Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 4. Oktober 1845: Empfang des Führers der deutschkatholischen Bewegung Johannes Ronge in Frankfurt
    Im Herbst 1844 begann eine Bewegung durch einen offenen Brief des Breslauer Kaplans Johannes Ronge (1813–1887), der die Massenwallfahrten zum „Heiligen Rock“ in Trier als „Götzenfest“ kritisierte. Der genannte Kontrast zwischen den Nöten der schlesischen Weber und dem kirchlichen Prunk durch Reliquien lud den Brief sozialpolitisch auf. Die Zeitschrift „Vaterland“ des Darmstädter ... »Details
  2. 1846-1853: Die Kindheit August Bebels in Wetzlar
    Der 1840 geborene August Bebel zog 1846 nach dem Tod des Stiefvaters mit seiner Mutter und dem jüngeren Bruder nach Wetzlar, da Verwandte der Mutter dort lebten. Seine Kindheit war geprägt von den ärmlichen Verhältnissen, unter denen die Familie litt, wie Bebel in seiner Autobiografie „Aus meinem Leben“ schilderte. Die Mutter hatte keinen Anspruch auf staatliche Unterstützung und aufgrund ... »Details
  3. 20. Mai 1846: Ausgabe einer Anleihe für die Finanzierung der Main–Weser–Bahn in Darmstadt
    Zur Finanzierung der im Großherzogtum verlaufenden Strecke der Main-Weser-Bahn gibt das Finanzministerium in Darmstadt am 20. Mai 1846 eine Anleihe in Höhe von vier Millionen Gulden mit einem Zinssatz von 4 % heraus, die von allen Bürgern gezeichnet werden kann. Der Bau der Eisenbahnstrecke, ein Gemeinschaftsprojekt des Großherzogtums mit dem Kurfürstentum Hessen und der freien Stadt ... »Details
  4. 1. Juni 1846: Gräfin Emilie von Görlitz verfügt testamentarisch die Gründung der „Balserischen Stiftung“
    Am 1. Juni 1846 verfügt die aus Frankfurt am Main stammende, karitativ engagierte Gräfin Emilie von Görlitz (1801–1847), Gattin des Großherzoglichen Geheimrats Friedrich Wilhelm Graf von Görlitz (1795–1862) testamentarisch die Gründung der „Balserischen Stiftung“, benannt nach dem kurz zuvor verstorbenen renommierten Augenarzt und Chirurgen Prof. Wilhelm Balser (1780–1846), der ... »Details
  5. 22. Juni 1846: Eröffnung des Bahnhofs in Heppenheim
    Das klassizistische Bahnhofsgebäude in Heppenheim nach dem Entwurf des Darmstädter Hofbaudirektors Georg Moller (1784–1852) wird im Zuge der abschnittsweisen Eröffnung der Main-Neckar-Bahn am 22. Juni 1846 in Betrieb genommen. Als relativ gut erhaltenes Beispiel für den frühen Eisenbahnbau in Hessen steht das Bauwerk, ebenso wie der ein Jahr früher entstandene Bahnhof in Bensheim, unter ... »Details
  6. 27. Juli 1846: Einweihung der Main-Neckar-Bahn mit einer Probefahrt von Frankfurt nach Heidelberg
    Am 27. Juli 1846 wird die Main-Neckar-Bahn als gemeinsame Bahnlinie der Stadt Frankfurt am Main, dem Großherzogtum Hessen und dem Großherzogtum Baden mit einer öffentlichen Probefahrt von Heidelberg über Bensheim, Darmstadt nach Frankfurt-Sachsenhausen eingeweiht.|Ebenso wie in anderen hessischen Städten hatte sich auch in Darmstadt am 31. Januar 1836 ein Eisenbahnkomitee gegründet, das den ... »Details
  7. 31. Juli 1846: Ankunft der ersten Auswanderer aus Groß-Zimmern im Rheinhafen Gernsheim
    Die von den hessischen Gemeinden geübte Praxis, die Armen auf kommunale Kosten nach Amerika zu bringen, führt dazu, dass Groß-Zimmern 1846 ca. 700 Personen nach New York in Bewegung bringt. Die erste Gruppe von Auswanderern erreicht den Rheinhafen Gernsheim am 31. Juli 1846, die zweite am 7. August 1846.  ... »Details
  8. 24.-26. September 1846: Erster Germanistentag in Frankfurt
    „Männer, die sich der Pflege des deutschen Rechts deutscher Geschichte und Sprache ergeben, nehmen sich vor in einer der ehrwürdigsten Städte des Vaterlandes, zu Frankfurt am Main, vom 24. September 1846 an einige Tage mit einander zu verkehren“0=Zitiert nach: Katinka Netzer, Die Brüder Grimm und die ersten Germanistenversammlungen, in: Kultur und Politik. Die Grimms, Frankfurt am Main ... »Details
  9. 1847: Hungerjahr im Westerwald
    Aufgrund schlechter Witterungsverhältnisse fallen die Ernten 1847 in ganz Deutschland, schlecht aus. Besonders die Kartoffelfäule führte im Westerwald zu großen Versorgungsproblemen und einer Hungersnot.(RKr) ... »Details
  10. 1847: Lebensverhältnisse der Eisenbahnarbeiter
    1847 erschien erstmals der Beitrag „Die Fürsorge für das Loos der Eisenbahnarbeiter“, die der damalige kurhessische Hauptmann Maximilian von Ditfurth (1806–1861) verfasst hatte, um auf die „unter Umständen sehr folgenreiche, unverkennbare Mißstände“ bei der Behandlung der Eisenbahnarbeiter aufmerksam zu machen. ... »Details