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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
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- 2. Mai 1933: Verhaftung zahlreicher Gewerkschafter bei Besetzung der Gewerkschaftshäuser
Wie von der NSDAP geplant, besetzen SS und SA am Tag nach dem „Tag der Arbeit“ in ganz Deutschland alle Häuser des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds (ADGB), der Einzelgewerkschaften, die Redaktionen der Gewerkschaftszeitungen sowie die Büros der Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten. Dabei werden zahlreiche Gewerkschafter auch aus der Führungsspitze der deutschen Gewerkschaften ... »Details - 3. Mai 1933: Einrichtung einer Gestapostelle in Kassel
In Kassel wird eine Dienststelle der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) eingerichtet. Dafür bezieht die Gestapo Räume im Kasseler Polizeipräsidium in der Königstraße 31. Die Dienststelle ist für den Regierungsbezirk Kassel zuständig und hat bald eine Außenstelle in Hanau, später auch in Fulda und Marburg. Im Jahr 1933 arbeiten in der Dienststelle 65 Personen.(OV) ... »Details - 5. Mai 1933: NSDAP-Gauleiter Jakob Sprenger wird Reichsstatthalter in Hessen
Reichspräsident Paul von Hindenburg (1847–1934) ernennt den früheren Gauleiter der NSDAP in Hessen, Fraktionsvorsitzenden im preußischen Staatsrat und Führer des Deutschen Beamtenbundes, Jakob Sprenger (1884–1945), zum Reichsstatthalter in Hessen.(OV) ... »Details - 8. Mai 1933: Erste Bücherverbrennung „undeutscher Literatur“ in Gießen
In der Universitätsstadt Gießen verbrennen mit dem nationalsozialistischen Regime sympathisierende Hochschulangehörige öffentlich Werke der von ihnen verfemten Autoren sowie sozialdemokratische und kommunistische Zeitungen. Die Verbrennung „zersetzenden Schrifttums“ ist Höhepunkt eines Aufmarschs der Gießener Korporationen und NS-Studenten.0=Vgl. Peter Chroust, Die bürokratische ... »Details - 10. Mai 1933: Bücherverbrennung auf dem Marburger Kämpfrasen
Auf dem Marburger Kämpfrasen findet eine Bücherverbrennung statt. Die „Oberhessische Zeitung“ berichtet unter der Überschrift: „Scheiterhaufen auf dem Kämpfrasen – Wider den undeutschen Geist!“, dass am Vortrag, wie an allen Hochschulen im Reich, auch in Marburg Kundgebungen wider den undeutschen Geist stattgefunden haben, die mit großen Fackelzügen eingeleitet worden seien: ... »Details - 13. Mai 1933: Aufbau von Arbeitsdienst-Stammabteilungen im Regierungsbezirk Kassel
Es wird bekanntgegeben, dass bis zum 1. Januar 1934 im Regierungsbezirk Kassel insgesamt 27 Stammabteilungen des Arbeitsdienstes zu je 218 Mann aufgebaut werden sollen. Dafür geeignete Orte liegen eher auf dem Land, während größere Städte nicht in Frage kommen. „Die Unterbringung muß kasernenmäßig erfolgen um die Geschlossenheit des Stammes zu gewährleisten“ (Wissemann). Die 27 ... »Details - 16. Mai 1933: Einziges Zusammentreten des neu gebildeten 7. Hessischen Landtags
Der nach dem Gleichschaltungsgesetz neu gebildete 7. Landtag des Volksstaats Hessen tritt zu seiner einzigen Sitzung zusammen. Von einer freien Sitzung eines demokratisch gewählten Parlaments kann nicht mehr die Rede sein. Die Parlamentssitzung gerät zu einer von den Nationalsozialisten inszenierten politischen Farce.(OV) ... »Details - 19. Mai 1933: Bücherverbrennung auf dem Friedrichsplatz in Kassel
Auf dem Friedrichsplatz in Kassel verbrennen nationalsozialistische Studenten „undeutsche“ Bücher.(OV) ... »Details - 22. Mai 1933: Erste Musterungen nach dem neuen Wehrgesetz
Nach dem am Vortag von Reichskabinett beschlossenen Wehrgesetz,0=Wehrgesetz vom 21. Mai 1935, veröffentlicht in: Reichsgesetzblatt, Teil I, Jahrgang 1935, Berlin 1935, S. 609-614. das die Wehrpflicht offiziell wieder einführt, werden die jungen Männer der Geburtsjahrgänge 1914 und 1915 zur Musterung aufgerufen. Dies gilt reichsweit, also auch in der preußischen Provinz Hessen-Nassau und im ... »Details - 23. Mai 1933: Starke Zunahme der Belegschaft bei den Opel-Werken
Nach Mitteilung der Adam Opel AG wurde die Belegschaft allein des Rüsselsheimer Werks um 46 % erhöht. Dazu hat man 2.767 Arbeitslose eingestellt.(OV) ... »Details
