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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
- 1900
- 1910
- 1920
- 1930
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- 1980
- 1990
- 2000
- 9. Oktober 1918: Prinz Friedrich-Karl von Hessen wird finnischer König
Gut zehn Monate nach der Unabhängigkeitserklärung des vormaligen russischen Kurfürstentums Finnland am 6. Dezember 1917 und nach langwierigem inneren Streit über die zukünftige Staatsform des Landes wählt das finnische Parlament den gemeinsamen Sohn von Landgraf Friedrich Wilhelm von Hessen-Kassel (1820–1884) und Prinzessin Anna von Preußen (1836–1918), Prinz Friedrich-Karl von Hessen ... »Details - 16. Oktober 1918: Prinz zu Isenburg führt Sondierungsgespräch mit Sozialdemokraten in Offenbach
Der sozialdemokratische Landesparteisekretär in Offenbach am Main, Hermann Neumann (1882–1933), berichtet am 17. November 1918 an den Parteivorstand der SPD in Berlin von einer Unterredung, die er mit Prinz Leopold zu Isenburg (1866–1933) auf dessen Wunsch hin geführt hat. Dabei werden sowohl Fragen der hessischen Verfassung, als auch die politischen und staatsrechtlichen Fragen im Reich ... »Details - 26. Oktober 1918: Großherzogliche Regierung erklärt Bereitschaft zu parlamentarischer Verfassung
Dem Landtag in Darmstadt erklärt Staatsminister Carl von Ewald (1852–1932) die Bereitschaft des Großherzogs und der Regierung zu Wahlrechtsreform und parlamentarischer Umgestaltung der Verfassung. ... »Details - 27. Oktober 1918: Rede des Reichstagsabgeordneten Hugo Haase (USPD) in Frankfurt
Wenige Tage vor der Abdankung des Kaisers und der Ausrufung der Republik spricht der Reichstagsabgeordnete und Vorsitzende der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD), der Pazifist Hugo Haase (1863–1919) im Albert-Schumann-Theater in Frankfurt am Main vor etwa 8.000 Zuhörern. Er prägt dabei die Parole: „Die Kronen rollen auf das Pflaster.“(OV) ... »Details - 29. Oktober 1918: Meuterei von Mannschaften der Flotte in Wilhelmshaven
Auf dem Marine-Stützpunkt Schillig-Reede vor Wilhelmshaven kommt es zu einer Meuterei der Mannschaften der Kriegsflotte. Auslöser für den Matrosenaufstand ist ein geheim gehaltener Befehl des Stabschefs der Seekriegsleitung Admiral Reinhard Scheer (1863–1928), der am 24. Oktober ergeht. Basierend auf einem Plan des Chefs des Marinekabinetts, Adolf von Trotha (1868–1940), soll die deutsche ... »Details - 4. November 1918: Arbeiter- und Soldatenrat übernimmt die Kontrolle in Kiel
Am 4. November übernimmt ein revolutionärer Arbeiter- und Soldatenrat die Kontrolle über die Stadt Kiel. Die daraus entstehende Bewegung der Marine- und Heeressoldaten breitet sich im Deutschen Reich rasch aus. Am 8./9. November erreicht sie auch hessischen Städte.(OV) ... »Details - 4. November 1918: Angst vor Fliegerangriffen in Frankenberg
Mit der Rücknahme der Westfront und dem Näherrücken des Kampfgeschehens werden vielerorts auch kurz vor Kriegsende verstärkte feindliche Fliegerangriffe auf hessische Städte für möglich gehalten. ... »Details - 5. November 1918: Notgeld wird in Wetzlar als gültiges Zahlungsmittel anerkannt
Infolge der Kriegsindustrie und der finanziellen Unsicherheiten der Bevölkerung kommt es während und nach dem Ersten Weltkrieg immer wieder zu Knappheiten an Zahlungsmitteln. Ursachen sind „die Hortung von Münzen und Banknoten, der Zusammenbruch des Zahlungsverkehrs sowie die Ausweitung der Zirkulation der Währung kriegsführender Staaten bis an die Fronten und besetzten ... »Details - 7. November 1918: Eintreffen von revolutionären Matrosen und Werftarbeitern in Frankfurt
In Frankfurt am Main trifft gegen Abend die Meldung ein, 250 bewaffnete Matrosen und Werftarbeiter aus Kiel kämen um 19.30 Uhr mit dem planmäßigen Zug im Frankfurter Hauptbahnhof an. Hauptmann Collischon erhält daraufhin den Befehl, die Kieler Soldaten durch die 40 Mann seines Bereitschaftskommandos zu entwaffnen und in der Gutleutkaserne (südlich des Hauptbahnhofs) inhaftieren zu lassen. Die ... »Details - 7. November 1918: Ausschreitungen in Hanau und Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrats
Am 7. November 1918 kam es während einer Stadtverordnetensitzung im Hanauer Rathaus zu lautstarken Auseinandersetzungen und Unruhen. Auslöser war die Diskussion über die Stadtverordnetenwahlen. Bislang fanden die Wahlen an drei Werktagen statt, was eine Benachteiligung der Arbeiter bedeutete. Die Sozialdemokraten beantragten daher, die Wahl an einem Sonntag abzuhalten. Gleichzeitig fand auf dem ... »Details - 8. November 1918: Große Demonstration in Offenbach
In Offenbach am Main versammeln sich am Nachmittag etwa 10.000 Menschen auf dem Aliceplatz 0=Der Aliceplatz wurde 1768 an der Großen Marktstraße fertiggestellt und trug zunächst den Namen „Neumarkt“. Später benannte man ihn um in „Paradeplatz“. 1878 erfolgte eine erneute Umbenennung zu Ehren der verstorbenen Großherzogin Alice von Hessen (1843–1878; geb. als Alice Maud Mary von ... »Details - 8. November 1918: Vorbereitung der Demobilmachung in der Rüstungsindustrie
Die nach Kriegsende einsetzenden Maßnahmen zur Demobilmachung der Kriegswirtschaft gehen mit einer Reihe von Beschlüssen den Arbeitsmarkt betreffend einher. Die „Frankfurter Nachrichten“ berichten bereits am 8. November 1918 von einer geplanten „Ueberleitung der Munitionsarbeiter in andere Tätigkeit“.0=Frankfurter Nachrichten und Intelligenz-Blatt, Nr. 310, 8.11.1918, Beiblatt: ... »Details - 8.-9. November 1918: Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrates in Frankfurt
Ab dem 8. November 1918 wurden in Frankfurt am Main (wie beispielsweise auch in Darmstadt, Offenbach am Main, Wiesbaden, Marburg, Hanau oder Erbenheim) in Fabriken und Kasernen Arbeiter- beziehungsweise Soldatenräte gewählt. ... »Details - 8.-9. November 1918: Bildung eines Soldatenrats in Darmstadt
Die auf dem Truppenübungsplatz Griesheim stationierten Soldaten bildeten am 8. November 1918 einen Soldatenrat. Soldatenräte entstanden auch in anderen hessischen Städten wie beispielsweise Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden, Marburg, Hanau oder Erbenheim. In der Nacht auf den 9. November zogen tausende Soldaten durch die Stadt, zu einer Stürmung des Neuen Palais, der Residenz des Großherzogs, ... »Details - 8.-11. November 1918: Der Wiesbadener Arbeiter- und Soldatenrat
Anlässlich der revolutionären Umstürze in den umliegenden Städten riefen Magistrat und Stadtverordnetenversammlung in Wiesbaden am 8. November 1918 offiziell dazu auf, „Ruhe und Besonnenheit“0=Wiesbadener Zeitung, 9.11.1918, Abendausgabe, S. 2: Aufruf an die Mitbürger. zu wahren. Der an die Bürgerschaft gerichtete Aufruf mahnte zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, um den ... »Details - 9. November 1918: Ausrufung der Republik in Berlin durch Philipp Scheidemann
In Berlin wird bekanntgemacht, dass Kaiser Wilhelm II. abgedankt hat. Der spätere Kasseler Oberbürgermeister Philipp Scheidemann (1865–1939; SPD) ruft von einem Fenster des Reichstagsgebäudes aus die Republik aus. ... »Details - 9. November 1918: Bedrückende Zahl von Gefallenen im Verlauf des Krieges
Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges fallen aus der Universitätsstadt Marburg insgesamt 514 Personen. Von den Professoren, Studenten und Beschäftigten der Universität Marburg kehren 587 nicht lebend aus dem Krieg zurück. Von den in Marburg aus an die Front gezogenen „Marburger Jägern“ verlieren während des Krieges 3.789 Männer ihr Leben. Zu den Gefallenen und Verstorbenen kommt eine ... »Details - 9. November 1918: Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrats in Offenbach
Am Abend wird in Offenbach am Main ein Arbeiter- und Soldatenrat gebildet, der aus dem Aktionsausschuss, dem Sicherheitsausschuss, dem Militärausschuss und dem Ernährungsausschuss besteht. Soldatenräte entstehen auch in anderen hessischen Städten wie beispielsweise Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden, Marburg, Hanau oder Erbenheim. ... »Details - 9. November 1918: Volksversammlungen der USPD und MSPD in Wiesbaden
Nachdem in Wiesbaden der Soldatenrat die Macht in der Stadt übernommen hatte, hielten die sozialdemokratischen Parteien USPD und MSPD gemeinsam Volksversammlungen ab, die großen Zulauf fanden. Auf beiden Veranstaltungen sprach der Reichstagsabgeordnete Gustav Raute (1859–1946). Zudem wurden der Arbeiterrat gewählt, der der zusammen mit dem Soldatenrat die Verwaltung der Stadt übernehmen ... »Details - 9. November 1918: Gießener Anzeiger schränkt Auflage wegen Papierknappheit ein
Am 9. November 1918 veröffentlicht der „Gießener Anzeiger“ eine Mitteilung an seine Leser: Die Knappheit des Zeitungsdruckpapieres verbunden mit der Unsicherheit rechtzeitiger Beschaffung macht es notwendig, das Erscheinen der Gießener Familienblätter bis auf weiteres einzustellen. [...] Es ist außerdem infolge des Papiermangels eine Einschränkung des Anzeigenteils notwendig ... »Details
