Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 1811-1872: Die Judengasse in Frankfurt
    Von 1462 bis 1796 war die jüdische Bevölkerung in Frankfurt gezwungen, im Ghetto in der Judengasse unter äußerst beengten Umständen und katastrophalen sanitären Verhältnissen zu leben. Nicht nur das Wohnen, auch der Aufenthalt im Rest der Stadt war stark eingeschränkt. Nach einem Brand im Jahr 1711 durften erstmals Juden außerhalb der Gasse eine Unterkunft suchen, allerdings nur bis zum ... »Details
  2. 26. September 1811: Deutsche Familiennamen für die jüdische Bevölkerung
    Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts entstanden in den deutschen Staaten zunehmend Regelungen, die Juden die Annahme eines deutschen Familiennamens vorschreiben, der an die Nachkommen weitergegeben werden musste. Die Großherzoglich Hessische Verordnung vom 15. Dezember 1808 nannte die bisher fehlenden Nachnamen als „daß größte Hinderniß richtiger Verzeichnisse“. Deutsche Namen waren zudem ... »Details
  3. 24. November 1811: Verheerender Brand des Landgrafenschlosses in Kassel
    In der Nacht vom 23. auf den 24. November 1811 brennt das Residenzschloss in Kassel, das alte Landgrafenschloss, das zu diesem Zeitpunkt von König Jerôme von Westphalen (1784–1860) bewohnt wird. Zerstört wird vor allem der Rotensteinflügel an der Seite zur Fulda hin, die anderen Gebäudeteile scheinen zumindest im Erdgeschoss erhalten geblieben zu sein.|Pläne zu einem Wiederaufbau und ... »Details
  4. 28. Dezember 1811: Frankfurter Judenschaft erkauft sich die Zusage der bürgerlichen Rechte
    Am 28. Dezember 1811 werden den Frankfurter Juden gegen eine Ablösungssumme von 440.000 Gulden die bürgerlichen Rechte zugesprochen. In das erste israelitische Bürgerbuch werden die Namen von 645 Juden eingetragen.(StH) ... »Details
  5. 1812: Simon Moritz von Bethmann eröffnet das erste öffentlich zugängliche Museum Frankfurts
    Im Jahr 1812 machte der Frankfurter Bankier, Politiker und Diplomat Simon Moritz von Bethmann (1768–1826) seine Antikensammlung in einem eigens dafür errichteten, klassizistischen Gebäude, dem später sogenannten Odeon, auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel in den seit 1806 neu angelegten Wallanlagen in Frankfurt am Main allgemein zugänglich. Es war somit das erste öffentliche ... »Details
  6. 27. Januar 1812: Die „Rauch-, Kautabak und Cigarrenfabrik Georg Philipp Gail“ wird in Gießen gegründet
    Am 27. Januar 1812 gründet Georg Philipp Gail (1785–1865) die erste Gießener Rauchtabakfabrik mit zunächst nur acht Mitarbeitern. Neben Pfeifentabak wurde auch Schnupftabak hergestellt, ab 1828 kam Kautabak hinzu. Die Stadt Gießen gehörte zum Großherzogtum Hessen, wo es damals kein Tabakmonopol gab und eine vergleichsweise niedrige Tabaksteuer erhoben wurde. Aufgrund der günstigen ... »Details
  7. 7. April 1812: Einrichtung einer neuen Polizei in Hessen-Kassel
    Mit dem Edikt über die „Etatsgenehmigung der zur errichtenden Gendarmerie“ wird im Kurfürstentum Hessen für die Zeit nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon das Polizeiwesen neu geordnet und umgesetzt. In jedem Landkreis wird eine Behörde mit einem Kreisbrigadier, zwei bis drei Offizieren und 14 bis 40 Gendarmen eingerichtet. Die Anzahl der Polizeibeamten richtet sich nach der Größe ... »Details
  8. 7. Mai 1812: Hessische Truppen in britischer Gefangenschaft in Spanien
    Von den 4.000 hessischen Soldaten, die am 24. August 1808 zum Einsatz nach Spanien gegen England geschickt wurden, geraten am 7. Mai 1812 an der südspanisch-portugiesischen Grenze bei Badajoz in britische Gefangenschaft. Die Truppen bestanden aus Soldaten des Großherzogtums Hessen („Groß- und Erbprinz“), des Herzogtums Nassau und der Truppen des Fürstprimas Karl von Dalberg (1744–1817). ... »Details
  9. 9. Mai 1812: Der Kasseler Kunststudent Carl Heinrich Arnold trifft in Paris ein
    Im April 1812 macht sich der an der Kunstakademie in Kassel ausgebildete Tapetenfabrikantensohn Karl Heinrich Arnold (1793–1874) zusammen mit dem Akademieprofessor Ludwig Hummel (1770–1840) und dessen Frau, der Malerin Marianne von Rohden (1785–1866) per Kutsche auf den Weg nach Paris. Ab Frankfurt am Main schloss er sich dann seinem Freund Justus Krauskopf (1787–1869) an, der zu Fuß ... »Details
  10. 11. Mai 1812: Appell der „Landkriegskostenkommission“ für eine gerechte Verteilung der Kosten
    Die „Großherzoglich Hessische Landkriegskostenkommission der Provinz Starkenburg“ fordert eine gleichmäßige Verteilung der „Einquartierungslast“ in Seligenstadt und Miltenberg, da die Kosten vor allem auf der Landbevölkerung liegen, die die Lebensmittel der Armee bereitstellen. Die Pferde werden dabei beschlagnahmt. Der Krieg hält nun fast zwanzig Jahre mit durchschreitenden Truppen ... »Details