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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 5. Dezember 1916: Gesetz über den „Vaterländischen Hilfsdienst“
Das „Gesetz über den Vaterländischen Hilfsdienst“ (oder kurz: „Hilfsdienstgesetz“) konzentriert die Kriegswirtschaft angesichts der Versorgungsprobleme und des Arbeitskräftemangels im Reich auf das Kriegsziel und die ausreichende Versorgung des Militärs. ... »Details - 13. Dezember 1916: Aufruf zur Einsparung von Kerzen auf dem Weihnachtsbaum
Anfang Dezember 1916 rief der „Kriegswirtschaftliche Ausschuss beim Rhein-Mainischen Verband für Volksbildung“0=Taunus-Zeitung. Offizielles Organ der Behörden des Amtsgerichtsbezirks-Königstein, 13.12.1916, Nr. 291, S. 3: Kriegsweihnachtsbäume. zur Einsparung von Kerzen auf dem Weihnachtsbaum auf. Wie unter anderem die Taunus-Zeitung am 13.12.1916 informierte, sollte auf „jedem ... »Details - 15. Dezember 1916: Frühere Schließung von Theatern, Kinos und Gaststätten
Aufgrund einer reichsweit erlassenen Verordnung wird die Polizeistunde in Gastwirtschaften, Cafés und Gesellschaftsräumen zur Einsparung von Brennstoffen und Beleuchtungsmitteln auf 22 Uhr vorverlegt. Alle Theater, Kinos und Gaststätten in Hessen sind demnach verpflichtet, bereits zwei Stunden vor Mitternacht zu schließen. Die Bestimmungen der Verordnung verbieten zudem den Weiterbetrieb von ... »Details - 21. Dezember 1916: Bericht über schlechte Versorgungslage in Fulda
In seinem Monatsbericht an den Regierungspräsidenten in Kassel fasst der Fuldaer Landrat die Versorgungslage und die Stimmung in der Bevölkerung zusammen: „Infolge des Kartoffelmangels ist das Publikum unfriedlich und missgestimmt. Die Unzufriedenheit beruht hauptsächlich darauf, dass diejenigen Leute, welche sich mit ihrem Winterbedarf an Kartoffeln nicht eindecken konnten und ihren Bedarf ... »Details - Winter 1916: Sehr kalter Winter führt zu Kohleknappheit und Schulschließung
Der Winter 1916/1917 ist mit Temperaturen bis -20°C sehr kalt. Zahlreiche Flüsse sind wochenlang vereist. In den Rheinhäfen liegen vollbeladene Kohleschiffe, die wegen der Kälte nicht entladen werden können. Die Eisenbahnen werden zudem in starkem Maße für den Transportbedarf des Heeres in Anspruch genommen, sodass es bald an zahlreichen Orten zu Kohlemangel kommt. Vom 12. Februar bis 4. ... »Details - Winter 1916: Schwere Versorgungskrise und Hungertote
Im Verlauf des Ersten Weltkriegs kommt es in allen beteiligten Ländern zu einer Verschlechterung der Versorgungslage. In Deutschland verschlechtert sich die Lage drastisch im Winter 1916/1917, dem sogenannten Steckrübenwinter oder Kohlrübenwinter, als es zu einer schweren Versorgungskrise kommt. Verursacht wird diese durch eine wetterbedingt schlechte Ernte und das Preissystem der ... »Details - 22. Dezember 1916: Probleme beim Ersatz der einberufenen Männer durch weibliche Arbeitskräfte
Der Mitteldeutsche Arbeitsnachweisverband klagt in einem Bericht über den geringen Ausbildungsstand der verfügbaren weiblichen Arbeitskräfte. Da immer mehr Männer durch den Einsatz an der Front als Arbeiter ausfallen, müssen zunehmend Frauen die Lücken in allen Bereichen füllen.(OV) ... »Details - Januar 1917: Bericht über besondere Versorgungsprobleme der Kurstadt Wiesbaden
Der Regierungspräsident in Wiesbaden beschreibt in seinem vierteljährlichen Bericht an den Kaiser die besonderen Versorgungsprobleme der Kurstadt Wiesbaden: Mit rastloser Hingabe und wachsenden Erfolgen leisten die Selbstverwaltungskörper hier ein gewaltiges Stück Arbeit, nicht immer freilich begünstigt von der rückhaltlosen Zustimmung der Bevölkerung. In letzter Beziehung hatte besonders ... »Details - 1. Januar 1917: Verlängerung der Weihnachtsferien in den Schulen wegen Kohlenmangels
Die Weihnachtsferien der hessischen Schulen werden mit Rücksicht auf die Kohleknappheit bis zum 15. Februar verlängert. (Text: Chronik Hessens)(OV) ... »Details - 26. Januar 1917: Bericht des Wiesbadener Regierungspräsidenten über die Stimmung in der Bevölkerung
Der Regierungspräsident in Wiesbaden beschreibt in seinem vierteljährlichen Zeitungsbericht an den Kaiser die Stimmung der Bevölkerung, die er als „etwas gedrückt“ bezeichnet, obwohl nach wie vor ein „felsenfestes Vertrauen zur Obersten Heeresleitung“ bestehe. Trotz großer Friedenssehnsucht wolle man nur einen Frieden, „der den Opfern an Gut und Blut“ entspreche, zumal der Gedanke ... »Details - 26. Januar 1917: Probleme der Lebensmittelversorgung im Regierungsbezirk Wiesbaden
Nach dem Bericht des Regierungspräsidenten in Wiesbaden bestehen im Berichtszeitraum große Versorgungsprobleme vor allem bei Milch und Fetten sowie bei Kartoffeln, während sich die Versorgung mit Brotgetreide, Mehl und Fleisch etwas verbessert hat: ... »Details - 26. Januar 1917: Bericht über Lage der Landwirtschaft in der Kriegssituation
Der Regierungspräsident in Wiesbaden beschreibt in seinem Zeitungsbericht an Kaiser Wilhelm II. die schwierige Lage der Landwirtschaft seines Bezirks zwischen passivem Widerstand und Kriegsgewinnlertum, großem Fleiss der Landbevölkerung und dem Arbeitskräftemangel auf dem Land: ... »Details - 26. Januar 1917: Produktionssteigerung bei den Gruben im Lahn-Dill-Gebiet
Der Regierungspräsident in Wiesbaden berichtet dem Kaiser, dass der Bergbau im Gebiet von Lahn und Dill seine Förderung erheblich gesteigert hat, um den gesteigerten Bedarf der Heeresverwaltung befriedigen zu können: ... »Details - 27. Januar 1917: Uraufführung der „Bürger von Calais“ in Frankfurt
Unter der Regie von Paul Graetz (1889–1937) wird im Neuen Theater in Frankfurt am Main das expressionistische Drama „Bürger von Calais“ des Dichters Georg Kaiser (1878–1945) uraufgeführt.(OV) ... »Details - 30. Januar 1917: Kriegsspeisezettel für einfache Mahlzeiten beim Mangel von Nahrungsmitteln
Ein von der Städtischen Hausfrauenstelle Frankfurt am Main veröffentlichter „Kriegsspeisezettel“ soll helfen, trotz der Nahrungsmittelnot schmackhafte Mahlzeiten zu kochen.(OV) ... »Details - 26. Februar 1917: Eröffnung des 42. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
Im Kasseler Ständehaus wird der 42. Kommunallandtag des preußischen Regierungsbezirkes Kassel durch die Ansprache des Königlichen Landtagskommissars, des Oberpräsidenten August von Trott zu Solz (1855–1938), eröffnet. Dieser führt in seiner Ansprache unter anderem aus: ... »Details - März 1917: Parolen mit Aufrufen zur Revolution an Frankfurter Fabriktoren
Nach der durch Arbeiteraufstände der Februarrevolution veranlassten Abdankung Zar Nikolaus II. in Russland (am 15. März 1917) und der Bildung einer provisorischen bürgerlichen Regierung in Russland erscheinen auf Fabriktoren in Frankfurt am Main Kreide-Inschriften, mit denen auch hier zur Revolution aufgerufen wird.(OV) ... »Details - 1. März 1917: Bekanntmachung zur Ablieferung von Bronzeglocken
Die „Bekanntmachung betreffend Beschlagnahme, Bestandserhebung und Enteignung sowie freiwillige Ablieferung von Glocken aus Bronze“ wird veröffentlicht. Mit der Durchführung werden die Kommunalverbände im Reich beauftragt, das heißt in der Regel die Bürgermeisterämter. Die Kirchengemeinden erhalten dafür eine finanzielle Entschädigung, die bei Geläuten mit einem Gesamtgewicht bis zu ... »Details - 11. März 1917: Eröffnung des Deutschen Ledermuseums in Offenbach
In Offenbach am Main wird das Deutsche Ledermuseum gegründet. Ausgangspunkt für das Museum ist die seit 1912 von Direktor Prof. Dr.-Ing. E.h. Hugo Eberhardt (1874–1959) für die Technischen Lehranstalten angelegte (Lehrmittel-)Sammlung von historischen Objekten, die zu Ausstellungszwecken in vier großen Wandschränken untergebracht sind, und am heutigen Tag erstmals der Öffentlichkeit ... »Details - 13. März 1917: Schloss in Bad Homburg wird kaiserliches Hauptquartier
Kaiser Wilhelm II. und seine Gemahlin treffen in Bad Homburg ein. Das Schloss in Bad Homburg wird für ein Jahr Sitz des kaiserlichen Hauptquartiers.(OV) ... »Details
