Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 21. Juni 1919: Niederwerfung der Lebensmittelunruhen in Kassel
    Gewalttätige Lebensmittel-Unruhen in Kassel werden mit Militäreinsatz blutig niedergeworfen.(OV) ... »Details
  2. 27. Juni 1919: Stadt Frankenberg (Hessen-Nassau) ändert den Namenszusatz
    Die Stadt Frankenberg, die bisher zur Unterscheidung von der Stadt Frankenberg in Sachsen den Zusatz „Hessen-Nassau“ führte, ändert ihren Namen in „Frankenberg / Eder“. Sie nimmt damit Bezug auf den durch die Stadt fließenden Fluss statt auf die Zugehörigkeit zur preußischen Provinz Hessen-Nassau. (Meldung des Amtlichen Kreisblatts für den Kreis Frankenberg)(OV) ... »Details
  3. 28. Juni 1919: Unterzeichnung des Friedensvertrages in Versailles
    In Versailles wird der als Ergebnis monatelanger Verhandlungen entwickeltes Friedensvertrag von Versailles unterzeichnet. Gleichzeitig wird das Abkommen unterzeichnet, der die militärische Besetzung der rheinischen Gebiete regelt.(OV) ... »Details
  4. 8. Juli 1919: Verteidigung der Eigenständigkeit des Volksstaats Hessen
    Gegen „Separatismus“ und Großhessen-Bewegung verteidigt Ministerpräsident Carl Ulrich (1853–1933; SPD) die Eigenständigkeit des Volksstaats Hessen. Im Landtag erklärt er, der Volksstaat bleibe „als ein in sich geschlossenes, durchaus geordnetes Staatswesen bestehen“. ... »Details
  5. 8.-10. Juli 1919: Reichskongress der Automobilarbeiter in Frankfurt
    Im Rathaus der Stadt Frankfurt am Main findet der Reichskongress der Arbeitnehmer der deutschen Automobilindustrie statt. Die Teilnehmer sprechen sich für die Einführung des Rätesystems und den Sozialismus aus.(OV/KU) ... »Details
  6. 17. Juli 1919: Verabschiedung des Landgesetzes durch die Hessische Volkskammer
    Die Volkskammer des Volksstaates Hessen verabschiedet das Landgesetz, das von der Arbeiterschaft dringend gefordert wurde. Das Gesetz soll unter Berücksichtigung der Eigenart der Bodenverteilung in Hessen ohne Verzögerung durchgeführt werden. Das Gesetz wird gegen die Stimmen der USPD beschlossen, der die Vorlage nicht weit genug geht.(OV) ... »Details
  7. 11. August 1919: Reichspräsident Ebert unterzeichnet die Weimarer Verfassung
    Reichspräsident Friedrich Ebert (1871–1925) unterzeichnet am heutigen Tag in Schwarzburg, einem Erholungsort im Schwarzatal in Thüringen0=Ebert wohnt dort gegenwärtig in der „Villa Schwarzaburg“, einem Nebengebäude des Hotels „Weißer Hirsch“., die von der Weimarer Nationalversammlung verabschiedete Verfassung des Deutschen Reichs (Weimarer Verfassung). Sie tritt am 14. August in ... »Details
  8. 22. August 1919: Hirtenbrief der in Fulda versammelten Bischöfe
    Die preußischen katholischen Bischöfe beschließen bei ihrer Versammlung in Fulda einen Hirtenbrief, in dem sie zur religiösen Umkehr als Voraussetzung für den Frieden mahnen. Sie protestieren dagegen, dass die deutschen Kriegsgefangenen nach wie vor zurückgehalten werden.(OV) ... »Details
  9. 30. August 1919: Antrittsbesuch von Reichspräsident Ebert bei der hessischen Landesregierung
    Reichspräsident Friedrich Ebert (1871–1925; SPD) stattet der hessischen Landesregierung in Darmstadt seinen Antrittsbesuch ab. Ebert, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, war zuvor am 11. Februar 1919 von der Nationalversammlung in Weimar zum ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt worden. Der am 21. August vereidigte Staatsmann stattet zwischen dem 25. ... »Details
  10. September 1919: Die Rheinische Zentrumspartei wendet sich gegen Separatisten
    Die rheinische Zentrumspartei wendet sich auf ihrem Parteitag gegen die Politik der rheinischen Separatisten unter Dr. Hans Adam Dorten (1880–1963). Sie beschließt, dass ein Zusammengehen mit Herrn Dr. Dorten nach dessen bisherigem Verhalten für die Mitglieder der Zentrumspartei durchaus unzulässig und vom Standpunkt der gesamten Zentrumspartei aus unerträglich sei.(OV) ... »Details
  11. 1. September 1919: Gründung der Schauspielschule in Frankfurt
    In Frankfurt am Main gründet der für seine expressionistische Darstellungsweise bekannte deutsche Schauspieler und Regisseur Carl Ebert (1887–1980) gemeinsam mit anderen Schauspielern des Frankfurter Theaters eine dem Schauspiel angegliederte Schauspielschule. ... »Details
  12. 5. September 1919: Uraufführung von Sternheims „Marquise von Arcis“ in Frankfurt
    Im Frankfurter Schauspielhaus wird das Stück „Die Marquise von Arcis“ (nach Diderot) des expressionistischen Dramatikers Carl Sternheim (1878–1942) uraufgeführt. Unter der Regie von Gustav Hartung (1887–1946) spielen Heinrich George den Marquis von Arcis und Maria Karsten die Marquise. Das Bühnenbild stammt von Gustav Hartung. ... »Details
  13. 24. September 1919: Aufführung des Büchner-Dramas „Woyzeck“ in Darmstadt
    Mit der Aufführung einer von Schauspieldirektor Willy Löhr (1873–1940) inszenierten Fassung des Dramas „Wozzeck“ („Woyzeck“) durch das Hessische Landestheater kommt zum ersten Mal ein Theaterstück des aus Goddelau stammenden Vormärz-Dichters und Revolutionärs Georg Büchner (1813–1837) auch in Darmstadt auf die Bühne. Das Landestheater ist damit nach dem Theater in Meiningen (im ... »Details
  14. 1. Oktober 1919: Internationale Einfuhrmesse in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird die Internationale Einfuhrmesse eröffnet.(OV) ... »Details
  15. 3. Oktober 1919: Reichspräsident Ebert zu Gast auf der Frankfurter Einfuhrmesse
    Reichspräsident Friedrich Ebert (1871–1925) besucht die Internationale Einfuhrmesse in Frankfurt am Main. Ursprünglich war vonseiten der Messeleitung beabsichtigt gewesen, Ebert bereits am 1. Oktober zur feierlichen Eröffnung der jetzt unter der Bezeichnung „Frankfurter Internationale Einfuhrmesse“ firmierenden und als Mustermesse neu eingerichteten Frankfurter Messe eine Ansprache halten ... »Details
  16. 5. Oktober 1919: Eröffnung des Volksbildungsheims in Frankfurt
    In Frankfurt am Main eröffnet der Ausschuss für Volksvorlesungen0=Der „Ausschuß für Volksvorlesungen“ (AfV) firmiert 1919 in „Bund für Volksbildung e. V. Höchst am Main“ um. in der Eschenheimer Anlage (Nr. 40) sein Volksbildungsheim. Die Einrichtung der Volksbildungsstätte wird von Spendern aus der Industrie und dem Bankgewerbe unterstützt, darunter vom Gründer und Direktor der ... »Details
  17. 7. Oktober 1919: Vertreter der Bundesstaaten besuchen die Frankfurter Messe
    Unter der Führung des preußischen Ministerpräsidenten Paul Hirsch (1868–1940; SPD) besuchen die Vertreter der deutschen Bundesstaaten die Frankfurter Messe in Frankfurt am Main, die erstmals nach Kriegsende seit dem 1. Oktober unter dem Namen „Internationale Einfuhrmesse“ in der Frankfurter Festhalle durchgeführt wird. Die Festhalle war mit der Mobilmachung zum Ersten Weltkrieg von der ... »Details
  18. 26. Oktober 1919: Tagung der Deutschen Friedensgesellschaft in Kassel
    Die Deutsche Friedensgesellschaft tagt in Kassel. Hauptgegenstände der Beratungen sind das neue Programm der Friedensgesellschaft, die Kriegsschuldfrage und die Tätigkeit des Berner Büros. Nach stürmischer Debatte der außerordentliche Mitgliederversammlung wird in einer Entschließung unter anderem betont, dass „in der Beurteilung über die Schuld am Kriege, die die Machthaber des alten ... »Details
  19. 29. Oktober 1919: Aufführung einer jüdischen Tragödie von Arnold Zweig in Frankfurt
    Am Frankfurter Schauspielhaus wird die jüdische Tragödie „Die Sendung Semaels“ von Arnold Zweig (1887–1968) zum ersten Mal im Deutschen Reich aufgeführt.(OV) ... »Details
  20. Ende 1919: Bildung des Hochschulrings deutscher Art in Darmstadt
    An der Technischen Hochschule Darmstadt wird von Studenten ein rechter Hochschulring deutscher Art gebildet. Im Sommer 1924 besetzt er zeitweilig zwei Drittel der Sitze im Allgemeinen Studentenausschuss.(OV) ... »Details
  21. 2. November 1919: Eröffnung der Darmstädter Volkshochschule
    In Darmstadt wird eine Volkshochschule eröffnet, was über die Stadt hinaus Beachtung findet.(OV) ... »Details
  22. 7. November 1919: Behinderungen der Rheinschifffahrt durch Niedrigwasser
    Durch extremes Niedrigwasser wird die Rheinschifffahrt erheblich beeinträchtigt. Der wichtige Pegel in Kaub zeigt nur noch einen Wasserstand von 99 cm.(OV) ... »Details
  23. 30. November 1919: Abkommen mit Württemberg und Baden über die Neckar-Kanalisierung
    In Karlsruhe schließen die drei Freistaaten Württemberg, Baden und Hessen ein Abkommen über die Kanalisierung des Neckars. ... »Details
  24. 3. Dezember 1919: Eröffnung des 45. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
    In Kassel tritt der 45. Kommunallandtag des Regierungsbezirkes Kassel zusammen. Die Abgeordneten werden zu diesem Zeitpunkt noch indirekt durch die Kreistage gewählt. ... »Details
  25. 4. Dezember 1919: Beratung des Verfassungsentwurfs in der Hessischen Volkskammer
    Die Hessische Volkskammer tritt zusammen, um den Entwurf der hessischen Verfassung zu beraten. Ministerpräsident Carl Ulrich (1853–1933; SPD) stellt einleitend fest, die Volkskammer habe der Regierung nach der Annahme einer vorläufigen Verfassung im Februar den Auftrag erteilt, eine endgültige Verfassung vorzulegen. Die Regierung komme dem hiermit nach. Er erklärt weiter: „Grundlegend sei ... »Details
  26. 12. Dezember 1919: Verkündung der Verfassung des Volksstaats Hessen
    Die endgültige Verfassung des Volksstaats Hessen, die am 9. Dezember von der Volkskammer mit der großen Mehrheit der Stimmen gegen die beiden Rechtsparteien angenommen worden ist, wird verkündet. In dem Rechtsdokument spiegelt sich der Einfluss des Staatsrechtlers Hans Gmelin (1878–1941). Der seit 1913 in Gießen als Hochschullehrer und Ordinarius des öffentlichen Rechts tätige Gmelin hatte ... »Details
  27. 19. Dezember 1919: Wahl Philipp Scheidemanns zum Kasseler Oberbürgermeister
    Der Reichstagsabgeordnete und erste Ministerpräsident der Reichsregierung in Berlin nach dem Ende des Kaiserreichs, Philipp Scheidemann (1865–1939; SPD), wird von der Stadtverordnetenversammlung zum Oberbürgermeister seiner Heimatstadt Kassel gewählt. Bei der Abstimmung erhält er 48 von 86 abgegebenen Stimmen. Er tritt sein Amt am 19. Januar 1920 an.(OV) ... »Details
  28. Anfang 1920: Gründung einer Ortsgruppe des „Kampfbundes zur Brechung der Zinsknechtschaft“ in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird eine Ortsgruppe des Deutschen Kampfbundes zur Brechung der Zinsknechtschaft gegründet, der 1919 von Gottfried Feder (1883–1941) in München ins Leben gerufen worden ist. Das Programm des Kampfbundes wird bestimmend für die wirtschaftspolitische Agenda der Nationalsozialisten.(KR) ... »Details
  29. Mitte Januar 1920: Starkes Hochwasser auf dem Main bei Offenbach
    Der Main führt Mitte Januar 1920 starkes Hochwasser. Das Offenbacher Abendblatt berichtet am 15. Januar, der Verkehr mit Bürgel sei völlig eingestellt, Bürgel und Rumpenheim seien durch das Hochwasser von der Außenwelt abgeschnitten.(OV) ... »Details
  30. 20. Januar 1920: Beginn des Abtransports deutscher Kriegsgefangener aus Frankreich
    In Frankreich beginnt der Abtransport der dort bisher festgehaltenen deutschen Kriegsgefangenen. Das Land, einer der Hauptgegner des Deutschen Reiches während des Ersten Weltkriegs und als Mitglied der Triple Entente Siegermacht, hatte sich dazu entschlossen, trotz des am 11. November 1918 geschlossenen Waffenstillstandes von Compiègne und dem Umstand, dass es dem Deutschen Reich nach dem ... »Details
  31. 14.-15. Februar 1920: Erster deutscher Föderalistenkongress in Kassel
    In Kassel findet der „Erste allgemeine deutsche Föderalistenkongress“ des in Hannover beheimateten Deutschen Föderalisten-Bundes statt. Ziel des protestantisch geprägten Bundes ist ein politisches Mitwirken des Volkes am Staat, der in einem „Großdeutschen Reich“ aus dezentralisierten Länderstaaten – und unter Einschluss Österreichs – seine Form erhält, und als stabilisierende ... »Details
  32. 15. Februar 1920: Uraufführung eines Ganghofer-Stücks in Hanau
    Das Schauspiel „Segen des Irrtums“ von Ludwig Ganghofer (1855–1920) wird in Hanau uraufgeführt.(OV) ... »Details
  33. 20. Februar 1920: Neues Staatswappen für den Volksstaat Hessen
    Der Volksstaat Hessen erhält ein neues Staatswappen. Auf dem Wappenschild ist der silber-rot gestreifte Löwe auf blauem Feld zu sehen. Darüber sitzt goldenes Laubwerk mit blauen Früchten in Form einer Krone. Der Entwurf stammt aus der Feder des deutschen Heraldikers Otto Hupp (1859–1949), der auch zahlreiche andere Staatswappen gestaltete, so zum Beispiel das bayerische Staatswappen von ... »Details
  34. 22. Februar 1920: Arthur Marauhn wird Hochmeister des Jung-Deutschen Ordens
    Der Führer der Offizierskompanie Kassel, Artur Mahraun (1890–1950), lässt sich zum „Hochmeister“ des „Jung-Deutschen Ordens“ wählen.(OV) ... »Details
  35. 23. Februar 1920: Erste Versammlung des Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes in Darmstadt
    Im Darmstädter Saalbau findet die erste Versammlung des 1919 gegründeten Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes statt. Kopf des Bundes ist der Antisemit Ferdinand Werner (1876–1961), der bei den Reichstagswahlen vom Januar 1919 erfolglos für die DNVP kandidiert hatte. In Flugblättern zur Versammlung fordert er „auf zum Pogrom“, weil der Zusammenbruch am Ende des Weltkriegs von den ... »Details
  36. 24. Februar 1920: Berufung von Ernst Robert Curtius nach Marburg
    Der Romanist Ernst Robert Curtius (1886–1956) wird auf eine Professur an der Universität Marburg berufen. Der in den Vogesen, im elsässischen Thann, als Sohn eines preußischen Beamten geborene Curtius zählt zu den bedeutendsten Vertretern der deutschsprachigen Romanistik und gilt als eine der wichtigsten Persönlichkeiten bei der Etablierung der Erforschung des lateinischen Mittelalters in ... »Details
  37. März 1920: Die Volkskompanie
    Das Marburger Studentenkorps bestand aus zehn Kompanien, dazu gehörte als 9. Kompanie die sogenannten Volkskompanie. Diese bestand aus republikanisch gesinnten Männern, die sich zum „Schutze der Deutschen Republik und ihrer Verfassung, zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung“ zusammengefunden hatten und ein bewusstes Gegengewicht zu den meist korporierten Mitgliedern der übrigen ... »Details
  38. 10. März 1920: Zusammentreten des Hessischen Landtags
    Der Landtag des Volksstaates Hessen tritt nach dreimonatiger Sitzungspause zu seiner fünfzigsten Sitzung in Darmstadt zusammen. Der Landtag wurde am 26. Januar 1919 als erste verfassungsgebende Volkskammer des Volksstaates Hessen gewählt. Seine erste Sitzung, die zur Verabschiedung einer vorläufigen Verfassung des Freistaats Hessen (Notverfassung) diente, fand am 20. Februar 1919 statt.(OV) ... »Details
  39. 13. März 1920: Demonstrationen in Frankfurt gegen den Kapp-Putsch
    Nach dem sogenannten Kapp-Putsch in Berlin am 13. März 1920 kommt es in Hessen zu Demonstrationen und zahlreichen Kundgebungen. Die demokratischen Parteien distanzieren sich ausdrücklich von den Vorgängen in Berlin und fordern die Bevölkerung zur Verteidigung der Republik auf, die sozialistischen Parteien rufen zudem zu einem Generalstreik auf. Der zunächst friedliche Protest in Frankfurt ... »Details
  40. 13.-14. März 1920: Situation in Darmstadt während des Kapp-Putsches
    Nachdem die rechte Marinebrigade Ehrhardt Berlin kampflos besetzte, die rechtmäßige Reichsregierung aus der Hauptstadt fliehen musste und sich der putschende Verwaltungsbeamte Wolfgang Kapp (1858–1922) zum Kanzler des Reiches erklärt hatte, kursierten auch in Darmstadt Gerüchte, dass die hessische Regierung gestürzt werden sollte. Das Militär versicherte jedoch, auf Seiten der gewählten ... »Details