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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
- 1940
- 1950
- 1960
- 1970
- 1980
- 1990
- 2000
- 1818: Gründung von Landesbistümern im Deutschen Bund
Die im Wiener Kongress von 1815 bestätigten hessischen Staaten organisieren für ihre Region Bistümer, um die kirchenrechtliche und religiöse Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen und zu beeinflussen. Für das Großherzogtum Hessen wird ein Bistum Mainz, für das Herzogtum Nassau ein neues Bistum Limburg und für das Kurfürstentum Hessen das Bistum Fulda installiert.(RKr) ... »Details - 1818: Christian Friedrich Deiker wird Hofmaler des Landgrafen Friedrich V. von Hessen-Homburg
Im Jahr 1818 beruft Landgraf Friedrich V. von Hessen-Homburg (1748–1820) den aus Hanau stammenden Christian Friedrich Deiker (1792–1843) zu seinem Hofmaler und erlaubte ihm gleichzeitig, eine private Zeichenschule in Homburg vor der Höhe zu eröffnen.|Der an der Zeichenakademie Hanau und der Kasseler Kunstakademie ausgebildete Künstler war vor allem als Zeichenlehrer tätig und unterrichtete ... »Details - 1818-1833: Landsynagogen
Ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung Hessens lebte auf dem Land. Da nicht jede Gemeinde ihre eigene Synagoge besaß, hielten die Gemeindemitglieder ihre Gottesdienste häufig in Privathäusern ab. Aufgrund wachsender Gemeinden wurden die Verhältnisse zu Beginn des 19. Jahrhunderts oftmals zu eng und es entstand die Notwendigkeit, größere Bethäuser zu errichten. ... »Details - 22. Januar 1818: Großherzog Ludewig I. erlässt Denkmalschutzverordnung
Auf Betreiben von Oberbaurat Georg Moller (1784–1852) erlässt Großherzog Ludewig I. von Hessen und bei Rhein (1753–1830) am 22. Januar 1818 in Darmstadt eine Verordnung zur „Erhaltung der Denkmäler der Baukunst und sonstiger Kunstwerke“ im Großherzogtum Hessen, eine der erste Denkmalschutzverordnungen auf deutschem Boden.|Der Architekt und Bauforscher Georg Moller, der 1814 an der ... »Details - 17. Februar 1818: Regulativ des Kurfürsten von Hessen-Kassel zu den Schulen
Mit dem Regulativ wird der Bildungsbereich in Kurhessen neu geordnet. Ein staatlicher Oberschulrat steht an der Spitze der Schulaufsicht, die weiter in den Händen der kirchlichen Institutionen verbleibt. Ihm sind alle Inspektionsberichte vorzulegen und mit ihm alle grundlegenden Schulfragen abzusprechen. Die Einführung des Lesebuches „Erstes Buch für Kinder“ von Adam Zeiß (1779–1870) ... »Details - 24. März 1818: Allgemeine Schulordnung für die Volksschulen im Herzogtum Nassau
Auf der Grundlage des Schulgesetzes von 1817 werden in der Allgemeinen Schulordnung des Herzogtums Nassau konkrete Fragen zum Schulalltag geregelt. Neben der Festlegung der Schulbezirke wird die Position des Lehrers, in einem weiteren Abschnitt die der Schüler rechtlich normiert. Alle für die Abhaltung von Unterricht notwendigen Fragen werden bedacht, Lehrpläne und Unterrichtsziele beschrieben. ... »Details - 1. Juni 1818: Evangelische Synode beschließt Hanauer Kirchen-Union
Ähnlich wie schon 1817 in Idstein für das Herzogtum Nassau kommt es im Jahr 1818 auch in Hanau zu einer evangelischen Kirchenunion der lutherischen und reformierten Gemeinden des ehemaligen Fürstentums Hanau. Die Vertreter der beiden Konsistorien unter Vorsitz des Hof- und Konsistorialrates Wilhelm Martin Reinhard Iber (1781–1851) beschließen in der Provinzialsynode am 1. Juni 1818 die ... »Details - 24. Juli 1818: Gründung des späteren „Cäcilien-Vereins“ in Frankfurt
Nach dem Vorbild von „Zelters Singakademie“ in Berlin wird auf Initiative des Sängers und Chorleiters Johann Nepomuk Schelble (1789–1837) am 24. Juli 1818 in Frankfurt am Main „Schelbles Frankfurter Musikakademie“, ein gemischter Chor aus Frankfurter Bürgern, gegründet. Gründungsmitglieder und eifrige Förderer waren unter anderem Marianne von Willemer (1784–1838), die auch als ... »Details - 25. September 1818: Kurfürst Wilhelm I. trifft Zar Alexander
Auf dem Weg zum Kongress der Heiligen Allianz in Aachen, bei dem die europäischen Großmächte über den Zustand in Deutschland nach dem Wiener Kongress beratschlagen wollten, trifft Zar Alexander I. von Russland (1777–1825) in Wilhelmsbad Kurfürst Wilhelm I. (1743–1821) zu einem „Arbeitsessen“. ... »Details - 1819: Wilhelm Schulz verfasst literarische Kritik gegenüber politischer Lage in Deutschland
In einer Petition fordern die 160 Volksabgeordneten der Provinz Starkenburg eine Verfassung. Die im Gasthof „Zum Löwen“ in Zwingenberg an der Bergstraße formulierte Aufforderung ist an Großherzog Ludewig I. (1753–1830) gerichtet und wird vom Darmstädter Hofgerichtsadvokaten Heinrich Karl Hofmann (1795–1845) sowie von Georg Rühl und Wilhelm Stahl (1793–1841) angeführt. Sie werden ... »Details - 1819: Friedrich Christian Reinermann eröffnet eine Kunsthandlung in Frankfurt
Der aus Wetzlar stammende Landschaftsmaler, Kupferstecher und Lithograf Friedrich Christian Reinermann (1764–1835) war auch sehr erfolgreich als Kunsthändler und Verleger tätig. Nachdem er 1818 eine Anstellung als Lehrer am neu begründeten Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main erhalten hatte, eröffnete er 1819 eine Kunsthandlung auf der Zeil, Ecke Hasengasse. Dort verkaufte er ... »Details - 14. Februar 1819: Volksabgeordnete verfassen Petition an Ludewig I.
In einer Petition fordern 160 Volksabgeordneten der Provinz Starkenburg auf einem „wilden Landtag“ eine Verfassung. Die im Gasthof „Zum Löwen“ in Zwingenberg an der Bergstraße formulierte Aufforderung ist an Großherzog Ludewig I. (1753–1830) gerichtet und wird vom Darmstädter Hofgerichtsadvokaten Heinrich Karl Hofmann (1795–1845) sowie von Georg Rühl und Wilhelm Stahl ... »Details - 14. April 1819: Gründung des „Allgemeinen Deutschen Handels- und Gewerbevereins“ in Frankfurt durch Friedrich List
Friedrich List (1789–1846), radikal-liberaler staats- und volkswirtschaftlicher Professor in Tübingen, gründet am 14. April 1819 den „Allgemeinen Deutschen Handels- und Gewerbeverein“ in Frankfurt am Main. Dieser Verein strebt nach Handels- und Zollfreiheit, die beim Zoll- und Handelskongress, eröffnet vom hessischen Staatsminister Karl du Bos du Thil (1777–1859), ab dem 13. September ... »Details - 3. Juni 1819: Eröffnung der Schiffsbrücke Offenbach-Fechenheim
Am Schloss in Offenbach am Main wird eine Schiffsbrücke nach Fechenheim in Betrieb genommen. Der wichtigste Grund zur Errichtung der Brücke war die Umleitung des Fahrverkehrs zwischen den beiden hessischen Provinzen Starkenburg und Oberhessen, der vorher die Frankfurter Brücke benutzte und dafür Zoll entrichten musste. Nach der Errichtung der Brücke an der Kaiserstraße 1887 wird die ... »Details - 1. Juli 1819: Attentat auf Karl von Ibell in Bad Schwalbach
Der Apotheker Karl Löning (1791–1819) aus Idstein verübt in Bad Schwalbach einen Anschlag auf den nassauischen Regierungspräsidenten Karl von Ibell (1780–1834). Karl von Ibell helfe staatlicher Repression, was als Motiv zur Tat dient. Ibell überlebt, jedoch lag dasselbe Motiv dem Anschlag auf August von Kotzebue (1761–1819) im März 1819 zugrunde.(StH) ... »Details - August 1819: Hep-Hep-Unruhen
Weit verbreitete Vorurteile gegenüber Juden führten im Spätsommer 1819 in vielen Städten Deutschlands zu antijüdischen Ausschreitungen. Missernten hatten zu hohen Brotpreisen geführt und Vorwürfe wegen Brotwuchers richteten sich vor allem gegen die Juden. Hinzu kam die Diskussion um ihre rechtliche Gleichstellung, die dazu führte, dass zahlreiche Handwerker und Kaufleute eine vermeintlich ... »Details - 14. August 1819: Einführung von Schulchroniken im Herzogtum Nassau
Die Herzoglich Nassauische Landesregierung weist die Schulinspektoren im Land an, auf die Führung von Schulchroniken zu dringen. Jede Elementarschule soll ab diesem Zeitpunkt eine Chronik verfassen, die in den jährlichen Inspektionen der Schulen im Frühjahr vorgelegt werden muss. Die Chronik soll in drei Teilen angelegt werden, einem historischen Teil, der die Geschichte der jeweiligen Schule ... »Details - 27. August 1819: Hessische Regierung gewährt Offenbach volle Gewerbefreiheit
Die Großherzoglich Hessische Regierung gewährt Offenbach am Main die volle Gewerbefreiheit. Aufgrund dessen wird in der „Handels- und Fabrikstadt“ am 21. Juli 1821 vom Innen- und Justizministerium eine Handelskammer, bestehend aus neun Kaufleuten und Fabrikanten, erbaut. Vorher gab es eine solche nur in Frankfurt am Main. Unter den Aufgaben fallen auch das Aufzeigen von Hürden im Handel ... »Details - 7. November 1819: Einweihung des Großherzoglichen Hoftheaters in Darmstadt
Da dem theaterbegeisterten Großherzog Ludewig I. von Hessen und bei Rhein (1753–1830) das alte, noch von Louis Remy de la Fosse (um 1659–1726) errichtete Opernhaus in Darmstadt nicht mehr ausreichend erschien, beauftragte er den Hofbaumeister Georg Moller (1784–1852) 1810/11 mit dem Neubau eines geräumigeren Theaterbaus, der allen Bürgern zugänglich sein sollte. Von Anfang an war dafür ... »Details - 1820-1850: Pauperismus im Herzogtum Nassau
Die Massenverarmung in der Zeit des Vormärzes wird zum zentralen Problem der Landbevölkerung. Ursachen liegen im Bevölkerungswachstum, der Strukturkrise im Handwerk durch Einführung der Gewerbefreiheit und neuerer Techniken, der Bauernbefreiung, Missernten und einer verfehlten Politik der Landesherren. Viele Männer zogen den Sommer über ins Rheinland und ins Ruhrgebiet, um als Saisonarbeiter ... »Details
