Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 15. Juni 1933: Einrichtung des Konzentrationslagers Breitenau im ehemaligen Benediktiner-Kloster Guxhagen
    Das ehemalige Benediktiner-Kloster Breitenau in Guxhagen (etwa 15 Kilometer südlich von Kassel) wird in ein „regionales Konzentrationslager für politische Schutzhäftlinge“ umfunktioniert (vgl. NS-Topografie: Breitenau, Frühes Konzentrationslager). Die Einrichtung dient der Internierung der nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten im Januar 1933 massenhaft verhafteten ... »Details
  2. 15. Juni 1933: Bekenntnis zum Nationalsozialismus auf dem Brüdertag der Diakonie in Treysa
    In Treysa findet ein außerordentlicher Brüdertag der Diakonie statt. Pastor Fritz Happich, der Vorsteher der Diakonieanstalt Hephata, erklärt dabei in seinem Bericht zum Brüdertag die Haltung der Männlichen Diakonie zum nationalsozialisitischen Staat: ... »Details
  3. 16. Juni 1933: Widerstand von Pfarrern gegen die Gleichschaltung der Kirche
    Im Rahmen einer Vortragsveranstaltung der theologischen Fachschaft an der Philipps-Universität in Marburg erklärt der Pfarrer Dr. Karl Bernhard Ritter (1890–1968) die Gleichschaltung der evangelischen Kirche für untragbar. Wenig später schließt sich Ritter dem am 21. September offiziell ins Leben gerufenen „Pfarrernotbund“ an, der zum Träger eines „Systems gemeinsamer Solidarität“ ... »Details
  4. 21. Juni 1933: Propagandaminister Goebbels betont den Alleinherrschaftsanspruch der NSDAP
    Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels (1897–1945) spricht in Frankfurt am Main vor Vertretern der Presse und betont den „rein nationalsozialistischen Charakter“ der „gegenwärtigen Revolution“. Damit unterstreicht Goebbels den Alleinherrschaftsanspruch der Nationalsozialisten, die nicht bereit sind, eigenständige Aktivitäten der zuvor als Verbündete angesehenen ... »Details
  5. 22. Juni 1933: Verbot der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands
    Reichsinnenminister Wilhelm Frick (1877–1946) erklärt die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) zur staats- und volksfeindlichen Partei. Die Landesregierungen werden von ihm aufgefordert, auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz für Volks und Staat vom 28. Februar 1933 die notwendigen Maßnahmen gegen die SPD zu treffen. Insbesondere sollen sämtliche Mitglieder der ... »Details
  6. 23. Juni 1933: Verhaftung Wilhelm Leuschners
    Der vor wenigen Wochen, am 1. April, von seinem Amt als hessischer Innenminister zurückgetretene SPD-Politiker und Gewerkschaftsführer Wilhelm Leuschner (1890–1944) wird bei seiner Rückkehr von der 17. Sitzung des Internationalen Arbeitsamts in Genf erneut verhaftet. Leuschner war bereits am 2. Mai im Zuge der Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten verhaftet, für ... »Details
  7. 25. Juni 1933: Sozialdemokraten in Marburg in Schutzhaft genommen
    Nach dem Verbot der SPD werden in Marburg zehn Parteimitglieder in Schutzhaft genommen. Unter ihnen befindet sich mit dem jungen Juristen Georg Gaßmann (1910–1987) der spätere Marburger Oberbürgermeister sowie mit dem Vorsitzenden der SPD-Ortgruppe August Eckel (1896–1978) der von 1945 bis 1966 amtierende Marburger Landrat. (OV/KU) ... »Details
  8. 25. Juni - 2. Juli 1933: „Deutsche Luftfahrt-Werbewoche“ auf dem Flughafen Gießen
    Auf dem Flughafen Gießen in Gießen-Wieseck findet eine „Deutsche Luftfahrt-Werbewoche“ statt. Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltung ist ein Nationaler Werbeflugtag am 2. Juli 1933. (KU) ... »Details
  9. 30. Juni 1933: Ausschluss von Stadtverordneten aus der Frankenberger Stadtverordnetenversammlung
    Der Vorsteher der Frankenberger Stadtverordnetenversammlung gibt ein Schreiben des Landrats des Kreises Frankenberg an zwei Stadtverordneten bekannt, denen „polizeilich nahegelegt wird, sich jeder Mandatsausübung zu enthalten“. Es handelt sich um den jüdischen Stadtverordneten Dilloff und den sozialdemokratischen Abgeordneten Schulte, der der vor kurzem im Reich verbotenen SPD ... »Details
  10. Juli 1933: Erörterung einer Werrakanalisierung zwischen Eschwege und Eisenach
    Im Reichsverkehrsministerium wird die geplante Kanalisierung der Werra zwischen Eschwege und Eisenach für Lastkähne bis 600 t behandelt, die 86 Millionen Reichsmark kosten soll. Während zu Berg Futtergetreide, Mehl, Eisenerzeugnisse und Ruhrkohle nach Nordhessen, Thüringen und Bayern per Schiff transportiert werden sollen, sind es werraabwärts Kali, Holz, Glas und Tonwaren sowie ... »Details