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Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

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Aufhebung von Kloster Marienthal im Rheingau, 26. September 1872

Als eine der ersten Maßnahmen des preußischen „Kulturkampfes“ gegen die katholische Kirche auf hessischem Territorium wird das Kloster Marienthal, ehemals eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten des Rheingaus, aufgelöst.

1846 hatte Klemens Fürst von Metternich (1773–1859) die ehemalige Jesuitenniederlassung (bis 1773) erworben und in Zusammenarbeit mit dem Limburger Bischof Peter Joseph Blum (1808–1884) die teilweise abgebrochene Wallfahrtskirche durch den Architekten Philipp Hoffmann (1806–1889) von 1856 bis 1858 im neogotischen Stil wiederherrichten lassen. Am 8. September 1858 wurde das zwischenzeitlich in die Pfarrkirche verbrachte Gnadenbild nach Marienthal zurückgebracht und die Kirche neu geweiht.

Ab 1873 wurde die Pilgerstätte von Franziskanerbrüdern betreut.
(StH/UH)

Belege
Weiterführende Informationen
Empfohlene Zitierweise
„Aufhebung von Kloster Marienthal im Rheingau, 26. September 1872“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/6596> (Stand: 22.10.2025)
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