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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 13. November 1953: FDP fordert Stellungnahme der Landesregierung zur Telefonüberwachung
Die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag fordert von Landesregierung eine offizielle Stellungnahme zu den unbestätigten Gerüchten, deutsche Behörden würden technische Mittel der alliierten Telefonüberwachung mitbenutzen. Sollte dies der Fall sein, verstoßen deutsche Behörden damit gegen das im Grundgesetz niedergelegte Fernmeldegeheimnis.(MB) ... »Details - 14. November 1953: Keine Einschränkung für innerdeutschen Reiseverkehr von westlicher Seite
Auf Anmerkung der Bundesregierung ist der Passzwang für den Verkehr in die DDR von den Hohen Kommissaren der Westmächte aufgehoben. Durch den Verzicht von Aufenthaltsgenehmigungen besteht somit seitens der Westmächte keine Einschränkung mehr für den Reiseverkehr. Die Regierung der DDR schließt sich dieser Regelung an, jedoch mit Einschränkungen. Reisende aus der BRD müssen von nun an bei ... »Details - 15. November 1953: Hessischer Städtetag spricht sich gegen staatliche Polizei aus
Auf seiner vierten Jahreshauptversammlung in Bad Homburg nimmt der Hessische Städtetag einstimmig eine Resolution an, die sich gegen die Umwandlung der kommunalen Polizei in eine staatliche wendet. Die Städte heben hervor, dass sich die bisherige Polizeistruktur bewährt habe und zudem ein wichtiger Aspekt der Selbstverwaltung sei. Auch werden sich die hessischen Städte nicht dem Vorbild ... »Details - 16. November 1953: CDU will Abschluss der Maßnahmen zur politischen Befreiung in Hessen
Die CDU-Fraktion bringt in den Hessischen Landtag einen Initiativantrag über ein Gesetz zum Abschluss der Maßnahmen zur politischen Befreiung in Hessen ein. Das Gesetz sieht vor, dass Betroffene diese Maßnahme selbst beantrage müssen und die Entscheidungen des Befreiungsgesetzes von 1946 würden dann aufgehoben. Allerdings muss der Betroffenen einem aus drei Richtern bestehenden Ausschuss ... »Details - 23. November 1953: Ollenhauer bittet Zinn und Zinnkann zum Gespräch
Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) und Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) werden von Erich Ollenhauer (1901–1963; SPD) zum Gespräch geladen. Vermutlich wird die Affäre um den ehemaligen hessischen Verfassungsschützer Krüger besprochen werden.(MB) ... »Details - 23. November 1953: Wirtschaftsminister Fischer verteidigt sozialdemokratische Wirtschaftspolitik
Wirtschaftsminister Heinrich Fischer (1895–1973), zugleich Vorsitzender der SPD Hessen-Süd, erklärt in Frankfurt am Main vor den Kabinettsmitgliedern und 234 Delegierten, dass die sozialdemokratische Wirtschaftsordnung nicht im Widerspruch zu den Regeln der Marktwirtschaft stehe. Aufgabe der SPD sei es „lediglich die alten kapitalistischen Privilegien in der Marktwirtschaft zu bekämpfen“. ... »Details - 25. November 1953: Innenminister erhöht Gelder für den Wohnungsbau im Jahr 1954
Die Mittel für den zentralen und dezentralen sozialen Wohnungsbau werden sich im Jahr 1954 auf 90 Millionen DM belaufen. Damit folgt das Innenministerium dem Vorschlag des Landtagsausschuss für Wirtschaft, Planung und Aufbau. 50 Millionen DM entfallen auf das zentrale und 40 Millionen DM auf das dezentrale Bauprogramm, von denen 11,8 Millionen DM an das Darmstädter, 10,5 Millionen DM an das ... »Details - 27. November 1953: Forderungen nach Kanalisierung der Lahn
In Wiesbaden fordert der Wetzlarer Vereins zur Förderung der Lahn-Schifffahrt auf seiner Kundgebung im Landtagsgebäude die Kanalisierung der Lahn bis nach Gießen. Mit diesem Ausbau werde die Lahn für Erze, Steine und Erde wirtschaftlich besser nutzbar sein. Die Ausbauforderung wird vom Präsident der Industrie- und Handelskammer Wetzlar sowie der Vorstand der Hessischen Berg- und Hüttenwerke ... »Details - 29. November 1953: Zerstörte Darmstädter Stadtkirche wieder eröffnet
Die am 11. September 1944 bei einem Luftangriff teilweise zerstörte Stadtkirche in Darmstadt öffnet erstmals wieder ihre Pforten. ... »Details - Dezember 1953: Hochschuldozenten beklagen schlechte Arbeitsbedigungen an hessischen Unis
Auf einer Tagung des Landeskonvents der Nichtordinarienschaften beklagen außerplanmäßigen Professoren und Dozenten der Universitäten die schlechten Verhältnisse an den Universitäten Hessens sowie das überholte Besoldungssystem. Das derzeitige System sei weder zeitgemäß noch auf die neuen Anforderungen der Hochschulen ausgerichtet.(MB) ... »Details - Dezember 1953: Hessen erkennt als erstes Bundesland die Mormonen an
Die Mormonensekte Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage wird von Hessen als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Hessen ist damit das erste Bundesland, dass die Mormonen offiziell anerkennt. Derzeit hat die Glaubensrichtung rund 15.000 Mitglieder in Deutschland. Die Leitung hat der Amerikaner Kenneth B. Dyer.(MB) ... »Details - Dezember 1953: Weihnachtsspende für Verband der Kriegsgeschädigten in Hessen
Der Verband der Kriegsgeschädigten in Hessen erhält vom hessischen Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) eine Weihnachtsspende über 25.000 DM.(MB) ... »Details - Dezember 1953 - Januar 1954: Ausstellung von Beckmanns Argonautentriptychon in Frankfurt
Im Städtischen Kunstinstitut in Frankfurt am Main wird bis Anfang Januar 1954 Max Beckmanns (1884–1950) Argonautentriptychon als Leihgabe ausgestellt. Es ist das letzte vollendete Bild des Künstlers.(MB) ... »Details - 2. Dezember 1953: Vorstellung des neuen Kultusministers im Landtag
Der neue hessische Minister für Erziehung und Volksbildung Arno Hennig (1897–1963; SPD) wird dem Hessischen Landtag von Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) vorgestellt. Er löst an diesem Tag den in den Deutschen Bundestag gewählten bisherigen Ressortchef Ludwig Metzger (1902–1993; SPD) ab. Die Abgeordneten der SPD und des BHE sprechen dem neuen Minister ihr Vertrauen ... »Details - 2. Dezember 1953: Landtag lehnt Gesetzentwurf der Union über Abschluss der politischen Befreiung ab
Mit dem Stimmen der Sozialdemokraten wird im Landtag der Gesetzentwurf der Union, der einen Abschluss der politischen Befreiung in Hessen zum Inhalt hat, abgelehnt. Dieser Entwurf sah eine Generalamnestie vor, von der kriminelle Vergehen ausgeschlossen waren. Ebenso sollten Beamte des öffentlichen Dienstes, die Mitglied der NSDAP waren, rehabilitiert werden. Ministerpräsident Georg August Zinn ... »Details - 2. Dezember 1953: CDU-Fraktion fordert zweite Winterhilfe für Rentner und Sozialhilfeempfänger
In einem Dringlichkeitsantrag fordert die CDU eine zweite Winterbeihilfe für alle Winterhilfsbezugsberechtigten. Rentner und Unterstützungsempfänger, deren Bezüge unter dem Fürsorgerichtsatz liegen, sollen zusätzlich 20 % erhalten.(MB) ... »Details - 6. Dezember 1953: Dreißigjähriges Dozentenjubiläum von Prof. Dr. Luise Berthold
In Marburg feiert Prof. Dr. theol. h.c. Dr. phil. Luise Berthold (1891–1983) ihr dreißigjähriges Dozentenjubiliäum. Seit 1916 ist sie Mitarbeiterin beim Sprachatlas des Deutschen Reiches sowie bei den Sammlungen des Hessen-Nassauischen Wörterbuchs. Ihr Hauptwerk ist das Mundartwörterbuch von Hessen und Nassau. Berthold ist sie eine der ersten habilitierten Frauen in Deutschland. In Marburg ... »Details - 6. Dezember 1953: Übertragung einer OP auf Chirugentagung in Gießen
Auf einer Chirurgentagung in Gießen wird per Fernsehkamera eine OP in den Tagungsraum übertragen. Die Kamera war eigens hierfür konstruiert und in die neueste Operationsleuchte des Operationssaals eingebaut worden. Gezeigt werden Eingriffe aus der Bauchchirurgie, der Urologie und der Thoraxchirurgie.(MB) ... »Details - 6. Dezember 1953: Kultusminister Hennig übernimmt Schirmherrschaft der Fritz-von-Unruh-Stiftung
Der hessische Kultusminister Arno Hennig (1897–1963; SPD) übernimmt die Schirmherrschaft der Fritz-von-Unruh-Stiftung. Der Gießener Kulturreferent Heinrich Bitsch hat die Stiftung gegründet. Ihre gehören unter anderem auch Ludwig Metzger (1902–1993; SPD), der Frankfurter Oberbürgermeister Walter Kolb (1902–1956; SPD) sowie im Präsidium der Gießener Oberbürgermeister Otto Heinz Engler ... »Details - 9. Dezember 1953: Zinnkann stellt Strafantrag gegen Journalisten und den Ex-Verfassungsschützer Krüger
Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) stellt bei der Wiesbadener Staatsanwaltschaft Strafanträge gegen Herbert Schilder, Chefredakteur der „Kasseler Post“ und dessen Wiesbadener Korrespondenten Paul Kurbjuhn sowie gegen den ehemaligen Referenten des hessischen Verfassungsschutzes Horst Krüger.(MB) ... »Details - 11. Dezember 1953: Auszahlung der Weihnachtsgelder verzögert sich wegen unklarer Rechtslage
In Hessen verzögert sich die Auszahlung des Weihnachtsgeldes an Beamte, Angestellte und Arbeiter des öffentlichen Dienstes. Hintergrund ist die Einreichung einer einstweiligen Verfügung des Bundesfinanzministers beim Bundesverfassungsgericht gegen diese Zahlungen. Das Urteil Karlsruhes, das der Verfügung des Bundes nicht stattgegeben hat, hat nach Ansicht der hessischen Regierung die ... »Details - 11. Dezember 1953: Hessische CDU dementiert Meldungen über Koalitionsverhandlungen
Pressemeldungen, die CDU führe mit der SPD Gespräche über eine künftige Regierungskoalition, werden vom Landesvorsitzenden der hessischen CDU, Wilhelm Fay (1911–1980), zurückgewiesen. Ferner seien auch keine derartigen Gespräche mit der FDP geführt worden. Im kommenden Jahr wird der Hessische Landtag neu gewählt. Ebenso verneint Fay Meldungen über Wahlabsprachen bei der Wiesbadener ... »Details - 12.- 13. Dezember 1953: THC Wiesbaden hessischer Hallenhockeymeister
In der Wiesbadener Schlossreithalle findet am Wochenende die hessische Hallenhockeymeisterschaft statt. Am Ende setzt sich die Heimmannschaft des Wiesbadener THC vor dem SC Frankfurt 1880 und dem Limburger FC durch.(MB) ... »Details - 13. Dezember 1953: Weihnachtsgelder werden in Hessen ausbezahlt
Aus der Hessischen Staatskanzlei wird berichtet, dass in Hessen die Weihnachtsgelder an Angestellte und Arbeiter ausgezahlt werden. Beamte des Landes erhalten die Zahlung unter Vorbehalt.(MB) ... »Details - 15. Dezember 1953: Hessen zahlt Weihnachtsgeld vorbehaltlich des bundesverfassungsgerichtlichen Urteils
Das Kabinett beschließt, Beamten sowie Arbeitern und Angestellten des Landes Weihnachtsgeld zu zahlen. Die Zahlung finden vorbehaltlich des Urteils des Bundesverfassungsgerichts statt, das im Januar über die gesetzlich Höhe derartiger Zahlungen entscheiden wird. In Hessen erhalten Verheiratete 50 DM, Ledige 30 DM sowie für jedes unterhaltsberechtigte Kind 15 DM.(MB) ... »Details - 16. Dezember 1953: Landtag lehnt Auflösung des Landesamts für Verfassungsschutz ab
Der Hessische Landtag lehnt nach einer lebhaften Debatte die von der FDP geforderte Auflösung des Landesamtes für Verfassungsschutz ab. Das Landesamt war wegen „Bespitzelung führender Persönlichkeiten staatstreuer Parteien“ angegriffen worden.(MB) ... »Details - 16. Dezember 1953: Landtag berät über hessischen Verfassungsschutz
Aufgrund des Antrags der FDP berät der Hessische Landtag die Neuorganisation des hessischen Verfassungsschutzes. Der Antrag sieht vor, dass der Verfassungsschutz künftig dem Ministerpräsidenten unterstellt ist. Diese Änderung begründet die FDP mit den Affären um den ehemaligen Verfassungsschützer Krüger und den „Technischen Dienst“ des „Bundes Deutscher Jugend“. Innenminister ... »Details - 17. Dezember 1953: Landtag beweilligt Gelder für Schulräume
Der von der CDU eingereicht Antrag, im nächsten Etat fünf Millionen DM für die Schaffung neuer Schulräume bereit zu stellen, findet bei sämtlichen Fraktionen Zustimmung.(MB) ... »Details - 17. Dezember 1953: CDU fordert Aufklärung über Arbeit des hessischen Verfassungschutzes
Im Rahmen der von Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) geleisteten Unterrichtung des Landtages über den Briefwechsel zwischen den ehemaligen Referenten des hessischen Verfassungsschutzes Krüger und dem Journalisten Kurbjuhn stellt die CDU-Fraktion einen Antrag, der Maßnahmen zur Abwehr staatsfeindlicher Bestrebungen zum Inhalt hat. Die Landesregierung soll nach Meinung der CDU dem ... »Details - 21. Dezember 1953: Journalist Kurbjuhn klagt gegen Ludwig Metzger
Gegen den ehemaligen Minister Ludwig Metzger (1902–1993; SPD) reicht der Wiesbadener Journalist Paul Kurbjuhn beim Amtsgericht Wiesbaden Privatklage wegen übler Nachreden und Beleidigung ein. Hintergrund ist der Ausschluss Kurbjuhns von einer Landtagssitzung, der auf dem angeblichen Vorwurf Metzgers, Kurbjuhn betreibe unsauberen Journalismus, beruhe.(MB) ... »Details - 21. Dezember 1953: Euler richtet offenen Brief an Zinn wegen Affäre um Verfassungsschutz
Der Bundestagsabgeordnete August-Martin Euler (1908–1966; FDP) schreibt einen offenen Brief an Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD), der die Auseinandersetzung um den ehemaligen Referenten des hessischen Verfassungsschutzes zum Inhalt hat. In dem Schreiben greift Euler die Aussagen, die Zinn vier Tage zuvor im Landtag getätigt hatte, als widerlegt an.(MB) ... »Details - 23. Dezember 1953: Staatskanzlei weist Schreiben Eulers zur Affäre Krüger zurück
Die hessische Staatskanzlei nimmt Stellung zum Schreiben August-Martin Eulers (1908–1966; FDP) an Ministerpräsidenten Georg August Zinn (1901–1976; SPD). Die von Euler erhobenen Vorwürfe in dem Schreiben zeugen nach Meinung Wiesbadens von der Unkenntnis des Abgeordneten.(MB) ... »Details - 24. Dezember 1953: Schwindendes Weihnachtsbrauchtum in Oberhessen
Die in der „Oberhessischen Presse“ enthaltene Beilage „Hessenland – Beilage für Geschichte, Landschaft und Volkstum unserer Heimat“ berichtet unter der Überschrift „Von Julblock, Schneckenrädern und Laustagen“ über lebendiges und vergessenes Brauchtum in der Region Oberhessen. ... »Details - 30. Dezember 1953: Schreiben des FDP-Vorsitzenden Euler an Zinn wegen des hessischen Verfassungsschutzes
Der hessische FDP-Vorsitzende August Martin Euler (1908–1966) richtet erneut ein Schreiben an Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD). Euler beklagt die Qualität des Antwortschreibens der Staatskanzlei auf sein erstes Schreiben. Von Staatsseiten sei eher versucht worden, den ehemaligen Verfassungsschützer Krüger zu diffamieren. Des Weiteren fordert Euler zum einen Aufklärung ... »Details - Anfang Februar 1954: Strenge Kälte lässt Main und Rhein zufrieren
Durch die strenge Kälte friert der Main völlig zu. Auch der Rhein trägt zwischen Wiesbaden und der Loreley eine geschlossene Eisdecke, die jeden Schiffs- und Fährverkehr zum Erliegen bringt.(OV) ... »Details - 10. Januar 1954: Gesamtdeutscher Block: „Block kein Anhängsel der SPD“
In Witzenhausen erklärt der Vorsitzende des Gesamtdeutschen Blocks (BHE), Klaus Stein (1890–1974), dieser sei kein „Anhängsel der SPD“. Bei einer neuen Zusammensetzung des Hessischen Landtages müsse der Block seine politische Ausrichtung wieder neu justieren. Die bisherige Zusammenarbeit mit der SPD gründete sich auf die Mehrheitsverhältnisse im Landtag. Als Oppositionspartei hätte der ... »Details - 11. Januar 1954: Euler wartet in Verfassungsschutz-Affäre ab
Der Landesvorsitzende der FDP August-Martin Euler (1908–1966) erklärt auf dem Landesparteitag der FDP, er wolle sich bislang nicht zum Fall eines Polizeibeamten äußern, an den die Aufgabe herangetragen worden ist, den Landrat seines Kreises für den Verfassungsschutz zu bespitzeln. Der Beamte wandte sich daraufhin an den Landrat mit der Bitte um Rat. Euler wird sich erst dazu äußern, wenn ... »Details - 11. Januar 1954: Innenminister Zinnkann will Eigenheimbau für Spätheimkehrer verhandeln
Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) signalisiert gegenüber dem Landtagsabgeordneten Otto Gnaß (1909–1987; SPD) seine Bereitschaft, mit dem Heimkehrerverband über die Bereitstellung finanzieller Mittel zur Förderung des Eigenheimbaus für Spätheimkehrer zu verhandeln. Die Verteilung dieser Gelder solle zentralisiert werden. Der Landesvorstand des ... »Details - 12. Januar 1954: Hessische Staatskanzlei gibt Erklärung zur Verfassungsschutz-Affäre
Aufgrund des von August Martin Eulers (1908–1966) auf dem Landesparteitag der FDP vorgebrachten Fall eines Polizeibeamten, der vom Hessischen Verfassungsschutz zur Bespitzelung eines Landrates aufgefordert worden war, bezieht die Pressestelle der hessischen Staatskanzlei Stellung zu diesem Fall. Der Vorgang sei analysiert worden und es habe sich gezeigt, dass Polizeibehörden zur ... »Details - 13. Januar 1954: Büdnisfreier Wahlkampf des Hessischen Gesamtdeutschen Blocks
Der Vorstand des hessischen Gesamtdeutschen Blocks entscheidet, dass die Partei bündnisfrei in den Landtagswahlkampf zu ziehen. Zudem fordert ihr Vorsitzender Gotthard Franke (1912–1975) eine Änderung des bestehenden hessischen Wahlgesetzes. Nach Auffassung des Blocks „müsse jeder Stimme die gleiche Kraft zukommen“.(MB) ... »Details - 20. Januar 1954: Landtag debattiert Hessisches Wahlgesetz
Aufgrund eines Antrages von CDU und FDP ist das Hessische Wahlgesetz Gegenstand einer Landtagsdebatte. Beide Parteien verlangen in der Person Dr. Erich Großkopfs (1903–1977; CDU) Klarheit darüber, ob bei der anstehenden Landtagswahl das bisherige oder aber ein neues Wahlgesetz angewandt werde. Letzteres benötige eine entsprechende Ausarbeitungszeit. Ministerpräsident Georg August Zinn ... »Details - 20. Januar 1954: Regierung soll Arbeitsgebiete des Verfassungsschutzes offen legen
Alle Parteien des Hessischen Landtages folgen dem Antrag der CDU-Fraktion, der von der Landesregierung einen vollständigen Bericht über die Arbeitsgebiete des Verfassungsschutzes in der Vergangenheit einfordert. Ebenso soll die Regierung Reformvorschläge zur effizienteren Bekämpfung von Staatsfeinden unterbreiten.(MB) ... »Details - 26. Januar 1954: Wegfall der Noten bei Sextaner-Prüfung
Der Hessische Kultusminister Arno Hennig (1897–1963; SPD) erlässt, dass die Sextaner-Prüfung nicht mehr benotet wird. Für den Besuch einer weiterführenden Schule seien von nun an vielmehr die Beurteilung des Klassenlehrers, das Zwischenzeugnis und das Zeugnisheft der Volksschule maßgebend. Die Eignung und das Talent des Kindes sollen über den weiteren Schulbesuch im Fokus stehen. Hierfür ... »Details - 26. Januar 1954: Verfassungsschutz verneint Bespitzelung eines Landrats
Der Landesvorsitzende der FDP August Martin Euler (1908–1966) teilt mit, der Verfassungsschutz habe ihm versichert, keine Bespitzelung eines Landrates in Auftrag gegeben zu haben. Diesen Vorwurf hatte Euler auf dem Parteitag der FDP vorgebracht.(MB) ... »Details - 31. Januar 1954: Stilllegung der Eisenerzgrube Mardorf bei Homberg (Efze)
Die Eisenerzgrube Mardorf bei Homberg (Efze) wird von den Hessischen Berg- und Hüttenwerken in Wetzlar stillgelegt.(OV) ... »Details - 31. Januar 1954: Landesparteitag des Gesamtdeutschen Blocks in Frankfurt
In Frankfurt am Main hält der Gesamtdeutsche Block seines Landesparteitag ab. Zum neuen Vorsitzenden wird der Wiesbadener Landtagsabgeordnete Gotthard Franke (1912–1975) gewählt. Der bisherige Landesschatzmeister Gerhart Rothe wird aufgrund „parteischädigenden Verhaltens“ vom Bundesvorstand aus der Partei ausgeschlossen. Bundesminister Waldemar Kraft (1898–1977) lässt verlauten, dass ... »Details - 9. Februar 1954: Tagung der hessischen Landesplanung in Wiesbaden
In Wiesbaden findet die die zweite Tagung der hessischen Landesplanung statt. Eröffnet wird die Tagung, die von der Ausstellung „Vier Jahre Landesplanung in Hessen“ begleitet wird, mit einer Rede von Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD). In dieser hebt er die Vorzüge der Landesplanung sowohl für die soziale als auch die freier Marktwirtschaft hervor. Der Leiter des ... »Details - 18.-23. Februar 1954: Bannmeile vor Hessischem Landtag angedacht
Der Hessische Landtag plant – laut United Press – um den Landtag eine Bannmeile von einem Kilometer Radius zu ziehen. In diesem sollen Aufzüge und Kundgebungen unter freiem Himmel untersagt ein. Hintergrund ist eine Änderung im Versammlungsgesetz, das eine solche Absperrung sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene möglich macht. In Hessen tritt das Gesetz zur Bannmeile am 23. Februar in ... »Details - 20.-21. Februar 1954: Adenauer besucht CDU-Landesausschuss, der Weichen für den Landtagswahlkampf stellt
Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876–1967) nimmt am Treffen des erweiterten CDU-Landesausschusses in Camberg teilnehmen. Hier berät die hessische Union über die anstehenden Landtagswahlen. Rund 300 Delegierte wohnen dem Treffen bei. Zunächst äußert Adenauer sich über den Ausgang der Berliner Konferenz, der zwar keine Annäherung der beiden Supermächte in der Deutschlandfrage beschieden ... »Details - 21. Februar 1954: FDP spricht sich für Zusammenarbeit mit CDU aus
In Bad Hersfeld sprechen sich die Kreisdelegierten und Geschäftsführer der Freien Demokraten in Hessen für eine enge Zusammenarbeit mit der hessischen CDU aus, um die sozialdemokratische Regierung abzuwählen. Der FDP-Landesvorsitzende August Martin Euler (1908–1966) fordert zudem eine Anpassung des Wahlkreiszuschnitts.(MB) ... »Details
