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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Situation in Darmstadt während des Kapp-Putsches, 13.-14. März 1920
Nachdem die rechte Marinebrigade Ehrhardt Berlin kampflos besetzte, die rechtmäßige Reichsregierung aus der Hauptstadt fliehen musste und sich der putschende Verwaltungsbeamte Wolfgang Kapp (1858–1922) zum Kanzler des Reiches erklärt hatte, kursierten auch in Darmstadt Gerüchte, dass die hessische Regierung gestürzt werden sollte. Das Militär versicherte jedoch, auf Seiten der gewählten Regierung und dem Boden der Verfassung zu stehen. Auch als sich in der Kaserne ein Herr von Brüning aus Berlin als neuer hessischer Staatspräsident vorstellte, wurde dieser „für nicht ganz klar im Kopf“ befunden und abgewiesen. Die Lage in der Stadt blieb ruhig.
(OV/StF)
- Belege
- Carl Ulrich, Erinnerungen des ersten hessischen Staatspräsidenten, hrsg. von Ludwig Bergsträsser, Offenbach am Main 1953, S. 151-152
- Weiterführende Informationen
- HStAD, O 29, 16 (eingesehen am 3.7.2025)
- „In Hessen“, Darmstädter Tagblatt Nr. 74-76 vom 16.3.1920, S. 6 (eingesehen am 10.7.2025)
- „Kundgebungen für die Regierung Ebert“, Darmstädter Tagblatt Nr. 78 vom 18.3.1920, S. 4 (eingesehen an 10.7.2025)
- Empfohlene Zitierweise
- „Situation in Darmstadt während des Kapp-Putsches, 13.-14. März 1920“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/3399> (Stand: 10.7.2025)
