Im früheren Volksstaat Hessen nehmen 95,8 % der Stimmberechtigten an der Abstimmung teil. 90,6 % der gültigen Stimmen werden dabei als ... »Details
  24. 28. August 1934: Verleihung des Goethepreises der Stadt Frankfurt an den Komponisten Hans Pfitzner
    Der deutsche Komponist und Autor Hans Erich Pfitzner (1869–1949) erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main. Der die Preisvergabe begründende Text der Verleihungsurkunde würdigt Pfitzner als „deutschen Tonschöpfer, dessen Schaffen in Lied, Symphonie und Musikdrama der deutschen Musik erhabenen Ausdruck verliehen hat“ und als „Kämpfer für deutsche Art, der zur stolzen ... »Details
  25. September - Oktober 1934: Bericht über missbräuchliche Teilnahme an „Kraft durch Freude“-Fahrten
    Der Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD für die Monate September / Oktober 1934 berichtet über missbräuchliche Teilnahme an „Kraft durch Freude“-Fahrten: Die in diesen Berichten immer wiederholte Klage, die meisten Fahrten seien trotz der großen Ermäßigung für den einfachen Arbeiter zu teuer und würden daher von den bessergestellten Schichten ausgenützt, hat eine amtliche ... »Details
  26. September - Oktober 1934: Berichte über Verrohung der Hitlerjugend
    Der Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD gibt Berichte über eine Verrohung der Jugend durch die Hitlerjugend wieder und bringt dafür Beispiele aus verschiedenen Städten des Reichs, u.a. in Frankfurt: Mehrere Berichterstatter äußern sich über die Folgen der „rauhen“ Landsknechtserziehung in der HJ, die zu einer fortschreitenden Verrohung der deutschen Jugend führe: [...] Ende ... »Details
  27. 5. September 1934: Illegale Bezirksleitungen von SPD und KPD in Frankfurt vereinbaren Einheitsfront
    Die illegalen Bezirksleitungen von SPD und KPD in Frankfurt am Main vereinbaren eine „Einheitsfront“ im Kampf gegen den Nationalsozialismus.(OV) ... »Details
  28. 16. September 1934: Wiederaufnahme der allgemeinen Frankfurter Messe
    Nach mehrjähriger Pause beginnt wieder eine allgemeine „Frankfurter Messe“.(OV) ... »Details
  29. 21. September 1934: Zweite Kasseler Musiktage
    In Kassel beginnen die zweiten Kasseler Musiktage. Damit wird eine 1933 vom Bärenreiter-Verlag in Kassel begründete Veranstaltungsreihe fortgesetzt, bei der „alte und zeitgenössische Musik in einfacher Besetzung gesungen und gespielt werden“ soll, „die in ihrer Art besonders geeignet ist, dem häuslichen, wie dem gemeinschaftlichen und kirchlichen Musizieren neuen Ansporn zu geben“ ... »Details
  30. 21. September 1934: Protest Marburger Theologen gegen den Arier-Paragraphen
    Die Theologische Fakultät der Philipps-Universität Marburg votiert in einem Gutachten gegen die Anwendung des Arier-Paragraphen auf die evangelische Kirche und gegen Reichsbischof Ludwig Müller (1883–1945).(OV) ... »Details
  31. 23. September 1934: Statistische Angaben zur Größe des jüdischen Bevölkerungsanteils
    Nach offiziellen Angaben hat das Reich 65,2 Millionen Einwohner. Die Größe des jüdischen Bevölkerungsanteils wird mit 490.000 (0,75 %) angegeben.(OV) ... »Details
  32. Oktober - November 1934: Einstellung von Saararbeitern bei der IG-Farben in Höchst
    Der Deutschland-Bericht des Exilvorstands SPD für die Monate Oktober/November 1934 schildert Probleme bei der Entlohnung von Saararbeitern bei den IG-Farben:IG-Farben Höchst a. Main: Es wurden 80 bis 100 Saararbeiter eingestellt. Man versprach denselben einen bestimmten Wochenlohn, der über dem Stand des allgemein gezahlten liegt. Als nach der Lohnzahlung in der ersten Woche die allgemeinen ... »Details
  33. Oktober-November 1934: Notstandsarbeit wird zum Schrittmacher des Lohnabbaus
    Der Exilvorstand der SPD stellt im Deutschland-Bericht für die Monate Oktober/November 1934 fest, dass Notstandsarbeiten und andere Projekte der sogenannten Arbeitsschlacht zum Motor für massiven Lohnabbau werden: Die Löhne, die bei den Notstandsarbeiten, bei den Reichsautobahnen und bei der Ausführung der sonstigen Projekte der Arbeitsschlacht gezahlt werden, sind zuweilen so niedrig, daß ... »Details
  34. 20. Oktober 1934: Uraufführung der Komödie „Die Ausgrabung der Venus“ von Kurt Kluge in Frankfurt
    Am Schauspielhaus in Frankfurt am Main findet die Uraufführung der Komödie „Die Ausgrabung der Venus“ des deutschen Bildhauers, Erzgießers und Dichters Kurt Kluge (1886–1940) statt. Die Handlung des Stückes spielt während einer Forschungsexpedition auf einer griechischen Insel. Hier sucht ein Berliner Archäologe mit seiner Tochter und seinem Assistenten nach der im Titel des Lustspiels ... »Details
  35. November - Dezember 1934: Bericht über die Stimmung in der SA
    Der Exil-Vorstand der SPD gibt in seinem Deutschland-Bericht für die Monate November / Dezember 1934 Nachrichten über die Stimmung in der SA ein halbes Jahr nach der Aktion gegen die SA-Führung im sogenannten Röhm-Putsch am 30. Juni 1934 wieder:Wir haben zuletzt im Anschluß an die Ereignisse vom 30. Juni über die nationalsozialistischen Wehrverbände berichtet. In der letzten Zeit hat sich ... »Details
  36. November - Dezember 1934: Ausbildung der Schutzpolizei an militärischen Waffen und Geschützen in Hanau
    Auch die Schutzpolizei wird in zunehmendem Maße aufgerüstet und an militärischen Waffen ausgebildet. Der Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD nennt Beispiele, unter anderem aus Hanau: Vor einiger Zeit wurde die Gladbacher Schupo nach Hanau transportiert (Letzteres ist in mehreren Orten des Rheinlandes geschehen und früher berichtet worden). Die Schutzpolizisten werden an ... »Details
  37. November - Dezember 1934: Anlage von Flugplätzen im Rahmen des Aufrüstungsprogramms
    Der Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstands für die Monate November/Dezember 1934 beschreibt die militärische Aufrüstung durch forcierten Flugzeugbau und die Anlage neuer Flugplätze: Im Zusammenhang mit dem Aufbau der Luftflotte geht die Anlage neuer und der Ausbau bereits bestehender Flugplätze vor sich. [...] In Hanau bei Frankfurt ist ein unterirdischer Flugplatz angelegt worden. Der ... »Details
  38. 2. November 1934: Zuchthausstrafen für Mitglieder der Roten Hilfe in Frankfurt
    In Frankfurt am Main werden Mitglieder der sozialistischen „Roten Hilfe“, die unter anderem die illegale Zeitung „Das Proletarische Volksgericht“ hergestellt und verteilt haben, zu mehrjährigen Zuchthausstrafen verurteilt.(OV) ... »Details
  39. 1. Dezember 1934: Fertigstellung der Marburger Umgehungsstraße
    Die Marburger Umgehungsstraße östlich der Lahn zwischen Hauptbahnhof und Südbahnhof (Hindenburgstraße, später Krummbogen, heute „Stadtautobahn“ (Bundesstraße 3)) ist fertig gestellt.(OV) ... »Details
  40. Januar 1935: Bericht über die Stimmungslage in Südwestdeutschland und in Frankfurt
    In den Deutschland-Berichten des Exilvorstands der SPD (sopade) wird der Reisebericht eines Gewährsmanns aus Südwestdeutschland und Frankfurt wiedergegeben. Er beschreibt darin seine Eindrücke von der derzeitigen Stimmungslage in Deutschland: ... »Details
  41. Januar 1935: Bericht über den Boykott gegen Juden in Frankfurt
    Die Deutschland-Berichte des SPD-Exilvorstands geben einen Reisebericht eines Augenzeugen wieder, der in Frankfurt am Main den neuen Judenboykott erlebt hat: ... »Details
  42. Januar 1935: Zahlreiche Korruptionsfälle und Unterschlagungen durch NSDAP-Funktionäre
    Der Exilvorstand der SPD gibt in seinen Deutschland-Berichten eine Zusammenstellung zahlreicher Fälle von Unterschlagung, Korruption und Untreue durch NSDAP- und SA-Funktionäre aus dem ganzen Reich. Aus Hanau wird zum Beispiel berichtet, dass der Obersturmführer Otto Sussmann von der Großen Strafkammer in Hanau wegen schwerer Untreue und Unterschlagung, vor allem von Aufnahmegebühren der SA, ... »Details
  43. 12. Januar 1935: Verurteilung von Anhängern der „Revolutionären Gewerkschafts-Opposition“ in Darmstadt
    In einem Prozess gegen Mitglieder der „Revolutionären Gewerkschafts-Opposition“ (RGO) werden nach zweitägiger Verhandlung vor dem Oberlandesgericht in Darmstadt 16 Angeklagte zu Zuchthausstrafen zwischen zwei und vier Jahren sowie zu Gefängnishaft verurteilt.  ... »Details
  44. 16. Januar 1935: Uraufführung des Dramas „Anna Maria“ von Wilhelm Müller-Scheld am Frankfurter Schauspielhaus
    Das Drama „Anna Maria“ von Wilhelm Müller-Scheld (1895–1970) erlebt seine Uraufführung am Frankfurter Schauspielhaus in Frankfurt am Main. Die Regie bei der Inszenierung des von seinem Autor unter dem Pseudonym „Wilhelm Grebenroth“ veröffentlichten Werkes führt der Oberspielleiter der Oper Frankfurt Oskar Wälterlin (1895–1961), das Bühnenbild stammt von Caspar Neher ... »Details
  45. Februar 1935: Berichte über Drangsalierungen und rüde Behandlung beim Jungvolk
    Der Deutschland-Bericht des Exilvorstands der SPD schildert in mehreren Berichten Vorfälle beim Jungvolk, die die Dransalierungen von Kindern und die rüde Behandlung der „Pimpfe“ verdeutlichen: ... »Details
  46. Februar 1935: Bericht über wachsende Abneigung gegen Sammelaktionen in den Betrieben
    Der Deutschland-Bericht des SPD-Exilvorstandes (Sopade) für den Monat Februar 1935, der am 14. März 1935 in Prag herausgegeben wird, berichtet unter anderem von der Sammelei in den Betrieben: Der Aufforderung, sich am Winterhilfswerk zu beteiligen, begegne man in diesem Jahr, anders als im letzten mit einer außerordentlich starken Abneigung. Die Anschläge in den Betrieben, dass 20 % der ... »Details
  47. 21. Februar 1935: Totales Redeverbot für Martin Buber
    Dem in Heppenheim lebenden jüdischen Religionsphilosophen und Schriftsteller Martin Buber (1878–1965), bis 1933 Honorarprofessor an der Goethe-Universität Frankfurt, wird von der Gestapo ein totales Redeverbot erteilt.(OV) ... »Details
  48. 26. Februar 1935: Uraufführung eines Volksstücks von Georg Fraser in Frankfurt
    Das Volksstück „Die elf Teufel“ von Georg Fraser wird am Frankfurter Schauspielhaus uraufgeführt. Georg Fraser ist das Pseudonym des deutschen Schriftstellers August Hermann Zeiz (1893–1964), der in den 1940er Jahren in Österreich im Widerstand gegen das NS-Regime aktiv ist. Der „jüdisch versippte“ Autor kann nach 1933 mit einer Ausnahmegenehmigung vorerst ungehindert weiterarbeiten; ... »Details
  49. März 1935: Massive Verschlechterung der Tariflöhne in den Betrieben
    Der SPD-Exilvorstandes (Sopade) beschäftigt sich im Deutschland-Bericht für den März 1935, der am 12. April 1935 in Prag herausgegeben wird, unter anderem ausführlich mit der aktuellen Entwicklung der Löhne im Reich. Auf der Grundlage des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit vom 20. Januar 1934, das bezeichnenderweise viele Kann-Vorschriften enthält, sowie aufgrund der dazu gehörenden ... »Details
  50. 1. März 1935: Reichsstatthalter Sprenger wird Leiter der Hessischen Landesregierung
    Der Gauleiter und Reichsstatthalter Jakob Sprenger (1884–1945; NSDAP) übernimmt aufgrund einer am Vortrag von Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945) unterzeichneten Ernennungsurkunde die Führung der bisher von Ministerpräsident (Staatsminister) Philipp Jung (1884–1965) geleiteten hessischen Landesregierung. ... »Details