Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

  • 1900
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  • 2000
  1. 7. November 1918: Ausschreitungen in Hanau und Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrats
    Am 7. November 1918 kam es während einer Stadtverordnetensitzung im Hanauer Rathaus zu lautstarken Auseinandersetzungen und Unruhen. Auslöser war die Diskussion über die Stadtverordnetenwahlen. Bislang fanden die Wahlen an drei Werktagen statt, was eine Benachteiligung der Arbeiter bedeutete. Die Sozialdemokraten beantragten daher, die Wahl an einem Sonntag abzuhalten. Gleichzeitig fand auf dem ... »Details
  2. 8. November 1918: Große Demonstration in Offenbach
    In Offenbach am Main versammeln sich am Nachmittag etwa 10.000 Menschen auf dem Aliceplatz 0=Der Aliceplatz wurde 1768 an der Großen Marktstraße fertiggestellt und trug zunächst den Namen „Neumarkt“. Später benannte man ihn um in „Paradeplatz“. 1878 erfolgte eine erneute Umbenennung zu Ehren der verstorbenen Großherzogin Alice von Hessen (1843–1878; geb. als Alice Maud Mary von ... »Details
  3. 8. November 1918: Vorbereitung der Demobilmachung in der Rüstungsindustrie
    Die nach Kriegsende einsetzenden Maßnahmen zur Demobilmachung der Kriegswirtschaft gehen mit einer Reihe von Beschlüssen den Arbeitsmarkt betreffend einher. Die „Frankfurter Nachrichten“ berichten bereits am 8. November 1918 von einer geplanten „Ueberleitung der Munitionsarbeiter in andere Tätigkeit“.0=Frankfurter Nachrichten und Intelligenz-Blatt, Nr. 310, 8.11.1918, Beiblatt: ... »Details
  4. 8.-9. November 1918: Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrates in Frankfurt
    Ab dem 8. November 1918 wurden in Frankfurt am Main (wie beispielsweise auch in Darmstadt, Offenbach am Main, Wiesbaden, Marburg, Hanau oder Erbenheim) in Fabriken und Kasernen Arbeiter- beziehungsweise Soldatenräte gewählt.  ... »Details
  5. 8.-9. November 1918: Bildung eines Soldatenrats in Darmstadt
    Die auf dem Truppenübungsplatz Griesheim stationierten Soldaten bildeten am 8. November 1918 einen Soldatenrat. Soldatenräte entstanden auch in anderen hessischen Städten wie beispielsweise Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden, Marburg, Hanau oder Erbenheim. In der Nacht auf den 9. November zogen tausende Soldaten durch die Stadt, zu einer Stürmung des Neuen Palais, der Residenz des Großherzogs, ... »Details
  6. 8.-11. November 1918: Der Wiesbadener Arbeiter- und Soldatenrat
    Anlässlich der revolutionären Umstürze in den umliegenden Städten riefen Magistrat und Stadtverordnetenversammlung in Wiesbaden am 8. November 1918 offiziell dazu auf, „Ruhe und Besonnenheit“0=Wiesbadener Zeitung, 9.11.1918, Abendausgabe, S. 2: Aufruf an die Mitbürger. zu wahren. Der an die Bürgerschaft gerichtete Aufruf mahnte zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, um den ... »Details
  7. 9. November 1918: Ausrufung der Republik in Berlin durch Philipp Scheidemann
    In Berlin wird bekanntgemacht, dass Kaiser Wilhelm II. abgedankt hat. Der spätere Kasseler Oberbürgermeister Philipp Scheidemann (1865–1939; SPD) ruft von einem Fenster des Reichstagsgebäudes aus die Republik aus. ... »Details
  8. 9. November 1918: Bedrückende Zahl von Gefallenen im Verlauf des Krieges
    Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges fallen aus der Universitätsstadt Marburg insgesamt 514 Personen. Von den Professoren, Studenten und Beschäftigten der Universität Marburg kehren 587 nicht lebend aus dem Krieg zurück. Von den in Marburg aus an die Front gezogenen „Marburger Jägern“ verlieren während des Krieges 3.789 Männer ihr Leben. Zu den Gefallenen und Verstorbenen kommt eine ... »Details
  9. 9. November 1918: Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrats in Offenbach
    Am Abend wird in Offenbach am Main ein Arbeiter- und Soldatenrat gebildet, der aus dem Aktionsausschuss, dem Sicherheitsausschuss, dem Militärausschuss und dem Ernährungsausschuss besteht. Soldatenräte entstehen auch in anderen hessischen Städten wie beispielsweise Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden, Marburg, Hanau oder Erbenheim.  ... »Details
  10. 9. November 1918: Volksversammlungen der USPD und MSPD in Wiesbaden
    Nachdem in Wiesbaden der Soldatenrat die Macht in der Stadt übernommen hatte, hielten die sozialdemokratischen Parteien USPD und MSPD gemeinsam Volksversammlungen ab, die großen Zulauf fanden. Auf beiden Veranstaltungen sprach der Reichstagsabgeordnete Gustav Raute (1859–1946). Zudem wurden der Arbeiterrat gewählt, der der zusammen mit dem Soldatenrat die Verwaltung der Stadt übernehmen ... »Details
  11. 9. November 1918: Gießener Anzeiger schränkt Auflage wegen Papierknappheit ein
    Am 9. November 1918 veröffentlicht der „Gießener Anzeiger“ eine Mitteilung an seine Leser: Die Knappheit des Zeitungsdruckpapieres verbunden mit der Unsicherheit rechtzeitiger Beschaffung macht es notwendig, das Erscheinen der Gießener Familienblätter bis auf weiteres einzustellen. [...] Es ist außerdem infolge des Papiermangels eine Einschränkung des Anzeigenteils notwendig ... »Details
  12. 9.-10. November 1918: Kaiser Wilhelm II. dankt ab und geht ins Exil in die Niederlande
    In Berlin wird bekanntgemacht, dass Kaiser Wilhelm II. abgedankt hat. Wilhelm II. hält sich im militärischen Hauptquartier in Spa (Belgien) auf, als in Kiel und anderen Städten die Matrosen rebellieren und bald in den meisten größeren Städten Soldaten und Arbeiter die Revolution ausrufen. Noch am 8. November hat der Kaiser die Absicht, von Spa in das Reich zurückzukehren und die Revolution ... »Details
  13. 9.-12. November 1918: Ausrufung der Republik in Darmstadt
    Nach der Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrats in Darmstadt rief dieser am 9. November 1918 die sozialistische Republik Hessen aus und setzte Großherzog Ernst Ludwig (1868–1937) ab. Eine Abdankung hatte der Großherzog abgelehnt. ... »Details
  14. 10. November 1918: Proklamation der Hessischen Republik
    Am Abend des 8. Novembers erreicht Darmstadt die Nachricht, dass im Griesheimer Lager Soldatenräte gewählt wurden.0=Vgl. Beier, Gerhard: Arbeiterbewegung in Hessen. Zur Geschichte der hessischen Arbeiterbewegung durch einhundertfünfzig Jahre (1834–1984), Frankfurt am Main 1984, S. 246 f. Noch in der Nacht ziehen die revolutionären Soldaten aus Griesheim nach Darmstadt, die dort anwesenden ... »Details
  15. 10. November 1918: Aufruf des Frankfurter Arbeiter- und Soldatenrats an die ländliche Bevölkerung
    Der Exekutiv-Ausschuss des Frankfurter Arbeiter- und Soldatenrats wandte sich in einem Aufruf an die ländliche Bevölkerung. In allen deutschen Städten hätten Arbeiter- und Soldatenräte die Macht übernommen haben und unterstützen die neue deutsche Regierung, „um unser Vaterland einer besseren und freieren Zukunft entgegenzuführen“. ... »Details
  16. 10. November 1918: Aufruf zur großer Demonstrationsversammlung im Frankfurter Ostpark
    In einem emphatischen Aufruf an die Arbeiter gibt der Exekutiv-Ausschuss des Frankfurter Arbeiter- und Soldatenrats bekannt, dass am Montag dem 11. November die Arbeit in allen Frankfurter Betrieben ruhen wird, ausgenommen in den Verkehrsbetrieben und bei der Lebensmittelversorgung. Jetzt sei der Tag da, den der Dichter der deutschen Revolution mit den Worten prophezeit habe: „Alle Räder stehen ... »Details
  17. 10. November 1918: Bekanntmachungen und Aufrufe des Frankfurter Arbeiter- und Soldatenrats
    Über Bekanntmachungen in Tageszeitungen informierte der Frankfurter Arbeiter- und Soldatenrat über die von ihm gefassten Beschlüsse sowie Neuigkeiten. So ließ der stellvertretende Polizeipräsident Dr. Hugo Sinzheimer (1875–1945) verlautbaren, dass das Das Verbot des „Nachtverkehrs“ nach 19.30 Uhr auch für alle Soldaten galt, „soweit sie nicht mit besonderen Ausweisen versehen oder im ... »Details
  18. 10.-11. November 1918: Revolution in Marburg
    Wie in vielen anderen Städten (beispielsweise in Darmstadt, Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden, Hanau oder Erbenheim) bildete sich auch in Marburg ein Arbeiter- und Soldatenrat, der das Rathaus besetzte und dort am 10. November die rote Fahne hisste. Der Arbeiter- und Soldatenrat wird von Männern wie Hermann, Bruno Poersch und Erdenberger angeführt. Die Lage in der Stadt blieb ruhig.(OV/StF) ... »Details
  19. 11. November 1918: Regierungsbildung durch Sozialdemokraten in Darmstadt
    Der Hessische Arbeiter- und Soldatenrat gab am 11. November 1918 in Darmstadt bekannt, dass er den SPD-Reichstagsabgeordneten Carl Ulrich (1853–1933) zum Ministerpräsidenten und Minister des Äußeren der provisorischen Regierung Hessens ernannt hat. Die bisherige hessische Regierung erklärte daraufhin ihren offiziellen Rücktritt.0=Gießener Anzeiger, General-Anzeiger für Oberhessen, ... »Details
  20. 11. November 1918: Hanauer Arbeiter- und Soldatenrat übernimmt die Macht
    Der am 7. November in Hanau von 20 Mitgliedern der USPD und fünf Mitgliedern der SPD gegründete Arbeiter- und Soldatenrat unter Leitung von Fritz Schnellbacher (1884–1947; USPD) übernimmt die Vollzugsgewalt und ernennt Georg Wagner (1867–1935; USPD) zum kommissarischen Landrat. Soldatenräte entstehen auch in anderen hessischen Städten wie beispielsweise Darmstadt, Frankfurt, Offenbach, ... »Details