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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
- 1900
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- 1958
- 1959
- 1950-1967: Bestandsentwicklung der Krafträder und Personenkraftwagen in Hessen
Nachdem die ersten Nachkriegsjahre von einer stürmischen Zunahme des Bestandes an Krafträdern und -rollern geprägt wurden, während zugleich Personenkraftwagen und andere Fahrzeuge deutlich langsamere Bestandszuwächse verzeichneten, deutet sich um Mitte der 1950er Jahre ein Wandel an: 1954 schwächt sich die Zuwachsrate der motorgetriebenen Zweiräder deutlich ab. 1956 setzt bei den ... »Details - 1953: Statistische Angaben über Haushaltsgeld
Die hessische Durchschnittsfamilie mit vier Köpfen verfügt 1953 über ein monatliches Nettoeinkommen zwischen 275 und 450 DM. Fast die Hälfte des Einkommens werde für Ernährung aufgewendet, berichtet der „Wiesbadener Kurier“. ... »Details - 1953: Wissenschaftliche Buchgesellschaft verlegt Verlagssitz nach Darmstadt
Der unter dem Namen „Wissenschaftliche Buchgemeinschaft“ (WB) seit dem 12. Januar 1949 bestehende Verein, verlegt im Jahr 1953 seinen Sitz aus dem schwäbischen Tübingen nach Darmstadt und ändert zwei Jahre später den Namen in „Wissenschaftliche Buchgesellschaft“ (WBG). Entstanden aus einem eher akademischen Interesse, zunächst geisteswissenschaftliche Bücher, besonders die durch ... »Details - Januar 1953: Pläne zur Verbesserung der Ferngasversorgung durch Gründung der EAM
Zwischen Taunus und Kassel ist die Verbesserung der Ferngasversorgung geplant. Ein Schritt dahin soll die Gründung der Elektrizitäts-AG Mitteldeutschland (EAM) sein, die zur Zeit vorbereitet wird. Die EAM erhielte den Stellenwert einer Gasgesellschaft Mittelhessen. Die betroffenen Kreise und Gemeinde arbeiten derzeit an der Ausgestaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Gründung. Die ... »Details - 6. Januar 1953: Zinn verkündet die Einrichtung eines eigenständigen Landwirtschaftsministeriums
Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) teilt Landtagspräsident Otto Witte (SPD; 1884–1963) offiziell mit, dass in Hessen ein eigenständiges Landwirtschaftsministerium eingerichtet wird. Besetzt werden soll das neue Ministeramt mit Ludwig Bodenbender (1891–1962; SPD), der am 14. Januar dem Hessischen Landtag vorgestellt werden soll.(MB) ... »Details - 8. Januar 1953: Verbot des verfassungswidrigen Bunds deutscher Jugend in Hessen
Das Hessische Innenministerium löst den Bund deutscher Jugend (BDJ) für das Gebiet des Landes Hessen als verfassungswidrige Organisation auf. Die Auflösung wird mit der Entdeckung einer Geheimorganisation in Hessen am 18. September 1952 begründet. Nach eingehenden Untersuchungen habe der BDJ unter der Führung ihres bisherigen zweiten Vorsitzenden, Erhard Peters, unter der Bezeichnung ... »Details - 8. Januar 1953: Pressegerüchte, die Frankfurter Polizei spitzele für die SPD
In nordhessischen Zeitungen wird das Gerücht aufgeworfen, die Frankfurter Polizei führe in einer Sonderabteilung seit drei Jahren Spitzel- und Überwachungsdienste zu Gunsten der Sozialdemokratischen Partei durch. Die Leitung habe Kriminalrat Johann Roß inne. Für die Bundes-SPD überwache die Abteilung politische Gegner aber auch Polizeigewerkschafter der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, ... »Details - 9. Januar 1953: Sitzung des deutsch-amerikanischen Beratungssausschuss in Königstein
In Königstein im Taunus tagt der deutsch-amerikanische Beratungssausschuss in zweiter Sitzung. Auch Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) und der Kommandierende Generals des nördlichen Befehlsbereiches der amerikanischen Zone, General Basil H. Perry, nehmen teil. In Zukunft soll die Landesregierung die Geländeplanung der Amerikaner frühzeitig erfahren, um der Regierung die ... »Details - 9. Januar 1953: Gründung des Hessischen Waldbesitzerverband
Zum Hessischen Waldbesitzerverband schließen sich der Waldbesitzerverband Kurhessen-Waldeck und der Verband der Besitzer nichtstaatlicher Waldungen im Land Hessen zusammen. Der Verband umfasst damit 12.000 Mitglieder. In Hessen besteht rund 10 % des Landesgebietes aus Wald.(MB) ... »Details - 14. Januar 1953: Landtag beschließt Erhöhung der Ministerbezüge
Mit den Stimmen der Sozialdemokraten beschließt der Hessische Landtag die Erhöhung der Ministerbezüge. Die FDP stimmt aus politischen Gründen gegen die Erhöhung wie auch gegen die Anlehnung der Ministerbezüge an beamtenrechtliche Regelungen. Die CDU und der Block der Heimatvertriebenen enthielten sich der Stimme.(MB) ... »Details - 14. Januar 1953: Die Förderung der hessischen Wirtschaft wird von der CDU im Landtag beantragt
Die CDU beantragt die Gewährung von Mitteln in Höhe von 60 Millionen DM zur Förderung des Mittelstandes und der Verbesserung der sozialen Bedingungen der Arbeiter in Hessen. Der Plan der CDU sieht eine dreijährige Laufzeit vor. Das Geld soll aus den Mitteln stammen, die für die Entschädigung der sozialisierten Betriebe vorgesehen waren. In der Debatte fordert der Abgeordnete Erich Großkopf ... »Details - 30. Januar 1953: Beschluss zur Einrichtung einer Devisenhandelsbank in Frankfurt
Als Ergebnis von Verhandlungen zwischen der Bank deutscher Länder, dem Bundesministerium für Wirtschaft, Vertretern der Außenhandels- und Landeszentralbanken und der Exportwirtschaft zur Neuregelung des Devisenhandels wird beschlossen, in Frankfurt am Main eine Devisenhandelsbank einzurichten.(OV) ... »Details - 30. Januar 1953: Kultusminister Metzger verteidigt neue Schulgesetze
Der hessische Kultusminister Ludwig Metzger (1902–1993; SPD) weist die Kritik an den neuen Schulgesetzen zurück. Damit reagiert er auf kritische Presseberichte, die die vorgesehene Mitbestimmung der Eltern und Lehrer angegriffen hatten. Metzger betont, dass Hessen in dieser Frage eine bundesweite Vorreiterrolle einnimmt. In den Gesetzen wird es eine ausgewogene Mischung zwischen der ... »Details - 1. Februar 1953: Landesparteitag des Blocks der Heimatvertriebenen in Frankfurt
Auf dem Frankfurter Landesparteitag des Blocks der Heimatvertriebenen wird das von der Bundesregierung ausgearbeitete Wahlgesetz vom Bundesvorsitzenden Waldemar Kraft (1898–1977) abgelehnt. Das neue Gesetz entspreche nicht der Demokratie und verstoße gegen den im Grundgesetz niedergelegten Gleichheitsgrundsatz und darüber hinaus können Koalitionsabsprachen bereits vor der Wahl getroffen ... »Details - 4. Februar 1953: Landtag beschließt Erhöhung der Ministergehälter und vorläufiges Polizeibesoldungsgesetz
Der Hessische Landtag beschließt mit 44 Stimmen der SPD gegen 28 Stimmen der Opposition nach namentlicher Abstimmung die Erhöhung der Ministergehälter. Die Minister erhalten rückwirkend vom 1. April 1952 statt 22.000 DM nun 26.400 DM. Das Gehalt des Ministerpräsidenten steigt um 5.000 DM auf 33.000 DM. ... »Details - 4. Februar 1953: CDU fordert sofortige Rücknahme der Versteuerung der Sonderbeihilfen für Beamte
Der Hessische Landtag beschäftigt sich mit dem von der CDU eingebrachten Dringlichkeitsantrag, der sich gegen die Besteuerung der vor Weihnachten gewährten 30 % Sonderbeihilfe für Landesbeamte ausspricht und die sofortige Rücknahme dieses Erlasses fordert. Finanzminister Heinrich Troeger (1901–1975; SPD) streicht in seiner Stellungnahme heraus, dass die Besteuerung im Einklang mit den auch ... »Details - 4. Februar 1953: Minister Zinnkann erläutert im Landtag die Regierungsvorlage zur neuen Gemeindeordnung
Von Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) wird im Hessischen Landtag die Änderungen der Regierungsvorlage zur neuen hessischen Gemeindeordnung vorgestellt. Diese sieht vor, dass die Wiederwahl hauptamtlicher Bürgermeister, Beigeordneter und Landräte nur in den letzten neun Monaten ihrer Amtszeit möglich ist. Die Opposition äußert hiergegen rechtliche Bedenken. Zudem treten sie ... »Details - 4. Februar 1953: Landtag berät SPD-Antrag zur Bundesumsiedlung
Im Hessischen Landtag ist der SPD-Antrag zum Bundesumsiedlung Gegenstand der Debatte. Der Fraktionsvorsitzende Heinrich Schneider (1905–1980; SPD) erläutert, dass Hessen seiner Verpflichtung nachkommen wolle, aber hierbei auch den bestehenden hessische Verhältnissen Rechnung getragen werden müsse. Dies sei auch im Interesse der Heimatvertriebenen. Rund zwei Drittel des Landes seien bereits ... »Details - 6. Februar 1953: Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen Frankfurter Kriminalrat Roß
Gegen den Frankfurter Kriminalrat Roß, Chef des politischen Dezernats der Frankfurter Kriminalpolizei, wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Damit reagiert die Behörde auf die in der Presse erhobenen Vorwürfe, Roß habe eine geheime SPD-Abteilung unterhalten und die Partei mit Interna versorgt. Roß hat das Verfahren gegen sich selbst beantragt. Geleitet wird die Untersuchung von ... »Details - 8. Februar 1953: Gründung des Vereins hessischer Zeitungsverleger
In Frankfurt am Main gründet sich der Verein hessischer Zeitungsverleger. Der Verein soll bis zum 30. Juni 1953 eingetragen werden, sofern der Gesamtverband der deutschen Zeitungsverleger und Verein deutscher Zeitungsverleger bis dahin nicht fusioniert haben. Der Verein appelliert an die beiden Verbände sich zusammen zu schließen. Nach der Satzung des hessischen Vereins wechseln sich die beiden ... »Details - 10. Februar 1953: Aufnahme-Plan Hessens für West-Berlin Flüchtlinge vorgestellt
Der Leiter des hessischen Landesflüchtlingsamtes, Wenzel Jaksch (1896–1966), gibt bekannt, dass Hessen weiterhin Flüchtlingen aus West-Berlin aufnehmen werde, ohne das diese, wie auch die bereits 4.160 in Hessen befindlichen West-Berliner, unter die Landesquote für Flüchtlinge fallen werden. Sollte der Strom aus Berlin nicht abbrechen, muss Hessen monatlich 2.200 Personen aufnehmen. Zur ... »Details - 11. Februar 1953: Hessische Landtag berät Schulkosten- und Schulverwaltungsgesetz
Der Hessische Landtag berät in erster Lesung die Regierungsvorlage zum neuen Schulkosten- und Schulverwaltungsgesetz. Kern der von Kultusminister Ludwig Metzger (1902–1993; SPD) vorgestellten Gesetze sind zum einen die Verteilung der Kosten, so trägt das Land die Personalkosten und die Lehrer werden Staatsbeamte, die Sachkosten hingegen werden vom Schulträger gezahlt. Zum anderen soll das ... »Details - 11. Februar 1953: CDU kritisiert Berufung Zieglers zum Staatskommissar für die hessischen Notstandsgebiete
Die Berufung von Wilhelm Ziegler (1891–1962) vom Gesamtdeutschen Block zum Staatskommissar für die hessischen Notstandsgebiete wird von den CDU im Landtag scharf kritisiert. Der CDU-Abgeordnete Erich Großkopf (1903–1977) bemängelt besonders, dass die Ernennung ohne Anhörung der Landtagsausschusses erfolgt sei und befürchtet, dass künftige Stellenbesetzungen am Ausschuss vorbei und nur ... »Details - 13. Februar 1953: Verband der Hessischen Glasindustrie zur wirtschaftlichen Lage
Der Verband der Hessischen Glasindustrie veröffentlicht auf einer Pressebesprechung die wirtschaftlichen Zahlen. Der erste Vorsitzende Richard Süßmuth (1900–1974) erläutert die positive Entwicklung der hessischen Glasindustrie seit 1945. Diese ist in Hessen überhaupt erst durch Flüchtlinge aus dem Sudetenland und Schlesien aufgebaut worden. Derzeit existieren elf Hohlglashütten, eine ... »Details - 24. Februar 1953: Landesregierung legt Bauaufsichtsgesetz vor
Dem Hessischen Landtag wird das von der Landesregierung ausgearbeitet Bauaufsichtsgesetz vorgelegt. Mit diesem soll die Bauaufsicht dem Staat übergeben werden, der damit auch seiner Fürsorgepflicht gegenüber der Bevölkerung nachkommt. Die Oberste Bauaufsichtsbehörde liegt beim Innenministerium. Die Obere Bauaufsichtsbehörde untersteht dem Regierungspräsidenten; die unteren ... »Details - 25. Februar 1953: Regierung berichtet über Stand des Hessen-Plans
Im Hessischen Landtag werden Erfolge und Aussichten des Hessen-Plans debattiert. Zu Beginn der Debatte bekräftigt Ministerpräsident Georg August Zinn (1901–1976; SPD) die Bereitschaft des Landes, auch weiterhin Flüchtlinge und Heimatvertriebene zu integrieren. Die Menschen dürften nicht mit den Folgen des Krieges, unter denen sie nun zu leiden haben, allein gelassen werden. Bislang konnte ... »Details - 4. März 1953: Finanzminister Troeger stellt den hessischen Haushalt für 1953 vor
Finanzminister Heinrich Troeger (1901–1975; SPD) stellt in Wiesbaden im Rahmen der Etatrede den hessischen Haushalt für das Rechnungsjahr 1953 vor. Im Gesamtplan rechnet er mit 1,512 Milliarden DM Einnahmen und 1,546 Milliarden DM Ausgaben. Der ordentliche Haushalt wird mit 1,398 Milliarden DM Einnahmen und 1,431 Milliarden DM Ausgaben veranschlagt und weist einen Fehlbetrag von 33 Millionen DM ... »Details - 14. März 1953: SV Wiesbaden besiegt brasilianische Tischtennis-Nationalmannschaft
Während ihrer zweiwöchigen Deutschlandreise tritt die brasilianische Tischtennis-Nationalmannschaft gegen den hessischen Meister SV Wiesbaden an. Die Hessen besiegen die Brasilianer überraschend mit 5:2. Rund dreihundert Zuschauer besuchen das Spiel.(MB) ... »Details - 23. März 1953: Zinnkann kündigt Bau neuer Wohnungen für Flüchtlinge aus der DDR an
Der hessische Innenminister Heinrich Zinnkann (1885–1973; SPD) kündigt an, dass im Herbst 2.050 neue Wohnungen für Flüchtlinge aus der DDR in Hessen gebaut werden sollen. Das Notbauprogramm sieht vor, dass im Regierungsbezirk Kassel 250 und in den südlichen Teilen der Regierungsbezirke Darmstadt und Wiesbaden 1.800 neue Wohnungen entstehen sollen. In diesen sollen dann 8.000 der 25.000 ... »Details - 23. März 1953: Bundesinnenministerium dementiert Ausführungen Zinns über den rechtsextremen Bund Deutscher Jugend
Das Bundesinnenministerium dementiert die Ausführungen des hessischen Ministerpräsidenten Georg August Zinn (1901–1976; SPD), der laut eines Berichts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in der Landtagssitzung vom 18. März eine Anfrage der SPD über den rechtsextremen Bund Deutscher Jugend (BDJ) und seine Teilorganisation „Technischer Dienst“ folgendermaßen kommentierte: „Auch die ... »Details
