Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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  1. 1. Juni 1919: Ausrufung der Rheinischen Republik im französisch besetzten Rheinland
    Der ehemalige Düsseldorfer Staatsanwalt und Hauptmann der Reserve Dr. Adam Dorten (1880–1963) ruft in Wiesbaden eine unabhängige Rheinische Republik innerhalb des Deutschen Reichs aus, die neben der preußischen Rheinprovinz auch Rheinhessen, Alt-Nassau, Birkenfeld und die bayerische Rheinpfalz einschließen soll. Unterstützt wird das Vorhaben, mit dem eine Loslösung nicht nur vom Deutschen ... »Details
  2. 1. Juni 1919: Linke Mehrheit bei den Offenbacher Stadtratswahlen
    Bei den Wahlen zum Offenbacher Stadtrat erhält die Mehrheits-SPD 16 Sitze, die USPD zwölf, die DDP neun, die Deutsche Zentrumspartei sieben und die Hessische Volkspartei vier Sitze. Damit nehmen allein die beiden sozialdemokratischen Parteien 28 von 48 Sitzen ein (58,3 %), die Parteien der sogenannten Weimarer Koalition zusammen 32 von 48 Sitzen (66,6 %).(OV) ... »Details
  3. 8. Juni 1919: Gründung der radikalen Künstlergruppe „Darmstädter Sezession“ in Darmstadt
    In Darmstadt gründet eine Gruppe junger Künstler und Literaten die „Darmstädter Sezession“. Zu den Gründungsmitgliedern der anfangs 21 Köpfe zählenden Gruppe, die sich selbst als „Sammelpunkt radikaler künstlerischer Bestrebungen in Darmstadt und dem kulturell zugehörigen Gebiet“ bezeichnet und als Antwort auf das überkommene Kunstverständnis der großherzoglichen Residenz ... »Details
  4. 11. Juni 1919: Konferenz für Erneuerung des Bildungswesens in Heppenheim
    In Heppenheim referiert der Marburger Philosoph Paul Natorp (1854–1924) auf einer dreitägigen Konferenz für die Erneuerung des Bildungswesens über die Einheitsschule.(OV) ... »Details
  5. 20. Juni 1919: Uraufführung des pazifistischen Dramas „Die Krise“ von Karl Röttger in Kassel
    Das pazifistische Drama „Die Krise“ des deutschen Schriftstellers Karl Röttger (1877–1942) wird in den Staatlichen Schauspielen in Kassel uraufgeführt. Das Stück handelt von der Wandlung eines Herrenmenschen zur Menschenliebe und stellt die Frage, ob der Mensch frei, oder ob er ein Gefangener der von ihm erlangten und ausgeübten Macht ist, mit der andere beeinflussen kann.Aus der Feder ... »Details
  6. 21. Juni 1919: Niederwerfung der Lebensmittelunruhen in Kassel
    Gewalttätige Lebensmittel-Unruhen in Kassel werden mit Militäreinsatz blutig niedergeworfen.(OV) ... »Details
  7. 27. Juni 1919: Stadt Frankenberg (Hessen-Nassau) ändert den Namenszusatz
    Die Stadt Frankenberg, die bisher zur Unterscheidung von der Stadt Frankenberg in Sachsen den Zusatz „Hessen-Nassau“ führte, ändert ihren Namen in „Frankenberg / Eder“. Sie nimmt damit Bezug auf den durch die Stadt fließenden Fluss statt auf die Zugehörigkeit zur preußischen Provinz Hessen-Nassau. (Meldung des Amtlichen Kreisblatts für den Kreis Frankenberg)(OV) ... »Details
  8. 28. Juni 1919: Unterzeichnung des Friedensvertrages in Versailles
    In Versailles wird der als Ergebnis monatelanger Verhandlungen entwickeltes Friedensvertrag von Versailles unterzeichnet. Gleichzeitig wird das Abkommen unterzeichnet, der die militärische Besetzung der rheinischen Gebiete regelt.(OV) ... »Details
  9. 8. Juli 1919: Verteidigung der Eigenständigkeit des Volksstaats Hessen
    Gegen „Separatismus“ und Großhessen-Bewegung verteidigt Ministerpräsident Carl Ulrich (1853–1933; SPD) die Eigenständigkeit des Volksstaats Hessen. Im Landtag erklärt er, der Volksstaat bleibe „als ein in sich geschlossenes, durchaus geordnetes Staatswesen bestehen“. ... »Details
  10. 8.-10. Juli 1919: Reichskongress der Automobilarbeiter in Frankfurt
    Im Rathaus der Stadt Frankfurt am Main findet der Reichskongress der Arbeitnehmer der deutschen Automobilindustrie statt. Die Teilnehmer sprechen sich für die Einführung des Rätesystems und den Sozialismus aus.(OV/KU) ... »Details
  11. 17. Juli 1919: Verabschiedung des Landgesetzes durch die Hessische Volkskammer
    Die Volkskammer des Volksstaates Hessen verabschiedet das Landgesetz, das von der Arbeiterschaft dringend gefordert wurde. Das Gesetz soll unter Berücksichtigung der Eigenart der Bodenverteilung in Hessen ohne Verzögerung durchgeführt werden. Das Gesetz wird gegen die Stimmen der USPD beschlossen, der die Vorlage nicht weit genug geht.(OV) ... »Details
  12. 11. August 1919: Reichspräsident Ebert unterzeichnet die Weimarer Verfassung
    Reichspräsident Friedrich Ebert (1871–1925) unterzeichnet am heutigen Tag in Schwarzburg, einem Erholungsort im Schwarzatal in Thüringen0=Ebert wohnt dort gegenwärtig in der „Villa Schwarzaburg“, einem Nebengebäude des Hotels „Weißer Hirsch“., die von der Weimarer Nationalversammlung verabschiedete Verfassung des Deutschen Reichs (Weimarer Verfassung). Sie tritt am 14. August in ... »Details
  13. 22. August 1919: Hirtenbrief der in Fulda versammelten Bischöfe
    Die preußischen katholischen Bischöfe beschließen bei ihrer Versammlung in Fulda einen Hirtenbrief, in dem sie zur religiösen Umkehr als Voraussetzung für den Frieden mahnen. Sie protestieren dagegen, dass die deutschen Kriegsgefangenen nach wie vor zurückgehalten werden.(OV) ... »Details
  14. 30. August 1919: Antrittsbesuch von Reichspräsident Ebert bei der hessischen Landesregierung
    Reichspräsident Friedrich Ebert (1871–1925; SPD) stattet der hessischen Landesregierung in Darmstadt seinen Antrittsbesuch ab. Ebert, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, war zuvor am 11. Februar 1919 von der Nationalversammlung in Weimar zum ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt worden. Der am 21. August vereidigte Staatsmann stattet zwischen dem 25. ... »Details
  15. September 1919: Die Rheinische Zentrumspartei wendet sich gegen Separatisten
    Die rheinische Zentrumspartei wendet sich auf ihrem Parteitag gegen die Politik der rheinischen Separatisten unter Dr. Hans Adam Dorten (1880–1963). Sie beschließt, dass ein Zusammengehen mit Herrn Dr. Dorten nach dessen bisherigem Verhalten für die Mitglieder der Zentrumspartei durchaus unzulässig und vom Standpunkt der gesamten Zentrumspartei aus unerträglich sei.(OV) ... »Details
  16. 1. September 1919: Gründung der Schauspielschule in Frankfurt
    In Frankfurt am Main gründet der für seine expressionistische Darstellungsweise bekannte deutsche Schauspieler und Regisseur Carl Ebert (1887–1980) gemeinsam mit anderen Schauspielern des Frankfurter Theaters eine dem Schauspiel angegliederte Schauspielschule. ... »Details
  17. 5. September 1919: Uraufführung von Sternheims „Marquise von Arcis“ in Frankfurt
    Im Frankfurter Schauspielhaus wird das Stück „Die Marquise von Arcis“ (nach Diderot) des expressionistischen Dramatikers Carl Sternheim (1878–1942) uraufgeführt. Unter der Regie von Gustav Hartung (1887–1946) spielen Heinrich George den Marquis von Arcis und Maria Karsten die Marquise. Das Bühnenbild stammt von Gustav Hartung. ... »Details
  18. 24. September 1919: Aufführung des Büchner-Dramas „Woyzeck“ in Darmstadt
    Mit der Aufführung einer von Schauspieldirektor Willy Löhr (1873–1940) inszenierten Fassung des Dramas „Wozzeck“ („Woyzeck“) durch das Hessische Landestheater kommt zum ersten Mal ein Theaterstück des aus Goddelau stammenden Vormärz-Dichters und Revolutionärs Georg Büchner (1813–1837) auch in Darmstadt auf die Bühne. Das Landestheater ist damit nach dem Theater in Meiningen (im ... »Details
  19. 1. Oktober 1919: Internationale Einfuhrmesse in Frankfurt
    In Frankfurt am Main wird die Internationale Einfuhrmesse eröffnet.(OV) ... »Details
  20. 3. Oktober 1919: Reichspräsident Ebert zu Gast auf der Frankfurter Einfuhrmesse
    Reichspräsident Friedrich Ebert (1871–1925) besucht die Internationale Einfuhrmesse in Frankfurt am Main. Ursprünglich war vonseiten der Messeleitung beabsichtigt gewesen, Ebert bereits am 1. Oktober zur feierlichen Eröffnung der jetzt unter der Bezeichnung „Frankfurter Internationale Einfuhrmesse“ firmierenden und als Mustermesse neu eingerichteten Frankfurter Messe eine Ansprache halten ... »Details
  21. 5. Oktober 1919: Eröffnung des Volksbildungsheims in Frankfurt
    In Frankfurt am Main eröffnet der Ausschuss für Volksvorlesungen0=Der „Ausschuß für Volksvorlesungen“ (AfV) firmiert 1919 in „Bund für Volksbildung e. V. Höchst am Main“ um. in der Eschenheimer Anlage (Nr. 40) sein Volksbildungsheim. Die Einrichtung der Volksbildungsstätte wird von Spendern aus der Industrie und dem Bankgewerbe unterstützt, darunter vom Gründer und Direktor der ... »Details
  22. 7. Oktober 1919: Vertreter der Bundesstaaten besuchen die Frankfurter Messe
    Unter der Führung des preußischen Ministerpräsidenten Paul Hirsch (1868–1940; SPD) besuchen die Vertreter der deutschen Bundesstaaten die Frankfurter Messe in Frankfurt am Main, die erstmals nach Kriegsende seit dem 1. Oktober unter dem Namen „Internationale Einfuhrmesse“ in der Frankfurter Festhalle durchgeführt wird. Die Festhalle war mit der Mobilmachung zum Ersten Weltkrieg von der ... »Details
  23. 26. Oktober 1919: Tagung der Deutschen Friedensgesellschaft in Kassel
    Die Deutsche Friedensgesellschaft tagt in Kassel. Hauptgegenstände der Beratungen sind das neue Programm der Friedensgesellschaft, die Kriegsschuldfrage und die Tätigkeit des Berner Büros. Nach stürmischer Debatte der außerordentliche Mitgliederversammlung wird in einer Entschließung unter anderem betont, dass „in der Beurteilung über die Schuld am Kriege, die die Machthaber des alten ... »Details
  24. 29. Oktober 1919: Aufführung einer jüdischen Tragödie von Arnold Zweig in Frankfurt
    Am Frankfurter Schauspielhaus wird die jüdische Tragödie „Die Sendung Semaels“ von Arnold Zweig (1887–1968) zum ersten Mal im Deutschen Reich aufgeführt.(OV) ... »Details
  25. Ende 1919: Bildung des Hochschulrings deutscher Art in Darmstadt
    An der Technischen Hochschule Darmstadt wird von Studenten ein rechter Hochschulring deutscher Art gebildet. Im Sommer 1924 besetzt er zeitweilig zwei Drittel der Sitze im Allgemeinen Studentenausschuss.(OV) ... »Details
  26. 2. November 1919: Eröffnung der Darmstädter Volkshochschule
    In Darmstadt wird eine Volkshochschule eröffnet, was über die Stadt hinaus Beachtung findet.(OV) ... »Details
  27. 7. November 1919: Behinderungen der Rheinschifffahrt durch Niedrigwasser
    Durch extremes Niedrigwasser wird die Rheinschifffahrt erheblich beeinträchtigt. Der wichtige Pegel in Kaub zeigt nur noch einen Wasserstand von 99 cm.(OV) ... »Details
  28. 30. November 1919: Abkommen mit Württemberg und Baden über die Neckar-Kanalisierung
    In Karlsruhe schließen die drei Freistaaten Württemberg, Baden und Hessen ein Abkommen über die Kanalisierung des Neckars. ... »Details
  29. 3. Dezember 1919: Eröffnung des 45. Kommunallandtages des Regierungsbezirks Kassel
    In Kassel tritt der 45. Kommunallandtag des Regierungsbezirkes Kassel zusammen. Die Abgeordneten werden zu diesem Zeitpunkt noch indirekt durch die Kreistage gewählt. ... »Details
  30. 4. Dezember 1919: Beratung des Verfassungsentwurfs in der Hessischen Volkskammer
    Die Hessische Volkskammer tritt zusammen, um den Entwurf der hessischen Verfassung zu beraten. Ministerpräsident Carl Ulrich (1853–1933; SPD) stellt einleitend fest, die Volkskammer habe der Regierung nach der Annahme einer vorläufigen Verfassung im Februar den Auftrag erteilt, eine endgültige Verfassung vorzulegen. Die Regierung komme dem hiermit nach. Er erklärt weiter: „Grundlegend sei ... »Details