Hessen im 19. und 20. Jahrhundert

Einweihung des Waterloo-Denkmals in Wiesbaden, 18. Juni 1865
Das Waterloo-Denkmal vor der ab 1845 neu errichteten Bonifatiuskirche in Wiesbaden wird am 18. Juni 1865, am 50. Jahrestag der Schlacht von Waterloo, feierlich enthüllt. Es erinnert an die in dieser Schlacht gefallenen nassauischen Soldaten und den Sieg über Napoleon und seine Truppen. Die Festrede bei dem feierlichen Akt in Anwesenheit von rund 700 Veteranen hält Oberhofprediger Maximilian Dilthey (1804–1867). Abends findet ein Festessen der Veteranen in der Reitbahn des Biebricher Schlosses statt.
Das aus Spenden finanzierte Denkmal entstand nach Entwürfen des nassauischen Architekten Philipp Hoffmann (1806–1889) und des jungen Bildhauers Hermann Schies (1836–1899) in Gestalt eines Obelisken aus hellem Sandstein auf einem hohen Podest und einem mehrstufigen Sockel aus rotem Mainsandstein. Auf dem Podest sind die Namen von 337 Gefallenen eingraviert, während der Obelisk mit bronzenen Appliken geschmückt ist.
Die Idee zur Errichtung des Denkmals ging vom 1856 gegründeten Verschönerungsverein Wiesbaden aus, unterstützt von den nassauischen Generälen Anton von Breidbach-Bürresheim (1791–1878), Carl Friedrich Hergenhahn (1793–1868) und Friedrich August Weiz (1793–1871), die alle als junge Offiziere an der Schlacht teilgenommen hatten.
(UH)
- Belege
- Jörg Koch, Wiesbaden. 55 Meilensteine der Geschichte, Tübingen 2023 S. 36/37
- Peter Wacker, Das herzoglich-nassauische Militär 1813–1866 Band 2, 1998, S. 187–203
- Weiterführende Informationen
- Empfohlene Zitierweise
- „Einweihung des Waterloo-Denkmals in Wiesbaden, 18. Juni 1865“, in: Zeitgeschichte in Hessen <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edbx/id/7645> (Stand: 18.6.2025)
