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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
- 1900
- 1910
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- 1967
- 1968
- 1969
- 1950-1967: Bestandsentwicklung der Krafträder und Personenkraftwagen in Hessen
Nachdem die ersten Nachkriegsjahre von einer stürmischen Zunahme des Bestandes an Krafträdern und -rollern geprägt wurden, während zugleich Personenkraftwagen und andere Fahrzeuge deutlich langsamere Bestandszuwächse verzeichneten, deutet sich um Mitte der 1950er Jahre ein Wandel an: 1954 schwächt sich die Zuwachsrate der motorgetriebenen Zweiräder deutlich ab. 1956 setzt bei den ... »Details - 1965-1967: Neue Künstlerkolonie in Darmstadt errichtet
In Darmstadt wird in Anlehnung an die zur Jahrhundertwende erbaute Künstlerkolonie Mathildenhöhe die Künstlerkolonie Rosenhöhe im gleichnamigen Park errichtet. Der „Verein Neue Künstlerkolonie Rosenhöhe“ initiiert den Bau von insgesamt sieben zwischen 1965 und 1967 errichteten Atelierhäusern, die für Lebenszeit an verschiedene Künstler vermietet werden sollen.0=Vgl. Bredow/Cramer, ... »Details - 1966: Einrichtung einer Gartenbauschule in Wiesbaden
Für den Bau der neuen Gartenbauschule im Wiesbadener Stadtteil Klarenthal stehen rund zwei Millionen DM zur Verfügung, erklärte der Vorsitzende des Landesverbands Hessen-Süd des Gemüse-, Obst- und Gartenbaus Wilhelm Wollrab. Sobald die Schule ihren Betrieb aufgenommen hat, sollen im Gebiet des Landesverbandes Hessen-Süd des Gemüse-, Obst- und Gartenbaues ausschließlich Gärtner den ... »Details - 1966: 100-jähriges Jubiläum der Landwirtschaftsschule Darmstadt
Die heutige Landwirtschaftsschule in Darmstadt wurde im Jahr 1866 als Ackerbauschule vom landwirtschaftlichen Verein für Starkenburg gegründet. Träger der Einrichtung ist die Land- und Forstwirtschaftskammer Hessen-Nassau. Erst zwei Jahre zuvor erfolgte fand die Verlegung des Standortes von Groß-Gerau nach Darmstadt.0=Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.11.1966, S. 20, Seit hundert Jahren; ... »Details - 1. Januar 1966: Der Hessische Rundfunk dehnt die Ausstrahlung seines Programms auf fünf Wochentage aus
Der Hessische Rundfunk dehnt die Ausstrahlung seines Fernsehprogramms auf fünf Wochentage aus. Insgesamt wird 1966 ein Jahresvolumen von 598 Sendestunden erreicht, 378 Stunden davon sind Eigenproduktionen. Gegenüber dem Vorjahr sinken die durchschnittlichen Produktionskosten pro Sendeminute von 462 DM auf 333 DM, da vermehrt Fernsehproduktionen vom Bayerischen Rundfunk und vom Norddeutschen ... »Details - 1. Januar 1966: Protest gegen Schließung des Darmstädter Kennedy-Hauses
Proteste einer Gruppe Darmstädter Bürger haben die bekannt gewordenen Schließungsvorhaben einiger Amerika-Häuser in Hessen durch die Washingtoner Regierung ausgelöst. Zum kommenden Jahr sollen die Haushaltsmittel des amerikanischen Informationsdienst (USIS), das gemeinsam mit dem Bund, dem Land Hessen und der Stadt Darmstadt Träger des Darmstädter Amerika-Hauses ist, deutlich gekürzt ... »Details - 25. Januar 1966: Frankfurter Magistrat beschließt zeitweiligen Abriss der Hauptwache
Aufgrund des Beschlusses des Frankfurter Magistrats, alle Anlagen rund um den Bau der U- und S-Bahn in einem Zeitfenster zu bauen und dem Risiko des durch die unter der Hauptwache geplanten Bauarbeiten für die Errichtung einer Einkaufspassage, wird die Hauptwache zeitweilig entfernt. Während die Frontseite dem Vorverkaufskiosk der Städtischen Bühnen Frankfurt für die Zeit der Bauarbeiten zur ... »Details - 30. Januar 1966: 46 Tote bei Absturz eines Lufthansa-Passagierflugzeugs auf dem Flug Frankfurt-Bremen
Beim Absturz eines zweimotorigen Passagierflugzeugs der Deutschen Lufthansa in der Nähe des Flughafens Bremen sterben alle 46 Insassen, 42 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder. Die Maschine vom Typ Convair CV 440 Metropolitan1=Die Lufthansa beschaffte ab 1957 insgesamt sieben Exemplare dieses Typs und nutzte sie bis 1968. Die Convair CV 440 ist ein von zwei Kolbenmotoren angetriebenes ... »Details - 17. Februar 1966: Tarifkonflikt in der Metallindustrie bringt 40-Stunden-Woche
Der Gewerkschaftsvorsitzende der IG Metall, Otto Brenner (1907–1972), hatte letztmalig Ende 1965 für die insgesamt 3,6 Millionen Beschäftigten in der Bundesrepublik die Einführung der 40-Stunden-Woche bis spätestens zur Jahresmitte 1966 gefordert.1=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 4.12.1965, S. 4: Brenner besteht auf 40-Stunden-Woche. Als Stichtag für die Umsetzung der verkürzten ... »Details - 24. Februar 1966: Studentische Demonstration in Frankfurt gegen den Vietnamkrieg
Auf dem Frankfurter Opernplatz beginnt eine Demonstration gegen den Krieg in Vietnam, die vom Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS), dem Liberalen Studentenbund Deutschlands (LSB), dem Sozialdemokratischen Hochschulbund (SHB), der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Gewerkschaftlichen Arbeitsgemeinschaft (GAG) und der Humanistischen Studenten-Union (HSU) veranstaltet wird. ... »Details - 1. März 1966: Erstes Satellitenfoto beim Deutschen Wetterdienst ausgewertet
Das Zentralamt des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am Main empfängt zum ersten Mal eine fotografische Aufnahme der Erdoberfläche des amerikanischen Wettersatelliten „ESSA-2“0=ESSA ist die Abkürzung der 1965 gegründeten amerikanischen Betreiberbehörde Environmental Science Services Administration, vgl. Wikipedia (eng.): Environmental Science Services Administration (eingesehen ... »Details - 18. März 1966: Vorschläge der DDR zu Verhandlungen über die Atmosphäre an der innerdeutschen Grenze
Joachim Herrmann (1928–1992), Staatssekretär für Gesamtdeutsche Angelegenheiten der DDR, schlägt in einem Schreiben die SPD-Fraktionsvorsitzenden in Bayern, Hessen und Niedersachsen vor, sich bei der Bundesregierung und ihren Landesregierungen für Verhandlungen zwischen beiden deutschen Staaten einzusetzen, um die Lage in den westdeutschen Kreisen an der ehemaligen Zonengrenze zu verbessern. ... »Details - Frühjahr 1966: Hessen gibt den Bezug von DDR-Zeitungen frei
So wie die Freie und Hansestadt Hamburg (am 20. April) gibt auch Hessen den Bezug von Zeitungen und anderen politischen Publikationen aus der DDR frei, der nach § 93,1 des Strafgesetzbuches (siehe unten) bislang verboten war. Nach den Worten des Sprechers der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Günther von Hase (1917–2021), bedauert die Bundesregierung den Schritt Hamburgs (und Hessens), die ... »Details - 30. März 1966: Hessischer Landtag beschließt das Hessische Stiftungsgesetz
Der Hessische Landtag verabschiedet das Hessische Stiftungsgesetz, das für rechtsfähige Stiftungen des bürgerlichen Rechts und des öffentlichen Rechts gilt, die ihren Sitz in Hessen haben. Im Gesetz werden unter anderem die Genehmigungen für Stiftungen des bürgerlichen Rechts (§ 3), der Inhalt der Verfassung (§ 4), die Verwaltung der Stiftung (§ 5), das Stiftungsvermögen (§ 6), die ... »Details - 31. März 1966: Treffen von Vertretern der LDP der DDR mit der FDP in Bad Homburg
In Bad Homburg treffen die drei Vertreter der Liberaldemokratischen Partei in der DDR und Mitglieder der Nationalen Front im Bezirksausschuss in Erfurt, Reinhold Heinicke (geb. 1925), Gerhard Kalmring (geb. 1919) und Joachim Radecker (geb. 1928), mit Vertretern der hessischen FDP zu einem öffentlichen Gespräch zusammen. Auf Seiten der FDP nehmen daran Wolfgang Mischnick (1921–2002), der ... »Details - 6. April 1966: Erster Start eines C-141 Transportflugzeugs der US-Luftwaffe mit Kranken und Verletzten in Frankfurt
Mit 37 Soldaten an Bord, die einer medizinischen Spezialbehandlung bedürfen oder einen Genesungsurlaub in den Vereinigten Staaten antreten, startet ein als „fliegendes Lazarett“ ausgerüstetes Transportflugzeug vom Typ Lockheed C-141 „Starlifter“ des Military Airlift Command (MAC) der US-Luftwaffe (US Air Force) vom militärischen Teil des Frankfurter Flughafens, der Rhein Main Air Base. ... »Details - 18. April 1966: Eröffnung der ersten jüdischen Schule in Frankfurt
Die erste jüdische Schule in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg wird in Frankfurt am Main eröffnet. Die „Grundschule der jüdischen Gemeinde Frankfurt“ hat ihren Schulbetrieb in den Räumen der Hauptsynagoge zunächst mit 30 Schülern der ersten und zweiten Klasse, darunter vier nichtjüdische Kinder, unter der Leitung von der Lehrerin Ruth Moritz aufgenommen.0=Vgl. Webpräsenz ... »Details - 8.-15. Mai 1966: Ausstellung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Frankfurt
Auf dem Messegelände in Frankfurt am Main findet unter dem Titel „49. DLG-Ausstellung – Internationale Landwirtschaftsschau“ eine Ausstellung der 1885 gegründeten Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) statt. Die Mainmetropole Frankfurt war im Frühsommer 1887 bereits Veranstaltungsort der allerersten DLG-Ausstellung. Zur der Premiere der damals als Wanderausstellung konzipierten ... »Details - 16. Mai 1966: Hessischer Landtag verabschiedet ein neues Hochschulgesetz
Der Hessische Landtag verabschiedet das „Gesetz über die wissenschaftlichen Hochschulen des Landes Hessen (Hochschulgesetz)“, das einheitliche Rechtsgrundlagen für die vier hessischen Hochschulen bei Wahrung ihrer Selbstverwaltungskompetenzen sichert. Das Gesetz bildet als Landeshochschulgesetz des Landes Hessen ab 1966 einen landesweit einheitlich für alle hessischen Hochschulen gültigen, ... »Details - 22. Mai 1966: Studentendemonstration gegen den Vietnam-Krieg in Frankfurt
An der Universität Frankfurt am Main findet ein vom Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) veranstalteter Kongress „Vietnam – Analyse eines Exempels“ statt. 2.200 Teilnehmer diskutieren in Arbeitsgruppen Fragen und Aspekte des Vietnamkriegs. Zum Kongress sprechen unter anderem Wolfgang Abendroth (1906–1985), Jürgen Habermas (1929–2026), Oskar Negt (1934–2024) und Helmut ... »Details - 8. Juni 1966: Uraufführung des Handke-Stück „Publikumsbeschimpfung“ in Frankfurt
Das im Rahmen der Experimenta-Woche im Frankfurter Theater am Turm unter der Regie von Claus Peymann (1937–2025) uraufgeführte Stück erfährt hohe Resonanz und wurde gemeinsam mit zwei weiteren Stücken Handkes bereits in 15 europäischen Häusern zur Aufführung, darunter Paris und London, angenommen.1=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2.1.1967, S. 8: Kulturelle Nachrichten; Frankfurter ... »Details - 10.-12. Juni 1966: 6. Hessentag in der Wetterau ausgerichtet
Zeitgleich mit der Ausrichtung der 750 Jahr-Feier der Stadt Friedberg wird ebendort vom 10. bis 12. Juni 1966 der sechste Hessentag ausgerichtet. Daneben wird eine Ausstellung unter dem Titel „Oberhessen-Schau“ gezeigt, die Beiträge aus den Bereichen Landwirtschaft, Industrie, Handwerk und Handel auf einer Fläche von 10.000 Quadratmeter präsentiert. Das Engagement der Bürger zum Hessentag ... »Details - 29. Juni 1966: Hessischer Landtag verabschiedet Hessisches Verwaltungsvollstreckungsgesetz
Der Hessische Landtag verabschiedet das Hessische Verwaltungsvollstreckungsgesetz (HessVwVG). Darin werden unter anderem die Vollstreckung von Verwaltungsakten, mit denen eine Geldleistung gefordert wird (Zweiter Abschnitt), die Forderungen des bürgerlichen Rechts (Dritter Abschnitt) sowie die Vollstreckung von Verwaltungsakten, mit denen eine Handlung mit Ausnahme einer Geldleistung oder eine ... »Details - 29. Juni 1966: Landtag beschließt Eingemeindung gemeindefreier Grundstücke im Regierungsbezirk Darmstadt
Der Hessische Landtag verabschiedet das „Gesetz über die Eingemeindung gemeindefreier Grundstücke im Regierungsbezirk Darmstadt“. Das Gesetz betrifft bisher gemeindefreie Grundstücke und Gemarkungsteile in den Landkreisen Alsfeld, Büdingen, Erbach, Gießen, Lauterbach, Offenbach und Dieburg.(OV) ... »Details - 1. Juli 1966: Industriegemeinde Baunatal erhält Stadtrechte
Die nordhessische Gemeinde Baunatal in der Nähe von Kassel gelegen, erhält Stadtrechte. Nach der Übernahme des ehemaligen Flugmotorenwerks der Firma Henschel 1957 in Altenbauna durch die Volkswagen AG, der Errichtung eines Zweigwerkes und der Ansiedlung mehrerer tausend Werksarbeiter, expandierte die heute jüngste Stadt Hessens. Zu dem 1963 erfolgten Zusammenschluss der Orte Altenbauna, ... »Details - 11. Juli 1966: Erlass der Landeswahlordnung
Der Hessische Innenminister Heinrich Schneider (1905–1980; SPD) macht eine umfangreiche „Landeswahlordnung (LWO)“ bekannt. Die Wahlordnung ist in fünf Teile gegliedert: I. Vorbereitung der Wahl, II. Wahlhandlung, III. Feststellung des Wahlergebnisses, IV. Nachwahlen, Wiederholungswahlen und Ersatzwahlen und V. Allgemeine Schlußvorschriften. Am gleichen Tag wird eine „Verordnung über die ... »Details - 12. Juli 1966: Angaben zur Anzahl der „Gastarbeiter“ in Hessen
Die Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und die Arbeitslosenversicherung geben aktuelle Zahlen zur Beschäftigung von Gastarbeitern in Deutschland bekannt. Danach waren Ende Juni 1966 in der Bundesrepublik (einschließlich West-Berlin) insgesamt 1.314.000 ausländische Arbeitnehmer beschäftigt, darunter 25,3 % Frauen. Von allen Gastarbeitern sind zu diesem Zeitpunkt 30,4 % Italiener, 14,9 % ... »Details - 19. Juli 1966: Bundesverfassungsgericht gibt hessischer Klage gegen Parteienfinanzierung statt
Der Klage des Landes Hessen gegen die Finanzierung der Parteien durch die Bundesregierung wird vom Karlsruher Bundesverfassungsgericht stattgegeben. Bereits Mitte des Vorjahres war die Klage in Karlsruhe eingereicht worden. Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) betont, dass er aufgrund der finanziellen Abhängigkeit der Parteien vom Staat er dessen politische ... »Details - 25. Juli 1966: Schweres Busunglück auf der Autobahn bei Limburg
Bei einem schweren Busunglück auf der Autobahn Frankfurt am Main-Köln zwischen Camberg und Limburg bei Niederbrechen stürzt ein mit 43 Personen besetzter belgischer Reisebus aus Brüssel in den frühen Morgenstunden des 25. Juli 1966 über eine Straßenbrücke zehn Meter in die Tiefe. Der Bus mit Reisenden des „Jugend-Ferienwerks“ war auf der Rückreise aus der Steiermark. Zehn der 43 ... »Details - 31. Juli 1966: Deutsche Fußball-Nationalmannschaft als Vizeweltmeister empfangen
Nach Rückkehr aus dem Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft England wird die deutsche Nationalmannschaft in der Bonner Villa Hammerschmidt zur Überreichung der Auszeichnung das „Silberne Loorbeerblatt“ empfangen. Von den 22 Kadermitgliedern des gegen England mit 4:2 unterlegenen Vizeweltmeisters können drei Fußballspieler aufgrund von Verletzungen oder Verpflichtungen in ihren ... »Details - 10. September 1966: Karl Mildenberger unterliegt Boxweltmeister Muhammad Ali
Im ersten Boxweltmeisterschaftskampf im Schwergewicht auf deutschem Boden unterliegt Karl Mildenberger (1937–2018) im Frankfurter Waldstadion vor 30.000 Zuschauern dem Weltmeister Muhammad Ali (1942–2016; bis 1965: Cassius Clay) durch K.O. in der zwölften Runde.(OV) ... »Details - 17. September 1966: Kuratorium „Notstand der Demokratie“ in Frankfurt gegründet
Das Kuratorium „Notstand der Demokratie“ wird am 17. September 1966 in Frankfurt am Main gegründet. Das Kuratorium setzt sich aus rund zwei Dutzend Professoren, mehreren Literaten, Gewerkschaftern, Politikern und Persönlichkeiten zusammen. Zu den Mitglieder gehören unter anderen der Bundestagsabgeordnete William Borm (1895–1987), der Präsident der evangelischen Kirche Martin Niemöller ... »Details - 23. September 1966: Eröffnung des „Intimen Theaters“ in Wiesbaden
In Wiesbaden wird das „Intime Theater“ eröffnet.(OV) ... »Details - 11. Oktober 1966: Amtsentbindung eines evangelischen Pfarrers wegen Propagierung von Verhütungsmitteln
Die Leitung der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau entbindet den Pfarrer Wilhelm Reinmuth mit sofortiger Wirkung von seinem Amt, weil er seiner Gemeinde in der Frankfurter Nordweststadt im Gottesdienst den Sinn von Verhütungsmitteln verdeutlichte. Beim Gottesdienst zum Erntedanksonntag zwei Tage zuvor hatte der junge Geistliche eine Anti-Baby-Pille auf den Altar gelegt, was in der Gemeinde ... »Details - 15. Oktober 1966: Georg-Büchner-Preis an Wolfgang Hildesheimer
Wolfgang Hildesheimer (1916–1991) erhält im Rahmen der Herbsttagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt den Georg-Büchner-Preis. Der mit 10.000 DM dotierte Preis wird in der Otto-Berndt-Halle der Technischen Hochschule Darmstadt verliehen, eine Laudatio hält der Literaturhistoriker Walter Jens (1923–2013).0=Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.9.1966, S. 24: ... »Details - 16. Oktober 1966: Scheitern des Volksbegehrens „Briefwahl auch in Hessen“
Das Volksbegehren „Briefwahl auch in Hessen“ scheitert. Hessen bleibt damit vorerst das einzige Bundesland, das die Briefwahl nur bei Wahlen zum Deutschen Bundestag kennt. ... »Details - 30. Oktober 1966: Kongress „Notstand der Demokratie“ in Frankfurt ausgerichtet
Für den am 30. Oktober 1966 vom im September in Frankfurt am Main gegründeten Kuratorium „Notstand der Demokratie“ ausgerichteten Kongress, rechnen die Veranstalter mit einer Teilnahme von rund 3.000 Personen. Eine Absage erhielten sie vom stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Herbert Wehner (1906–1990).0=Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.10.1966, S. 5: Wehner sagt ab. Finanziert wird ... »Details - 6. November 1966: Wahl zum Hessischen Landtag
Bei den Landtagswahlen erreicht die SPD mit 51 % wieder die absolute Mehrheit der Stimmen. Von 48 Wahlkreisen erringen die Sozialdemokraten 44, die Christdemokraten siegen in vier Wahlkreisen. Die CDU verliert 2,4 Prozentpunkte und kommt auf 26,4 % der Stimmen, die FDP verliert leicht und erhält 10,4 % der Stimmen, während die Gesamtdeutsche Partei nur noch 4,3 % (1962: 6,3 %) verbuchen kann und ... »Details - 6. November 1966: Landtagswahl in Hessen bringt Einzug der NPD in den Landtag
Die 1964 wesentlich aus der Deutschen Reichspartei (DRP), aber auch aus anderen Parteien und Gruppierungen (Deutsche Partei, Vaterländische Union und andere) hervorgegangene rechtsextreme Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) schafft mit dem Ergebnis der Wahl zum 6. Hessischen Landtag mit einem Stimmenanteil von 7,94 % erstmals den Einzug in ein deutsches Landesparlament. Die NPD ... »Details - 1. Dezember 1966: Ausscheiden von Lauritz Lauritzen aus dem Kabinett Zinn
Der bisherige hessische Minister für Justiz und Bundesangelegenheiten, Dr. Lauritz Lauritzen (1910–1980; SPD), scheidet aus dem Kabinett von Georg August Zinn (1901–1976; SPD) aus und steht für eine neue Landesregierung nicht zur Verfügung, nachdem er im Oktober in der von der Großen Koalition getragenen Bundesregierung das Amt des Bundesministers für Wohnungsbau übernommen hat.(OV) ... »Details
