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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 3. Dezember 1952: Landtag thematisiert Landbeschlagnahmungen durch die Besatzungsarmeen
Im Hessischen Landtag wird auf Antrag des Gesamtdeutschen Blocks die Landbeschlagnahmung durch die Besatzungsarmeen zum Gegenstand der Debatte. Alle Parteien bekräftigen, dass es sich hierbei nur um Gebiete handeln dürfe, die militärisch notwendig seien. Die Debatte kreist um 30.000 Morgen Land im Hanauer und Gelnhäuser Raum.(MB) ... »Details - 4. Dezember 1952: Verbände gemeinnütziger Privatschulen kritisieren hessisches Privatschulgesetz
Die Verbände gemeinnütziger Privatschulen kritisieren auf ihrer Sitzung in Frankfurt am Main das neue hessische Privatschulgesetz. Der Kern der Kritik richtet sich auf die unklare Regelung öffentlicher Zuschüsse für Privatschulen. Zwar erkenne der Gesetzentwurf die Privatschulen rechtlich an, aber es fehle an einer Regelung der Finanzierung, so dass die Schule,n die an sie gestellten Aufgaben ... »Details - 10. Dezember 1952: Zinn äußert sich zu möglichen Gutachten des Bundespräsidenten
Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) gibt über ein mögliches durch Bundespräsident Heuss angefertigtes Gutachten folgende Stellungnahme: Ich halte es für undenkbar, daß der Bundespräsident einen solchen Schritt unternimmt, der als die Preisgabe seiner Unabhängigkeit ausgelegt werden könnte. Wenn der Bundespräsident sich durch die Bundesregierung zu diesem Entschluß ... »Details - 10. Dezember 1952: Kabinett beschließt finanzielle Förderung der Friedrich-Ebert-Stiftung
Das hessische Kabinett beschließt, der Friedrich-Ebert-Stiftung eine finanzielle Zuwendung in Höhe von 10.000 DM zukommen zu lassen. Die Stiftung fördert mittellose Studenten und veranstaltet Lehrgänge zur demokratischen Erziehung.(MB) ... »Details - 10. Dezember 1952: Kabinett beschließt Gelder für Öffentlichen Dienst, Rentner und Versorgungsempfänger
Der hessische Finanzminister wird vom Kabinett ermächtigt, Beamten, Angestellten und Versorgungsempfängern noch vor Weihnachten 30 % ihres Grundgehaltes auszuzahlen. Auch Beamte nach Artikel 131 des Grundgesetzes erhalten diese Zahlung. Zunächst entfallen keine Steuern auf dieses Geld. Unklar ist allerdings, ob es sich bei der Zuwendung um eine steuerfreie Notzulage oder um eine ... »Details - 10. Dezember 1952: Hessen will einen Kredit über 50 Millionen DM aufnehmen
Der Hessische Landtag hat über einen von der Landesregierung ausgearbeiteten Gesetzesentwurf zu befinden, der vorsieht, der Landesregierung zu erlauben, einen Kredit in Höhe von bis zu 50 Millionen DM aufzunehmen. Die Regierung begründet ihr Ansuchen mit den großen finanziellen Belastungen – Kriegsfolge- und Soziallasten –, die das Land zwischen 1948 und 1950 zu tragen hatte. Diese Kosten ... »Details - 11. Dezember 1952: Gründung des hessischen Landesgesundheitsrats
Für Hessen gründet sich ein Landesgesundheitsrat. Ziel des Rats soll sein, kranken und leidenden Menschen zu helfen, so Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD). Das Präsidium setzt sich zusammen aus Prof. Dr. Augustin Förster (1895–1963) aus Marburg als Vertreter der Ärzte, Stadtrat Dr. Rudolf Prestel (1898–1979) aus Frankfurt am Main, der die kommunalen Spitzenverbände ... »Details - 17. Dezember 1952: Landtag erlaubt Regierung Kreditaufnahme
In seiner letzten Sitzung vor der Weihnachtspause beschließt der Landtag die Gesetzesannahme, die es der Regierung erlaubt, einen Kredit in Höhe von bis zu 50 Millionen DM aufzunehmen. Finanzminister Heinrich Troeger (1901–1975; SPD) begründete die Aufnahme dieser Anleihe mit der Bedienung kurzfristiger Verbindlichkeiten. Zudem haben bereits der Bund und andere Bundesländer solche Anleihen ... »Details - 17. Dezember 1952: Landtagsdebatte über die Lehrerbesoldung
Im Hessischen Landtag wird über den von FDP und SPD eingebrachten Dringlichkeitsanträgen über die Besoldung von Junglehrern lebhaft debattiert. Kern der Anträge ist die Verbesserung der schlechten wirtschaftlichen Lage von Junglehrern. Die FDP fordert eine Beihilfe, die sich aus der Differenz zwischen der ersten und dritten Besoldungsstufen ergibt. Die SPD fordert, ungeachtet des Widerspruchs ... »Details - 17. Dezember 1952: Große Anfrage der CDU zur Gewerbefreiheit im Apothekerwesen
Die CDU stellt im Landtag eine Große Anfrage zur Gewerbefreiheit im Apothekerwesen. Der CDU-Abgeordnete Erich Großkopf (1903–1977) sieht für das Apothekerwesen in Hessen einen Handlungsbedarf, besonders in der Übergangszeit, aber verweist darauf, dass hierbei nicht zu einschränkende Regelungen getroffen werden sollten.(MB) ... »Details - 17. Dezember 1952: Landtag überweist vorläufiges Polizeibesoldungsgesetz an Ausschuss
Der Hessische Landtag verweist das vorläufige Polizeibesoldungsgesetz an den Beamten- und Kommunalpolitischen Ausschuss.(MB) ... »Details - 17. Dezember 1952: Landtag verabschiedet Gesetze für Justizwesen
Der Hessische Landtag verabschiedet eine neue Landesgebührenordnung für Rechtsanwälte sowie das Gesetz, dass es Justizreferendaren erlaubt richterliche Geschäfte wahrzunehmen.(MB) ... »Details - 21. Dezember 1952: Presse berichtet über Einigung zwischen SPD und dem Block der Heimatvertriebenen
In der Presse werden Berichte laut, dass es in der Frage der Zusammenarbeit zwischen der SPD und dem Block der Heimatvertriebenen zu einer Einigung gekommen ist. Die Einigung beinhalte die Übernahme wichtiger Posten durch Vertreter des Blocks. Die personellen Besetzungen müssen allerdings noch vom Landtag beschlossen werden. Den Posten des Staatsbeauftragten für die Notstandsgebiete in ... »Details - 22. Dezember 1952: Motorsportler Karl Kling wird Sportler des Jahres
Der aus Gießen stammende Automobilrennfahrer Karl Kling (1910–2003) wird von den deutschen Sportjournalisten zum „Sportler des Jahres“ gewählt. Kling, der bereits 1948 und 1949 Deutscher Sportwagenmeister geworden war, hatte 1952 die „Carrera Panamericana“ quer durch Mexiko gewonnen und belegte bei der „Mille Miglia“ im selben Jahr Platz zwei. Die Erfolge fuhr er gemeinsam mit ... »Details - 23. Dezember 1952: Wirtschaftsministerium nimmt Stellung zu Berichten über Sozialisierung der Privatbahnen
Das hessische Wirtschaftsministerium äußert sich zu Berichten, das Land wolle die Sozialisierung der Privatbahnen zurücknehmen. Eine sinnvolle Neuordnung im Bereich der Kleinbahnen sieht das Ministerium vor, da die bestehenden Regelungen langfristig nicht funktionieren werden. Eine vollständige Rücknahme der Sozialisierung sei aber nicht vorgesehen. Dazu sei die Regierung auch aufgrund der ... »Details - 27. Dezember 1952: Zinn kündigt in Kassel für 1953 acht neue Gesetze an
Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) kündigt auf der Sitzung des erweiterten Bezirksvorstandes der Sozialdemokratischen Partei Hessen-Nord in Kassel an, dass im Jahr 1953 acht neue Gesetze zum Abschluss gebracht werden. Optimistisch äußert sich Zinn, dass 1953 die geplante Verwaltungsreform abgeschlossen werden könne. Kern der Reform sei die Schaffung eines einheitlichen ... »Details
