Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
- 1940
- 1950
- 1960
- 1970
- 1980
- 1990
- 2000
- 1930
- 1931
- 1932
- 1933
- 1934
- 1935
- 1936
- 1937
- 1938
- 1939
- 13. Mai 1938: Hermann Göring kündigt Fertigstellung des Rhein-Main-Donau-Kanals an
Beim ersten Spatenstich zu den „Hermann-Göring-Werken“ in Linz (Oberösterreich) kündigt Generalfeldmarschall Hermann Göring (1893–1946) unter anderem an, um dieses neue industrielle Zentrum mit den Lebensströmen Deutschlands zu verbinden, werde in schärfstem Tempo die Wasserverbindung Rhein-Main-Donau vollendet werden.(OV) ... »Details - 14. Mai 1938: Bühnenjubiläum des Schauspielers Kurt Böhme am Frankfurter Schauspielhaus
Der Schauspieler Kurt Böhme kann in Frankfurt am Main seine 25-jährige Zugehörigkeit zum Ensemble des Schauspielhauses feiern, in dem er bisher 5.600 mal aufgetreten ist.(OV) ... »Details - 29. Mai 1938: Dorfweihe in Allmendfeld im hessischen Ried
Im hessischen Ried erlebt der neue Ort Allmendfeld seine „Dorfweihe“. Allmendfeld ist das größte Erbhofdorf, das im Zuge der Ried-Kultivierung in Südhessen angelegt und fertiggestellt wurde.(OV) ... »Details - 11. Juni 1938: Reichskriegertag der Veteranen in Kassel
In Kassel findet der Reichskriegertag statt, an dem viele Weltkriegsveteranen teilnehmen. ... »Details - 13. Juni 1938: Internationaler Kinderschutzkongress in Frankfurt
In Frankfurt am Main wird der Internationale Kinderschutzkongress eröffnet. Einer der Redner ist Fritz Reinhardt (1895–1969), Staatssekretär im Reichsfinanzministerium, der über die nationalsozialistische Kinderpolitik spricht.(OV) ... »Details - 14. Juni 1938: In Frankfurt werden mehr als 400 „Asoziale“ und Juden im Rahmen der „Juni-Aktion“ verhaftet
Im Rahmen der reichsweit durchgeführten „Juni-Aktion“ nimmt die Polizei in Frankfurt am Main mehr als 400 als „Asoziale“ und „Arbeitsscheue“ verunglimpfte Personen in „Vorbeugehaft“, darunter 123 vorbestrafte Frankfurter Juden. Ziel der „Aktion“ ist es, durch die „vorbeugende“ Verhaftung, Verschleppung und Internierung zum Teil nichtsesshafter und vorbestrafter ... »Details - 17. Juni 1938: Marburger Studenten wegen Tätigkeit für die Bekennende Kirche von der Universität verwiesen
Wegen der Betätigung für die Bekennende Kirche werden Theologiestudenten in Marburg nach einer mehrwöchigen Schutzhaft von der dortigen Universität verwiesen.(OV) ... »Details - 22. Juni 1938: Neu errichtetes Straflager Rollwald bei Niederroden
Ein Rundschreiben des Reichsjustizministers unterrichtet die Generalstaatsanwälte über den Neuaufbau des im Bereich Darmstadt eingerichteten Straflagers Rodgau oder Rollwald bei Nieder-Roden, dem seit April 500 Verurteilte zugewiesen wurden. Das Barackenlager soll bis zu 3.500 Häftlinge aufnehmen.(OV) ... »Details - 29. Juni 1938: Gründung der Deutschen Gesellschaft für Kulturmorphologie in Frankfurt
Der bekannte Ethnologe Leo Frobenius (1873–1938) feiert in Frankfurt am Main seinen 65. Geburtstag. Zugleich erfolgt nach einem Umzug die Eröffnung der Deutschen Gesellschaft für Kulturmorphologie in der Mainmetropole. Die Vereinigung war ursprünglich 1924 zur Unterstützung des „Forschungsinstituts für Kulturmorphologie“ in München gegründet worden. ... »Details - 3. Juli 1938: Arisierung des Einzelhandels in Darmstadt durchgeführt
Ein Bericht der „Hessischen Landeszeitung“ stellt fest, dass „die Arisierung des Einzelhandels“ (gemeint ist die Ausschaltung der Juden aus dem Geschäftsleben) nur in wenigen Großstädten „so rasch und so durchschlagend vorangeschritten“ sei wie in Darmstadt.(OV) ... »Details - 9. August 1938: Bildung dreier Stadtkreise im Volksstaat Hessen
Die Städte Darmstadt, Gießen und Offenbach am Main werden zu selbstständigen Stadtkreisen. Im Volksstaat Hessen gab es diesen Status bisher nicht.(OV) ... »Details - 17. August 1938: Zwang zum Vornamenszusatz für alle jüdischen Personen
Nach der „Zweiten Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen“ vom 17. August 1938 dürfen Juden nur noch Vornamen führen, die in den Richtlinien des Reichsinnenministeriums für Juden vorgesehen sind. Führen sie jedoch einen anderen Vornamen, müssen sie ab dem 1. Januar 1939 einen zusätzlichen Vornamen annehmen, „und zwar männliche ... »Details - 19. August 1938: Scharfer Hirtenbrief der Katholischen Bischofskonferenz gegen NS-Kirchenpolitik
In Fulda verabschieden die deutschen Bischöfe zum Abschluss ihrer dreitägigen Konferenz einen scharf formulierten Hirtenbrief gegen die Kirchenpolitik des NS-Staats, die Behinderung der kirchlichen Arbeit und die Verdrängung des Christentums aus Schule und Familie.(OV) ... »Details - 25. August 1938: Segelflugrekord bei den Rhön-Wettbewerben
Der Flieger Werner Fick erreicht bei den 19. Rhön-Wettbewerben im Segelflug eine Höhe von 6.500 Metern über NN und damit (bei einer Höhenlage der Wasserkuppe von 950 Metern über NN) eine sogenannte Startüberhöhung von fast 5.500 Meter. Damit erzielt er einen neuen internationalen Rekord.(OV) ... »Details - 28. August 1938: Verleihung des Goethepreises der Stadt Frankfurt an den Arzt und Schriftsteller Hans Carossa
Der deutsche Arzt und Schriftsteller Hans Carossa (1878–1956) erhält den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main. Carossa Dankesansprache würdigt Goethe als den „freiesten, mündigsten und humansten Menschen des Abendlandes“ und deutet die Preisverleihung als Signal „in einer Zeit, wo das Weltbild nicht mehr einheitlich ist“. Gleichwohl steht Carossa – der 1933 die Berufung in die ... »Details - 3. September 1938: Eröffnung der „1. Deutschen Bau- und Siedlungsausstellung“ in Frankfurt
In Frankfurt am Main wird die „1. Deutsche Bau- und Siedlungsausstellung“ eröffnet. Die Planung und Durchführung der Veranstaltung liegen in der Hand des Gauheimstättenamtes Hessen-Nassau und der Frankfurter Messegesellschaft. ... »Details - 24. September 1938: Uraufführung eines Lustspiels von Martin Rabe in Frankfurt
An den Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main wird das Lustspiel „Der Mantel der Göttin“ von Martin Rabe uraufgeführt.(OV) ... »Details - 29. September 1938: Münchener Abkommen über den Anschluss des Sudentenlands
Nach massivem außenpolitischem und propagandistischem Druck vonseiten des nationalsozialistischen Deutschland kommt auf einer Konferenz in München, an der neben Hitler auch Mussolini für Italien, Präsident Daladier für Frankreich und der britische Premierminister Neville Chamberlain (1869–1940) teilnehmen, das sogenannte Münchener Abkommen zustande. Damit werden die sudetendeutschen Gebiet ... »Details - 5. Oktober 1938: Verordnung über die Reisepässe von Juden
Das Reichsinnenministerium erlässt eine Verordnung, durch die alle Reisepässe von Juden für ungültig erklärt werden. Die Passinhaber sind verpflichtet, die Pässe binnen 14 Tagen einzureichen. Die mit Geltung für das Ausland gültigen Pässe werden wieder gültig, wenn sie von der Passbehörde mit einem Merkmal versehen werden, das den Inhaber als Juden kennzeichnet. ... »Details - 22. Oktober 1938: „Gaukulturwoche“ in Wiesbaden zum Thema „Rasse und Kultur“
„Rasse und Kultur“ ist Thema der in Wiesbaden eröffneten zweiten „Gaukulturwoche“. Die Ausstellung im Landesmuseum bietet eine „Leistungsschau der Kunstschaffenden“. ... »Details
