Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 30. Juni 1921: Jüdischer Innenminister in Darmstadt zum Rücktritt gezwungen
    Staatspräsident Carl Ulrich (1853–1933; SPD) verkündet den Rücktritt des amtierenden Innenministers der ersten Regierung des Volksstaats Hessen, Heinrich Fulda (1860–1943; SPD). Fulda wird nach Auseinandersetzungen mit der SPD-Spitze über die Grundsätze beim Aufbau einer demokratischen Verwaltung und Kritik an seiner Amtsführung zum Rücktritt gezwungen. In Wahrheit aber opfert man den ... »Details
  2. Juli 1921: Große Trockenheit mit Waldbränden
    Eine Hitzewelle führt während des Monats Juli zu Feld- und Waldbränden und gefährdet die Ernte der hessischen Landwirte. Bei Seligenstadt (Landkreis Offenbach) entfachen achtlos von Zugreisenden aus dem Fenster geworfene Zündhölzer Feuer auf mehreren Getreidefeldern. Am 19. Juli geben die Behörden eine offizielle Warnung vor den Gefahren der Trockenheit heraus, die zuvor auch einen ... »Details
  3. Juli - August 1921: Große Hitze und Trockenheit führen zu Wassermangel
    Ende Juli und Anfang August kommt es zu einer starken Hitzewelle und großer Trockenheit, sodass die Sommerferien durch Hitzeferien fortgesetzt werden müssen. Die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser wird wegen Wassermangels eingeschränkt.(OV) ... »Details
  4. 5. Juli 1921: Hessischer Landtag diskutiert Hebammenkongress in Bad Nauheim
    Am 5. Juli 1921 beschäftigt sich der Landtag des Volksstaates Hessen im Rahmen von Kapitel 31 „Ärztlicher Dienst“ des Staatshaushaltsplanes mit dem Antrag der Abgeordneten Dr. Heinrich Reh (1860–1946; DDP) und Genossen, der lautet: „Zu Titel 6 – Untersuchungsamt für Infektionskrankheiten“. ... »Details
  5. 13. Juli 1921: Hessischer Landtag diskutiert über Frauen im Richteramt
    Am 13. Juli 1921 findet im Landtag des Volksstaates Hessen in Darmstadt eine Generaldebatte zum Haushaltskapitel „Ministerium der Justiz“ statt, in dessen Rahmen unter anderem über die Abschaffung der Todesstrafe, „Klassenjustiz“, Begnadigungen und die Zulassung von Frauen zum Richteramt diskutiert wird. Karoline Balser (1873–1928; DDP) stellt in ihrem Redebeitrag die Forderung, Frauen ... »Details
  6. 16. Juli 1921: Entdeckung eines Waffendepots in der Frankfurter Wöhlerschule
    Im Heizungskeller der in der Lessingstraße im Frankfurter Stadtteil Westend gelegenen Wöhlerschule werden 500 als Gesteinsproben für das Senckenberg-Museum getarnte einsatzfähige Gewehre entdeckt. ... »Details
  7. 24. Juli 1921: Einweihung des Darmstädter Stadions
    In Darmstadt wird das neue Stadion des Sportvereins SV 1898 am Böllenfalltor eingeweiht.(OV) ... »Details
  8. 20. August 1921: Große Sammlung zugunsten des Frankfurter Goethehauses
    Mit Genehmigung des Kultusministeriums wird an allen Schulen in Preußen eine Sammlung zugunsten des Goethe-Hauses in Frankfurt am Main veranstaltet.(OV) ... »Details
  9. 26. August 1921: Protestdemonstration in Offenbach wegen der Ermordung Erzbergers
    Wegen der Ermordung des Zentrumspolitikers und früheren Reichsfinanzministers Matthias Erzberger (1875–1921) findet Ende August in Offenbach am Main eine Protestdemonstration statt. ... »Details
  10. 27. August 1921: Eröffnung des Katholikentags in Frankfurt
    Im Beisein von päpstlichen Nuntius Eugenio Pacelli (1876–1958), des späteren Papstes Pius XII., wird in Frankfurt am Main der 61. Deutsche Katholikentag eröffnet. Er dauert bis zum 30. August und ist das erste Treffen der deutschen Katholiken nach dem Ersten Weltkrieg. An den Veranstaltungen nimmt auch Reichskanzler Joseph Wirth (1879–1956; Deutsche Zentrumspartei) teil.Vgl. die ... »Details
  11. 9. September 1921: Gründung einer Ortsgruppe des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten in Kassel
    In den Räumen der Sinai-Loge zu Kassel wird unter Beteiligung zahlreicher Mitglieder der jüdischen Gemeinde die Gründung eines Ortsverbandes des Reichsbundes der jüdischen Frontsoldaten (RjF) beschlossen. Die Ortsgruppe bezweckt, ebenso wie die übrigen Zweigstellen des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten Deutschlands den Zusammenschluß der jüdischen Frontsoldaten Deutschlands zur Wahrung ... »Details
  12. 1. Oktober 1921: Main-Kraftwerke beginnen mit Stromlieferungen
    Die im Zuge der Main-Kanalisierung errichteten Main-Kraftwerke Großkrotzenburg, Kesselstadt und Mainkur beginnen mit der Stromlieferung.(OV) ... »Details
  13. 6.-7. Oktober 1921: Deutsch-französisches Abkommen zur Reparationsfrage in Wiesbaden
    Der deutsche Wiederaufbauminister Walther Rathenau (1867–1922) und sein französischer Kollege Louis Loucheur (1872–1931) schließen nach längeren Verhandlungen in Wiesbaden ein Abkommen mit drei Nebenabkommen über die privatwirtschaftliche Sachlieferung aus Deutschland an Kriegsgeschädigte in Frankreich. Die Vereinbarung, die sachlich wenig Erfolg bringt, wird als das „Wiesbadener ... »Details
  14. 6. - 8. Oktober 1921: Unterzeichnung eines Reparationsabkommens in Wiesbaden
    In Wiesbaden wird ein bereits im Sommer ausgehandeltes deutsch-französisches Abkommen zur Regelung von Reparationsfragen unterzeichnet. Die fortan als „Wiesbadener Abkommen“ bekannte vertragliche Vereinbarung hat die Realisierung von Reparationszahlungen und eine Reduzierung der deutschen Kohlelieferungen zum Gegenstand und wurde beginnend mit einem ersten Treffen am 12. und 13. Juni 1921 bei ... »Details
  15. 22. Oktober 1921: Ernennung eines neuen Reichsgesandten für Hessen in Darmstadt
    Der frühere Reichsinnenminister Eduard David (1863–1930; SPD) wird als Nachfolger des Grafen von und zu Lerchenfeld zum Vertreter des Reiches in den südwestdeutschen Ländern mit Sitz in Darmstadt („Gesandter des Reiches in Hessen“ bzw. „Gesandter der Reichsregierung in Darmstadt“) ernannt.0=Hugo Graf von und zu Lerchenfeld auf Köfering und Schönberg (1871–1944) hatte den Posten ... »Details
  16. 25. Oktober 1921: Verabschiedung eines neuen Volksschulgesetzes durch den Darmstädter Landtag
    Der Landtag des Volksstaats Hessen in Darmstadt verabschiedet nach mehrjähriger Vorbereitung ein neues Volksschulgesetz, das den Weg zu einer demokratischen Neuordnung des Schulwesens freigibt. ... »Details
  17. 26. November 1921: Sehr niedriger Wasserstand des Rheins
    Der Wasserstand des Rheins ist über längere Zeit stetig gesunken, sodass die Schifffahrt weitgehend eingestellt werden muss. Beim Pegel Kaub sinkt der Wasserstand auf 91 Zentimeter. Am 3. Dezember kommt die Rheinschifffahrt wegen des anhaltenden Frostes gänzlich zum Erliegen. Der Pegel zeigt nur noch 69 Zentimeter.(OV) ... »Details
  18. 27. November 1921: Rechtsruck bei Wahlen zum Hessischen Landtag
    Die Neuwahl des Hessischen Landtags bringt einen Rechtsruck. Dennoch behält die Regierungskoalition aus SPD, Demokraten und Zentrum eine sichere Mehrheit. ... »Details
  19. 29. November 1921: Staatsvertrag zum Anschluss des waldeckischen Pyrmont an Preußen
    In Arolsen unterzeichnen die Vertreter Preußens und des Freistaats Waldeck einen Staatsvertrag über die Eingliederung des bisherigen waldeckischen Landesteils Pyrmont in den Freistaat Preußen (Provinz Hannover). Sie folgen damit dem Ergebnis einer Volksabstimmung, in der eine große Mehrheit (80 %) in Pyrmont für den Anschluss an Preußen votiert hatte. ... »Details
  20. 1. Dezember 1921: Eröffnung des Neuen Operetten-Theaters in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird das Neue Operetten-Theater eröffnet, das 1.500 Zuschauern Platz bietet.(OV) ... »Details
  21. 12. Dezember 1921: Konferenz der deutschen Wirtschaftsminister in Darmstadt
    Die Wirtschaftsminister des Reichs und der Länder treffen sich zu einer Konferenz in Darmstadt.(OV) ... »Details
  22. 15. Dezember 1921: Eröffnung des Hessischen Landtags und Rücktritt der Regierung
    Der Hessische Landtag wird eröffnet. Auf der Sitzung erklärt die Regierung des Volksstaats ihren Rücktritt.Siehe 20. Dezember 1921.(OV) ... »Details
  23. 20. Dezember 1921: Regierungsbildung im Volksstaat Hessen
    Der Landtag des Volksstaates Hessen wählt, nach seiner Eröffnung am 15. Dezember mit den 38 Stimmen der SPD, des Zentrums und der DDP (27 Stimmzettel waren unbeschrieben), den bisherigen Staatspräsidenten Carl Ulrich (1853–1933; SPD) erneut in sein Amt. Er bestätigt zugleich die von Ulrich vorgeschlagene Liste der Minister: ... »Details
  24. 31. Dezember 1921: Zeitung spricht zum Jahresende 1921 von Verelendung des Volkes
    Zum Ende des krisenhaften Jahres 1921 stellt die „Offenbacher Zeitung“ fest: Die Verelendung des Volkes ist furchtbar.(OV) ... »Details
  25. 1. Januar 1922: 200-jähriges Bestehen der Frankfurter Nachrichten
    Die „Frankfurter Nachrichten“, eine regionale Tageszeitung für Frankfurt am Main und Umgebung, kann ihr 200-jähriges Bestehen feiern.(OV) ... »Details
  26. Anfang August 1922: Starke Teuerung in der Lebenshaltung
    Das Statistische Reichsamt gibt bekannt, daß im Juli die Teuerung gegenüber dem Vormonat um 41,6 % gestiegen ist. ... »Details
  27. 2. Januar 1922: Verlängerung der Weihnachtsferien wegen einer Grippewelle
    In Deutschland erkranken Ende Dezember zahlreiche Menschen an der Grippe (Influenza). In Offenbach am Main werden alleine in drei Tagen 1.750 Neuerkrankungen gemeldet. Die Grippewelle zwingt die Behörden Anfang Januar dazu, die Weihnachtsferien an den hessischen Schulen zu verlängern. Bei der Grippewelle handelt es sich möglicherweise um eine Nachepidemie der sogenannten Spanischen Grippe, die ... »Details
  28. 12. Januar 1922: Gehaltserhöhung für Staatsbedienstete wegen Teuerung
    Wegen der zunehmenden Teuerung erhöht die deutsche Regierung die Bezüge für Beamte und Arbeiter in den Staatsbetrieben. Nach der heute getroffenen Vereinbarungen erhalten Handwerker und Arbeiter der Reichs- und Staatsbetriebe rückwirkend ab 1. Januar 1922 eine Stundenlohnerhöhung von 75 Pfennig. Nach Angaben des Statistischen Reichsamts hat sich die Verteuerung der Lebenshaltung vom November ... »Details
  29. 29. Januar 1922: Proteste gegen die Willkür der französischen Besatzung im Rheinland
    Vertreter aller Parteien aus dem Rheinland protestieren in einer großen Versammlung in Berlin „gegen die Willkür der fremden Verwaltung, insbesondere gegen die Verwendung farbiger Truppen“ (Schulthess).(OV) ... »Details
  30. Februar 1922: Gründung der NSDAP in Kassel
    Im Februar 1922 gründet der Kaufmann Martin Eckhardt die erste NSDAP-Gruppe in Kassel, im Winter 1922/23 entsteht eine kleine Abteilung der SA in der Stärke von etwa zwölf bis 14 Mann. Die NSDAP-Gruppe besteht aus insgesamt etwa 20 Mitgliedern.(OV) ... »Details
  31. Februar 1922: Versorgungsengpässe durch einen Streik der Eisenbahner
    In der Folge eines Streiks der Eisenbahner treten im Februar erhebliche Versorgungsschwierigkeiten mit Fleisch und Kartoffeln auf. Auch der Transport der Milch in die Städte ist nur mit großen Problemen möglich.(OV) ... »Details
  32. 24.-26. Februar 1922: Tagung der 2. Internationale und der Sozialistischen Parteien in Frankfurt
    In Frankfurt am Main treffen sich die Führer der Zweiten Internationale und der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Sozialistischer Parteien (IASP; auch: „Wiener“ bzw. „Zweieinhalbte“ Internationale) auf einer gemeinsamen Konferenz. Dabei spricht man über die Vorbereitung einer gemeinsamen Beratung der drei Internationalen und die gegenwärtige Politische Situation. „Zur Verhinderung ... »Details
  33. 27. Februar 1922: Werbung für Wiederaufbau des Goethehauses in Frankfurt
    Im Völkerkundemuseum in Frankfurt am Main beginnt die zur Werbung für den Wiederaufbau des Goethehauses veranstaltete Goethe-Woche. An der Veranstaltung nehmen auch Reichspräsident Friedrich Ebert (1871–1925; SPD) und der preußische Kultusminister Otto Boelitz (1876–1951; DVP) teil.(OV) ... »Details
  34. 4. März 1922: Scheitern eines rechtsradikalen Fememord-Versuchs in Bad Nauheim
    Im Kurpark von Bad Nauheim scheitert ein Fememord-Versuch von Angehörigen der rechtsradikalen Organisation „Consul“ (O.C.) gegen das frühere Mitglied Erwin Wagner. Wagner, der bei der Ende Januar geglückten Befreiung des wegen der Versenkung eines englischen Lazarettschiffs als Kriegsverbrecher verurteilten Oberleutnant Ludwig Dithmar aus der Strafanstalt Naumburg/Saale durch die O.C. den ... »Details
  35. 6. März 1922: Eröffnung des 56. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Wiesbaden
    Im Landeshaus in Wiesbaden wird um 18 Uhr der 56. Kommunallandtag des Regierungsbezirks durch eine Ansprache des stellvertretenden Landtagskommissars, dem Regierungspräsidenten Dr. Wilhelm Momm (1865–1935) eröffnet. In seiner Rede führt Momm aus:  ... »Details
  36. Frühjahr 1922: Erbitterte Auseinandersetzungen bei Streiks der Metallarbeiter
    Im Frühjahr streiken im Rhein-Main-Gebiet und in anderen Regionen die Metallarbeiter.Es kommt dabei zu langwierigen Auseinandersetzungen, in denen die Arbeitgeber auch zum Mittel der Aussperrung greifen. Erst nach rund 13 Wochen gelingt es den Kontrahenten, den Arbeitskampf durch eine Vereinbarung zu beenden.(OV) ... »Details
  37. 26. März 1922: Fußball-Länderspiel Deutschland - Schweiz in Frankfurt
    Im ersten Länderspiel des Jahres trifft die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Frankfurter Riederwaldstadion auf die Schweiz. Unter der Leitung des niederländischen Schiedsrichters Boas trennen sich die beiden Mannschaften 2:2 Unentschieden. Die deutschen Tore erzielen Andreas Franz (1897–1970) und Mannschaftskapitän Leonhard Seiderer (1895–1940), die beide für die Spielvereinigung ... »Details
  38. 1. April 1922: Waldeckischer Landesteil Pyrmont wird preußisch
    Die durch eine Volksabstimmung vorbereitete Angliederung des waldeckischen Landesteils Pyrmont an den preußischen Kreis Hameln erhält Rechtskraft. Nachdem die Parlamente im Freistaat Waldeck und in Preußen dem am 20. November 1921 geschlossenen Staatsvertrag über den Anschluss Pyrmonts zugestimmt haben, ist der Übergang der Staatsgewalt an Preußen zum 1. April 1922 durch ein Reichsgesetz vom ... »Details
  39. 2.-8. April 1922: Frankfurter Frühjahrsmesse 1922
    In Frankfurt am Main findet vom 2. bis zum 8. April die Frühjahrsmesse 1922 statt.(OV) ... »Details
  40. 22. April 1922: Theaterskandal bei der Uraufführung des Bronnen-Stücks „Vatermord“ in Frankfurt
    Die Uraufführung des expressionistischen Schauspiels „Vatermord“ aus der Feder des österreichischen Schriftstellers und Regisseurs Arnolt Bronnen (1895–1959) am Schauspielhaus in Frankfurt am Main wird ein spektakulärer Misserfolg. Die Aufführung des Einakters unter der Regie von Wolfgang Harnisch macht als Theaterskandal anschließend reichsweit Schlagzeilen und lässt den jungen Autor ... »Details